Erlöse uns von dem Bösen - Blu-ray

Blu-ray Start: 15.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min

Erlöse uns von dem Bösen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

In ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN ermittelt der New Yorker Polizist Ralph Sarchie (ERIC BANA) in einer Reihe von verstörenden und unerklärlichen Verbrechen. Er verbündet sich mit dem Exorzisten und Priester Mendoza (ÉDGAR RAMÍREZ). Zusammen nehmen sie den Kampf gegen die dämonischen Kräfte auf, die die Stadt terrorisieren.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Türkisch, Arabisch, Holländisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Erlöse uns von den Dämonen
Die zwei Sergeants
Der Dämonen-Cop
Kommentar des Regisseurs
Hinter den Kulissen: "Making of" Erlöse uns von dem Bösen

DVD und Blu-ray | Erlöse uns von dem Bösen

Blu-ray
Erlöse uns von dem Bösen Erlöse uns von dem Bösen
Blu-ray Start:
15.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Erlöse uns von dem Bösen Erlöse uns von dem Bösen
DVD Start:
15.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min.

Blu-ray Kritik - Erlöse uns von dem Bösen

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Nachtschicht im 46. Bezirk, South Bronx: Ein Baby liegt tot in einem Müllcontainer. Ein prügelnder Kriegsveteran rastet bei der Festnahme vor seiner Familie aus. Eine Frau wirft ihr kleines Kind im Zoo in den Graben vor dem Löwengehege und gebiert sich wie von allen guten Geistern verlassen. Dazu schleicht ein unheimlicher Kapuzenträger auf unbekannter Pinsel-Mission im Tierpark umher. Soweit, so normal im Norden von New York City. Denn hier sind die Sitten rau, hier fault der Big Apple an allen Ecken und Enden. Und in diesem Revier, laut FBI die gefährlichste Quadratmeile der USA, fahren Polizist Ralph Sarchie („Hulk“ Eric Bana) und Adrenalin-Junkie Butler (Joel McHale, „Ted“) im Dunkeln Streife. Nichts Unmenschliches ist ihnen fremd – glauben sie. Bis es die beiden mit dem primären Bösen zu tun bekommen – und das ist nicht von dieser Welt.

Die Genre-Mixtur „The Exorzist“ meets „Serpico“, die Krawall-Produzent Jerry Bruckheimer („Transformers“) bei „Erlöse uns von dem Bösen“ (OT: „Deliver us From Evil“) laut Blu-ray-Extras vorschwebte, klingt reizvoll. Das Ergebnis von Autor und Regisseur Scott Derrickson (sammelte 2005 bereits übernatürliche Erfahrungen bei „Der Exorzismus von Emily Rose“) bleibt letztlich hinter den Möglichkeiten zurück. Denn sein Werk, das auf Erlebnissen des echten Ralph Sarchie (niedergeschrieben in „Beware the Night“) basiert, entpuppt sich als recht konventioneller Dämonen-Spuk, der vor allem an seinem trägen Erzähltempo krankt und erst im Finale Höllenfahrt aufnimmt.

Das ist bitter, den zunächst kommt „Erlöse uns von dem Bösen“ zwar nicht als besonders cleverer, aber atmosphärisch durchaus stimmig inszenierter Cop-Thriller daher. Die Location Bronx-Zoo jedenfalls ist mal was Neues (die letzte Drehgenehmigung dort wurde angeblich Anfang der 1980er Jahre erteilt). Aber schnell ist erkennbar, dass Regisseur Derrickson, der 2008 das SF-Remake „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ mit Keanu Reeves in den Sand setzte, das Rad nicht neu erfinden wird. Wie in diesen Genre-Gefilden üblich, regnet es fast ununterbrochen, die weiteren Schauplätze sind meist versiffte Appartements, düstere Hinterhöfe, Kellerräume oder Flure, und natürlich geht das tagtägliche Waten in soviel menschlicher Grausamkeit nicht spurlos an Ralph Sarchie und seinem Gottvertrauen vorbei. Überflüssig zu erwähnen, dass private Spannungen mit Ehefrau Jen nicht ausbleiben. Eric Bana, der in seinen Rollen oft etwas teilnahmslos wirkt, überzeugt hier leidlich mit einer Mischung aus Melancholie und grimmiger Entschlossenheit. Seinem Ralph Sarchie kauft man das Radar, eine Art siebter Sinn für Gefahr, nur halbwegs ab.

Doch irgendwann, zwischen all den aufdringlichen Song-Zitaten von The Doors („Break on Through to the Other side“), den kryptischen Botschaften, den Theodizee-Dialogen beim Drink mit Undercover-Jesuitenpriester Mendoza (Gab es jemals einen heißeren Mann Gottes als Edgar Ramirez?) und den ziemlich wirren Aktionen des offenbar besessenen Irak-Heimkehrers Santino (von den Make-up-Artisten in sieben Stunden täglich famos zugerichtet: Sean Harris), fragt sich der geneigte Zuschauer: Was soll das alles? Wo führen all diese Türen hin? Und da bleibt am Ende leider nur die laue Erkenntnis: ziemlich in die Sackgasse. Zwar fahren bei der finalen Teufelsaustreibung die Gesichtskünstler ihr ganzes Prothesen-Können auf, aber letztlich fabriziert das alles nur heiße Luft und Nichts, was man woanders nicht schon mal ähnlich oder gar besser gesehen hat. Obligatorisch dazu die Aktivitäten aus dem Exorzismus-Einmaleins: Fratzen schneiden, Unverständliches sabbern und komische Verrenkungen machen.

Die Extras der Blu-ray, die die vorherrschende Düsternis von „Erlöse uns von dem Bösen“ plastisch einfängt und auf der die Geräuschkulisse teils mehr Grusel-Feeling verströmt als die Handlung, bieten Standards wie Trailer und Regie-Kommentar. Dazu gibt es die kurzen Beiträge (alle OmU) „Illuminating Evil“, „Deliver us From Demons“, „The Two Sergeants“ und „The Demon Detective“. Interessant wird es da vor allem, wenn der echte Ralph Sarchie, der 20 Jahre lang Polizist in New York war und die Produktion als Berater unterstützte, zu Wort kommt. Er hat, laut eigener Auskunft, im Dienst nie jemanden getötet. Heute arbeitet er als Vorermittler bei potenziell übernatürlichen Fällen und steht Priestern als Sicherheitsmann bei Exorzismen zur Seite.

Erlöse uns von durchschnittlichen Filmen: „Deliver us From Evil“ ist nicht mehr als eine routinierte Fingerübung mit überschaubarem Thrill-Faktor. Wäre das primäre Böse in der irakischen Wüste geblieben, statt Unheil über die Bronx zu bringen: Den Teufel hätte es kaum gejuckt – und den Zuschauer leider auch nicht.

by Florian Ferber
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment