Fast Convoy - Tödlicher Transport - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.07.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min

Fast Convoy - Tödlicher Transport Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

1.800 Kilometer von Malaga nach Paris liegen vor dem Drogenkonvoi. Das sind 24 risikoreiche Stunden voller Anspannung für die sieben Männer in den schnellen Wagen. Mit weit über tausend Kilo Cannabis und der überraschend hinzu gekommenen Tasche voller Koks müssen sie für Polizei und Zollfahndung unsichtbar bleiben. Zwölfmal haben sie einen solchen Transport schon erfolgreich hinter sich gebracht. Doch diesmal läuft es nicht so glatt. Sie verlieren einen Wagen, es gibt einen Toten und einen Verletzten. Und es ist nicht nur die Polizei, die sich an ihre Fersen heftet. Der Konvoi bekommt es mit einem weiteren Verfolger zu tun, der die Routinefahrt endgültig in einen verzweifelten Kampf ums Überleben verwandelt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making Of, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Fast Convoy - Tödlicher Transport

Blu-ray
Fast Convoy - Tödlicher Transport Fast Convoy - Tödlicher Transport
Blu-ray Start:
22.07.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Fast Convoy - Tödlicher Transport Fast Convoy - Tödlicher Transport
DVD Start:
22.07.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - Fast Convoy - Tödlicher Transport

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Die Prämisse und der Titel von „Fast Convoy“ versprechen einen rasanten und geradlinigen Actionthriller, der im Optimalfall an den französischen Klassiker „Lohn der Angst“ (oder William Friedkins Remake „Atemlos vor Angst“) erinnert: Ein Konvoi bestehend aus vier Hochleistungsautos soll einen großen Drogentransport von Málaga nach Paris befördern. Dafür bleiben den insgesamt sieben Männern 24 Stunden, transportiert werden 1.000 Kilogramm Cannabis, Auftraggeber sind marokkanische Gangster. Fast Convoy - Tödlicher Transport SzenenbildDank interner Spannungen zwischen den Männern und ihren Bossen kommt es zu einer Unachtsamkeit und das transportierende Auto (in dem sich außerdem noch kiloweise Kokain befindet) wird frühzeitig von einer Polizeikontrolle angehalten. Nur unter Verlusten kann der Fahrer des Wagens samt seiner Ladung fliehen, doch der Ablauf der Mission kommt völlig durcheinander und alles läuft zunehmend aus dem Ruder.

Das klingt alles sehr spannend und nach minimalistischer und muskulöser testosteronreicher Genrekost. Schnell wird jedoch klar, dass „Fast Convoy“ leider kaum rasant ist und schon früh mit der überraschenden Inkompetenz seiner unsympathischen Figuren nervt. Der französische Action-Routinier Frédéric Schoendoerffer („Switch – En mörderischer Tausch“, „Agents Secrets – Im Fadenkreuz des Todes“) gelingt es hier nach einem vielversprechenden, spannungsgeladenen und unheilvollen Beginn leider kaum ein echtes erzählerisches Momentum aufzubauen und die Geschwindigkeit entscheidend anzuziehen. Das liegt vor allem daran, dass er immer wieder zwischen den Wagen hin- und herspringt und die wenig interessanten Gespräche der Gangster in den Mittelpunkt setzt. Ein wenig nötige Figurenzeichnung wird hier betrieben (außer mit dem mysteriösen Alex (Benoît Magimel), der ganz alleine fährt und nur bedeutungsschwer blickt), die Dialoge schwanken zwischen banalen Privatgesprächen und Beschwerden über das Verhältnis zu ihren Auftraggebern. Letzteres schaukelt sich bei Majid (Foëd Amara) immer weiter hoch, sodass er schließlich dummerweise die einzige Telefonleitung zum voranfahrenden Spähfahrzeug blockiert. Hier wird so etwas wie suspensereiche Antizipation aufgebaut, denn in der Tat liegt eine große Polizeikontrolle vor ihnen. Fast Convoy - Tödlicher Transport SzenenbildWie bereits erwähnt wird das Transportfahrzeug mit Majid und dem jungen Elyes (Mahdi Belemlih) angehalten, dem nur knapp die Flucht gelingt.

