Escape Plan - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min

Escape Plan Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Wer den Sicherheitsexperten Ray Breslin (Sylvester Stallone) austricksen will, muss sich schon etwas einfallen lassen – denn der Haudegen konstruiert Hochsicherheitsgefängnisse auf der ganzen Welt und testet sie im Selbstversuch auf ihre Ausbruchsicherheit. Nach acht Jahren ungebrochenen Erfolgs willigt er in einen allerletzten Job ein: Als Terrorist getarnt soll er ein „Das Grab“ genanntes, verstecktes High-Tech-Gefängnis auf Herz und Nieren prüfen.
Kaum angekommen, wird Breslin Zeuge eines brutalen Mordes, den ein sadistischer Wärter an einem Insassen begeht. Als Gefängnisdirektor Willard Hobbes (Jim Caviezel) versucht, den Vorfall unter den Teppich zu kehren, beschließt Breslin, seinen Undercover-Einsatz durch einen vorab vereinbarten Evakuierungs-Code abzubrechen, um das Verbrechen öffentlich zu machen. Den Gefängnisdirektor interessiert dieser Code allerdings wenig: Er will den Mord vertuschen und dafür sorgen, dass Breslin im Gefängnis festgehalten und so mundtot gemacht wird.
Zum ersten Mal ist Breslin tatsächlich selbst inhaftiert und es bleibt ihm nichts anderes übrig, als seinen Auftrag fortzusetzen. Zusammen mit dem undurchschaubaren Häftling Emil Rottmayer (Arnold Schwarzenegger) schmiedet er einen Fluchtplan, muss aber bald feststellen, dass er in einer meisterhaften Umsetzung seiner eigenen Sicherheitsempfehlungen gefangen ist. Um zu entkommen, muss Ray also die nicht vorhandene Lücke in seinem eigenen System finden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Making-of
- Featurettes
- Audiokommentar von Regisseur Mikael Håfström und Drehbuchautor Miles Chapman
- Entfallene Szenen
- Dt. und Original-Trailer
- Wendecover

DVD und Blu-ray | Escape Plan

Blu-ray
Escape Plan Escape Plan
Blu-ray Start:
27.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 116 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Escape Plan Escape Plan
DVD Start:
27.03.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Escape Plan

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 6/10


Rambo und Terminator gemeinsam eingebuchtet – dieses früher schier undenkbare Kunststück ist Regisseur Mikael Hafström in seinem Knast-Thriller „Escape Plan“ gelungen. Der Schwede, dessen Sozialdrama „Evil“ im Jahr 2004 für einen Oscar nominiert war, der in Hollywood bisher aber nur als Lieferant solider Dutzendware wie „Entgleist“ (2005) oder „Zimmer 1408“ (2007) aufgefallen ist, vereint die welken Haudrauf-Titanen Sylvester Stallone (67) und Arnold Schwarzenegger (66) in einer Mischung aus „Heat“ und „The Rock“, wie es vollmundig im Making-of der Blu-ray-Extras verkündet wird. Aus neutralem Blickwinkel betrachtet sicher zu hoch gegriffen, für die kleine Action-Ablenkung zwischendurch taugt sein Streifen aber allemal.

Stallone mimt mit grimmiger Miene den Ausbrecherkönig Ray Breslin. Der lässt sich in offiziellem Auftrag und samt gefälschter Verbrecher-Biografie regelmäßig in Gefängnisse der USA einsperren und legt dann mit einer raffiniert ausgeklügelten Flucht die Sicherheitslücken der Haftanstalten bloß. Nach einer lupenreinen Vorführung seiner Entschwindungskünste, wartet bereits das nächste Engagement auf Ray und seine Mitstreiter (unter anderem Rapper Curtis „50 Cent“ Jackson als Computer-Experte). Dass die Sachlage diesmal ziemlich diffus ist und gegen sämtliche Protokolle verstößt, scheint den erfahrenen Teilzeit-Knacki überhaupt nicht stutzig zu machen. Der Genre-Kenner dagegen wähnt längst eine Intrige – und irrt sich nicht. Breslin wird entführt und landet in einem futuristischen High-Tech-Kittchen unbekannten Ortes, mit transparenten Zellen, Totalüberwachung, maskiertem Personal und ohne Kontakt zur Außenwelt. Offenbar hat der Architekt dieser Einrichtung Rays Werk „Lücken der Gefängnisaufsicht“ genau studiert.

Wem nach der Eröffnungssequenz der Mund vor Staunen offen steht ob der Genialität dieses Mannes, der sollte auf den Beitrag „Maximale Sicherheit: Die echten Gräber“ (OmU) in den Zugaben der Blu-ray verzichten. Denn darin werden einige von Breslins Tricks als unrealistisch entlarvt. So torpediert man eigene Illusionen. Aber auch über den Job an sich, den es so wohl nur im Kino geben kann, sollte man nicht allzu viel nachgrübeln. Der zu Beginn düpierte Direktor bringt es auf den Punkt: „Welcher Mann würde freiwillig die meiste Zeit seines Lebens im Knast verbringen?“ Das dürfte sich auch das Publikum fragen, doch ein gutes Salär und eine traumatische Vorgeschichte, die später nachgereicht wird, müssen als Erklärungen reichen, dachte sich Drehbuchautor Miles Chapman, übrigens mit Regisseur Mikael Hafstörm auf dem Audiokommentar zu hören.

Eines jedenfalls machen die ersten 30 Minuten deutlich: Die Show gehört Sylvester Stallone. Auf Kompagnon Arnold Schwarzenegger muss das Publikum eine geschlagene halbe Stunde warten. Und auch danach schlüpft Arnie, der hier einen gewissen Emil Rottmayer spielt und auf der deutschen Tonspur mit verkapptem Ösi-Akzent daherkommt, in eine 08/15-Handlanger-Rolle und überlässt Rocky die Arena. So als müsste er sich seinen Status nach der mehrjährigen Auszeit und dem Governor-Intermezzo in Kalifornien wieder verdienen. Erst beim Showdown, wenn er in Zeitlupe das MG justiert und dann Feuer frei gibt, umweht ein Hauch früherer Äktsch’n-Tage seinen Kinnbart.

Dem Zusammenspiel der beiden Haudegen indes hätte etwas mehr „Expendables“-Selbstironie und Buddy-Movie-Witz á la „Lethal Weapon“ gut getan. So tüftelt Sly alias Ray ziemlich verbissen und wortkarg an seinem „Escape Plan“ und prügelt sich durch einen routinierten Gefängnisfilmplot mit den obligatorischen Stereotypen wie brutale Aufseher (Ex-Premier-League-Holzer Vinnie Jones gibt mal wieder den tumben Schläger) und einem sadistischen Direktor (etwas farblos: „Jesus“ Jim Caviezel, „Person of Interest“). Sam Neill („Jurassic Park“) darf zudem als Knast-Doc mitmachen, aber nur ein paar Sätze sagen. Halbgar bleibt letztlich auch die Auflösung und mit ihr das ganze Intrigen-Konstrukt, das bei genauerer Betrachtung nicht immer plausibel erscheint.

Im Making-of „Der Plan entsteht“ (OmU) gewähren die Macher interessante Einblicke in den SF-Bau ihres Gefängnisses, das in einer riesigen Raketenmontagehalle der NASA in der Nähe von New Orleans entstand. In „Zwei Legenden treffen aufeinander“ sprechen Sly und Arnie über die Rivalität von früher und wie sie sich gegenseitig zum Erfolg getrieben haben. Die Extras runden Trailer und entfallene Szenen ab. In einer davon redet Schwarzenegger während seines Ablenkungsmanövers in Einzelhaft sogar deutsch.

Apropos deutsch reden: Thomas Danneberg, eigentlich Stammsprecher von Sly und Arnie, leiht diesmal nur Stallone seine Stimme. Schwarzeneggers Synchronpart ist dagegen gewöhnungsbedürftig. Wer aufs Original ausweicht, wird einmal mehr mit Stallones Genuschel zu kämpfen haben. Da 80 Prozent des Films an einem Ort stattfinden, nimmt der Knast die größte Spielfläche ein. Ein faszinierendes Gebilde, das auf der Blu-ray aber auch recht steril wirkt. Zwei entscheidende Kamerafahrten bringen Abwechslung und sorgen bei Ray Breslin für Erhellung – vor allem, wenn er sieht, wo er sich wirklich befindet (auch hier besser nicht nach Logik fragen).

„Escape Plan“ vereint die zwei größten Action-Helden aller Zeiten, weiß daraus aber nicht wirklich viel Potenzial zu schlagen. Vielleicht wäre es reizvoller gewesen, eine frühere Skript-Version zu realisieren und Stallone als Gefängnisdirektor zu besetzen. Rambo VERSUS Terminator – das hätte Wumms!

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by Florian Ferber
Bilder © Concorde Home Entertainment