Evil - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.02.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min

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Inhalt

Schweden der 50er Jahre: Der rebellische 16-jährige Erik wird von seiner Mutter auf das private Elite-Internat Stjärnsberg geschickt und erhält hier seine letzte Chance auf einen Schulabschluss. Hinter der feinen Fassade verbirgt sich jedoch ein perfides System von Demütigungen und Gewalt – ausgeübt von den älteren Schülern gegenüber den Jüngeren. Erik versucht sich der Hackordnung unterzuordnen, obwohl er seinen Mitschülern körperlich überlegen ist. Aber wenn er zurückschlägt, fliegt er von der Schule ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Schwedisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Deleted Scenes, Making Of (24 Min.), Interview mit Jan Guillou (35 Min.), Trailershow

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DVD und Blu-ray | Evil

Blu-ray
Evil Evil
Blu-ray Start:
22.02.2011
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Evil

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


In Zeiten von lernunwilligen Teenagern und miserablen PISA-Ergebnissen mutet das schwedische Eliteinternat Stjärnsberg an wie von einer anderen Welt, was im Grunde auch zutreffend ist, da die Geschichte in den 50er Jahren angesiedelt ist. Hier herrschte noch Zucht und Ordnung an den Schulen, wo andere Internate mit prügelnden Lehrkräften agierten, herrschte in Stjärnsberg ein besonderer Geist – die ältesten Schüler beaufsichtigen und maßregeln die jüngeren. Was sich lobenswert anhört, offenbart schnell seine Schattenseiten, die der Autor Jan Guillou erlebt hat und zu einem Roman verarbeitete. Evil ist die Adaption dieses Buches.

Die Geschichte des Films ist zwei Faktoren unterworfen, die dafür sorgen, dass Evil durchgehend spannend ist. Zum einen sind da die diktatorischen Oberstufenschüler, die die jüngeren regelmäßig schikanieren und mit drastischen Ritualen bestrafen. Zum anderen ist da Erik Pontius, die Hauptfigur. Pontius ist zum wiederholten Mal von einer Schule verwiesen worden, ein typischer Problemschüler, der ständig in Schlägereien verwickelt ist und dabei so hart austeilt, dass er nichts einstecken muss. Das Internat ist seine letzte Chance, einen Schulabschluss zu erhalten, sein Ego hindert ihn aber daran, sich schikanieren zu lassen. Seine physische Stärke darf nicht nutzen, sonst fliegt er von der Schule. So wählt Pontius den passiven Widerstand und spielt nach den Regeln seiner Gegner. Der Preis für diese Anpassung steigt stetig. Regisseur Mikael Håfström gelingt es, den wachsenden Zorn des Problemschülers zu nutzen, um das Publikum mit der Hauptfigur zu einen. Für Pontius wie auch für den Zuschauer erscheint es verlockend, die Antagonisten einfach in Grund und Boden zu prügeln, doch mehr und mehr wächst das Bewusstsein, dass die daraus resultierende Bestrafung fatal wäre.

Eine Geschichte, die auf den Erinnerungen eines Einzelnen basiert, zumal sie selbst erlebt wurde, verdichtet sich im Nachhinein, wird dramatisiert und ist natürlich ohnehin subjektiver Natur. Da verwundert es nicht, dass die Erzählung etwas einseitig und konstruiert ausfällt, was aber nur selten stört, da Regisseur Håfström sich stark auf die Hauptfigur konzentriert. Die anderen Charaktere sind mehr ein Mittel zum Zweck, was szenenweise stört, aber aufgrund der effektvollen Inszenierung abgeschwächt wird.

So ist Evil stellenweise mitreißend, in kühlen Bildern gehalten und mit schwedischem Charme versehen, weil die 50er Jahre schön in Szene gesetzt wurden. Sehr gut sind die jungen Darsteller, die zwar allesamt nicht überragend spielen, dafür jedoch eine große Präsenz zeigen und somit trotzdem gefallen. Andreas Wilson meisterte die Hauptrolle scheinbar ohne Probleme und wird hoffentlich in Zukunft noch häufiger zu sehen sein.

Insgesamt ist Håfström ein guter Film gelungen, der mit schöner Atmosphäre, den kühlen Bildern und dem konstant hohen Spannungsbogen gefällt und den etwas konstruierten Plot und die durchschnittliche Figurenzeichnung aufwiegt.

Die Blu-ray von Ascot Elite weist ein wunderbar scharfes Bild mit guter Farbgebung auf, der Ton ist ebenfalls überzeugend. Das Bonusmaterial ist solide: Neben den obligatorischen Trailern ist ein 24-minütiges Making Of und ein ausführliches Interview mit Romanautor Jan Guillou enthalten.


by Tom Schünemann
Bilder © Ascot Elite




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