Diese Männer sollen Profis sein, verhalten sich aber in dieser Situation völlig amateurhaft. Ein derartig leichtsinniges und emotionsgesteuertes Verhalten in einer solch gefährlichen Situation kann man wohl nur dadurch erklären, dass Schoendoerffer und Co-Autor Yann Brion keine bessere Idee eingefallen ist, um den Plot voranzutreiben. Mehr soll an dieser Stelle über die Entwicklungen der Story nicht verraten werden, außer, dass sich die Probleme erwartungsgemäß nur häufen. Nach einer weiteren unglaublichen Dummheit seitens Elyes am Ende des ersten Drittels kann man eigentlich nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Wer sich hier noch nicht ganz ausklinken will, kann jedoch beobachten, dass der Film wieder etwas interessanter wird als sich der schweigsame und bemüht cool wirkende Alex schließlich zur Hauptfigur entwickelt. Das hilft dem Film aber nicht sonderlich, denn seine Figuren wecken einfach weder Sympathie noch Identifikationspotential, wodurch einem ihr Verbleib eigentlich völlig egal ist. Die ständigen Streits und internen Spannungen nerven letztlich mehr, als dass sie für packendes Drama sorgen.

Darüber hinaus inszeniert Schoendoerffer erstaunlich einfallslos. Fast Convoy - Tödlicher Transport SzenenbildImmer wieder zeigt er die sich unterhaltenden oder ständig telefonierenden Männer aus den immer gleichen, nicht mal besonders gut gewählten Einstellungen, was schnell ein Gefühl von visueller Monotonie erzeugt – ebenso wie die immer wieder gezeigten Rückseiten der Fahrzeuge. Wenn man nicht wüsste, dass Schoendoerffer ein 54-jähriger Genre-Routinier ist, könnte man auch meinen, dass „Fast Convoy“ der Film eines bemühten Debütregisseurs ist, der seinen Vorbildern nacheifern will.

Jedoch entwickelt der Film in seinem bleihaltigen Finale dann doch etwas Punch in seinen Actionszenen, manch andere Autoszene macht durchaus auch etwas her, etwa eine Verfolgungsjagd und Schießerei in einem Tunnel. Was aber massiv stört und zum bemühten Grundton des Films passt, sind seine hässlichen und geschmacklos eingesetzten Farbfilter. So ist der erste am Tag spielende Abschnitt in ein senfiges Gelb getaucht, während der letzte Akt in einem penetranten und undifferenzierten Blau gehalten ist. Nur der zur Nacht spielende Abschnitt des Films wirkt da noch einigermaßen natürlich. Diese Form der Farbstilisierung wirkt äußerst plump und bestärkt den Eindruck, dass hier ein Anfänger am Werk ist, der mit Spielereien beeindrucken will.

Fast Convoy - Tödlicher Transport Szenenbild Man hätte aus „Fast Convoy“ viel mehr machen können und trotz aller Schwächen hat der Film durchaus hier und da seine Momente. Hier steckt sichtbar Ambition drin, aber leider wirkt alles zu bemüht und fällt letztlich flach. Schade eigentlich.

Bild
Wenig ansprechend ist wie bereits erwähnt die äußerst plumpe Farbgestaltung des Films, die eigentlich eine konstante Ablenkung darstellt. Dafür kann die Blu-ray natürlich nichts, weshalb es dafür auch keine Abzüge gibt. Ansonsten präsentiert sich das auf digitalen RED Kameras aufgezeichnete Bild überaus scharf und detailreich, was man besonders bei den extremen Nahaufnahmen von Magimels Gesicht zu Beginn erkennen kann. Hier ist der Detailumfang eigentlich schon unangenehm hoch. Ansonsten ist das Bild sehr kontrastreich, manchmal sogar zu hart. Gelegentlich tritt leichtes Rauschen auf.

Ton
In akustischer Hinsicht gibt es nichts wirklich zu bemängeln. Die Tonspur ist durchweg ausgewogen und dynamisch und an den entsprechenden Stellen räumlich homogen abgemischt. Stimmen sind stets klar und verständlich. Bei Schießereien und Crashs gibt es auch den entsprechenden Wumms über den Subwoofer. Insgesamt eine sehr solide technische Umsetzung.

Fast Convoy - Tödlicher Transport Szenenbild Extras
Pluspunkte gibt es für das hier enthaltene fast halbstündige Making-of, das kein herkömmliches und nichtssagendes EPK-Material beinhaltet, sondern einen ernsthaften und interessanten Blick hinter die Kulissen wirft. Ansonsten gibt es nur das übliche Trailer-Programm.
Originaltrailer (01:30 Min.)
Deutscher Trailer (01:35 Min.)
Making-of (25:31 Min.)


Fazit:
Ein zu bemüht wirkender Euro-Thriller, der viel zu wenig aus seiner vielversprechenden Prämisse macht. Hinzu kommt eine plumpe und aufdringliche Farbgestaltung, die von der eigentlich klaren und oft muskulösen Bildsprache und Action ablenkt. Durch wenig glaubwürdiges Verhalten der Figuren und ihrer unsympathischen Charakterzeichnung involviert der Film leider auch nicht.

by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film / Ascot Elite Home Entertainment