Evils - Haus der toten Kinder - Blu-ray

Blu-ray Start: 01.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min

Evils - Haus der toten Kinder Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

James Thomas zieht mit seiner kleinen Familie zurück in seine Heimatstadt in das leerstehende Haus seiner Großmutter. Doch ab dem ersten Tag wird dort sein Sohn Danny von Geistern toter Kinder heimgesucht. Diese Kinder wurden offenbar ermordet. Sie fordern nun Rache und Gerechtigkeit und benutzen den kleinen Danny als Sprachrohr. Seine Mutter Jennifer wendet sich in ihrer Verzweiflung an Pater O`Malley, der scheinbar mehr über die Morde an diesen Kindern weiß. Der Pater kennt auch die Verbindung zu ihrem Mann James, der seit seiner Kindheit ein dunkles Geheimnis in sich trägt. Dieses Geheimnis könnte nun seiner eigenen Familie zum Verhängnis werden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Evils - Haus der toten Kinder

Blu-ray
Evils - Haus der toten Kinder Evils - Haus der toten Kinder
Blu-ray Start:
01.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 94 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Evils - Haus der toten Kinder Evils - Haus der toten Kinder
DVD Start:
01.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

Blu-ray Kritik - Evils - Haus der toten Kinder

Blu-ray Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 3/10
Ton: | 2/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 1/10


Mit "Evils - Haus der toten Kinder" reiht sich ein weiterer überflüssiger B-Movie in die Haunted House Riege ein, bei dem das Durchhalten dieser cineastischen Ohrfeige das einzig ist, was man als buchstäblichen Horror bezeichnen kann. Eine Story die X-Mal in jeder erdenklichen Form weitaus besser durchexerziert wurde, grauenhafte Darsteller, eine unzumutbare Synchronisation und noch schlechtere und konfuse Dialoge. Aber alles der Reihe nach.

Jennifer (Valerie Azlynn)
Jennifer (Valerie Azlynn) © Tiberius Film
Nach dem plötzlichen Tod seiner Mutter zieht Anwalt James Thomas (Jason Cook) mit seiner Ehefrau Jennifer (Valerie Azlynn) und seinem Sohn Danny (Wiliam Pifer) zurück in sein Elternhaus um es aufzuarbeiten und nach ihren Vorstellungen zu gestalten. Die Bevölkerung des mehr oder weniger ausgestorbenen Städtchens besteht augenscheinlich ausschließlich aus Menschen fortgeschrittenen Alters. Danny ist das einzige Kind weit und breit und wird von den kauzigen Bewohnern misstrauisch beäugt. Kurz nach dem Umzug beginnt Danny mit imaginären Freunden zu sprechen, was zuerst von seinen Eltern als Einbildungen abgetan wird, bis sich merkwürdige Dinge im Haus ereignen, die Dannys Verhalten in einem anderen Licht dastehen lassen. Seltsame Geistererscheinungen kleiner Mädchen verfolgen die junge Familie, Geräusche und gesichtslose Stimmen ertönen plötzlich und Jennifer wird von einer unsichtbaren Macht angegriffen. Um dem Spuk ein Ende zu setzen tun sie sich mit dem ortsansässigen Pater O'Malley (Lance Henrikson) zusammen und kommen einem längst vergessenen Geheimnis um die Geschichte der Stadt auf die Spur und geraten dabei in Lebensgefahr.

Der auf dem Cover prangende Aufdruck "vom Produzenten von "The Ring"" machte Hoffnung auf gute Gruselkost im Sinne der rachsüchtigen Kultfigur Samara, die bereits 2002 dem Horror Fan das Fürchten lehrte. Im hier vorliegenden Fall ist bereits die Aussage, dass der Produzent von "The Ring" hinter diesem Werk stecken soll ein Betrug am Kunden erster Sahne. Tatsächlich steckt nämlich Neu-Regisseur Dean Jones dahinter, der sich lediglich als MakeUp-Artist zweitklassiger Horrorproduktionen einen Namen machte und zuletzt an Hollywoodprojekten wie "Fluch der Karibik - Fremde Gezeiten" MITwirken durfte. Sein Debut in Eigenregie ergab dann das wahnwitzige und peinliche Splatterdiesaster "Coffin Baby", der 2013 überflüssigerweise seinen Weg in die Heimkinos fand. Die einzig Beteiligte, die an "Evils" und "The Ring" mitgearbeitet hat, ist Michele Weisler. Diese stellt allerdings auch nur eine von insgesamt 9 Produzenten des 2002 erschienenen "The Ring" Remakes dar, das übrigens von Schöpfer Ehren Kruger inszeniert wurde. Somit wird par Excellence der uninformierte und gutgläubige Kunde durch Angabe falscher Tatsachen zum Kauf animiert und übers Ohr gehauen. Belohnt wird er dann mit einem Schlag ins Gesicht.

James Thomas (Jason Cook)
James Thomas (Jason Cook) © Tiberius Film
Weiter geht's mit den Darstellern, die durch die Bank weg das pure Grauen sind. Keiner der recht unbekannten Schauspieler schafft es auf irgendeine Weise glaubhaft seine Rolle zu spielen, der Kinderdarsteller ist selbst mit Multiple Choice Fragen maßlos überfordert, hat durchgängig den selben Tonfall und scheint überhaupt keine Lust auf seine Rolle gehabt zu haben und die Nebendarsteller sind augenscheinlich nur zur Zierde da. Selbst "Alien"-Ikone Lance Henriksen scheint nur um seines Namens willen mit ins Boot geholt worden zu sein. Er steht meist wie verloren herum und wirkt völlig unterfordert.

Die Kulissen sind unspektakulär trist und lieblos aufgebaut und die spärlichen Requisiten lassen sehr zu wünschen übrig. Auch die Maske und Kostüme hat man schon in '90ern besser hingekriegt. Sie transportieren weder Authentizität, noch sind sie zweckmäßig und könnten in jedem x-beliebigen Second-Hand Shop zusammengesammelt worden sein. Die musikalische Untermalung, wenn man sie so nennen kann, sowie vereinzelte Soundeinlagen werden an den unmöglichsten Stellen dilettantisch und deplatziert eingeworfen und lassen es zu keiner Sekunde zu, dass ein Anflug von Grusel oder Horror aufkommt. Die Kameraführung wirkt laienhaft und erinnert eher an das Home-Video, das den Opfern Samaras in "The Ring" den Tod brachte. Das lange vorher offensichtliche Ende lässt den Zuschauer dann mit einem faden Beigeschmack zurück und man könnte schon fast weinen um die vergeudeten 94 Minuten seiner Lebenszeit, die man dann besser in den Frühjahrsputz investiert hätte.

Evils - Haus der toten Kinder: Jennifer (Valerie Azlynn)
Evils - Haus der toten Kinder: Jennifer (Valerie Azlynn) © Tiberius Film
Das Bild ist im Format 1,78:1, was dem Film selbst meines Erachtens nach überhaupt nicht gut tut. Es verstärkt das Gefühl eine billige Amateurproduktion vor sich zu haben. Verwaschene Konturen, Blasse Farben und die oben beschriebene Kameraführung im Zusammenspiel ergeben ein Bild, das in der Art der Darstellung im DVD Format völlig ausreicht und der High-Definition einer Blu-Ray bei Weitem nicht gerecht wird.

Der Ton im DTS-HD 5.1 ist in der deutschen Synchronisation das blanke Entsetzen. Die gewählten Sprecher passen nicht zu den Darstellern, die Dialoge klingen hallig und in Schockmomenten hat man das Gefühl dass die letzten Töne irgendwo auf dem Weg verschluckt wurden. Wem das zu bunt werden sollte hat die Möglichkeit zur englischen Original Tonspur zu wechseln, die den Film selbst jedoch nicht sehenswerter macht.

Extras sind bis auf eine Trailershow nicht vorhanden.


Fazit:
Filme und generell Unterhaltungsmedien leben von Werbung und Publicity. Umso trauriger ist es dann, dass billiger Ramsch unter Angabe falscher Tatsachen als Gold angepriesen wird. Angefangen von Szenen in Trailern die im fertigen Endprodukt nirgends zu finden sind und mit viel Glück als Deleted Scenes unter den Extras auftauchen, bis hin zu offensichtlich dreisten Lügen zu Vermarktungszwecken.
Genau mit so einem Exemplar haben wir es hier zu tun. Versprochen wird Horror vom Produzenten von "The Ring" in bestier Manier, und was man bekommt ist einen faden und schwachsinnigen Abklatsch von allem was in den letzten 30 Jahre so im Fernsehen lief. Hierfür wird sich Ehren Kruger vermutlich in Grund und Boden schämen.

by Christoph Berger
Bilder © Tiberius Film