Er ist wieder da - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.04.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min

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Inhalt

Er ist wieder da, der Führer. Knapp 70 Jahre nach seinem unrühmlichen Abgang erwacht Adolf Hitler im Berlin der Gegenwart. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Angela Merkel und vielen tausend Ausländern startet er, was man am wenigsten von ihm erwartet hätte: eine Karriere im Fernsehen. Denn das Volk, dem er bei einer Reise durch das neue Deutschland begegnet, hält ihn für einen politisch nicht ganz korrekten Comedian und macht ihn zum gefeierten TV-Star. Und das, obwohl sich Adolf Hitler seit 1945 äußerlich und innerlich keinen Deut verändert hat.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD High Resolution 5.1 (Deutsch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of (ca. 19,5 Min.), Interviews (ca. 30 Min.), Entfernte Szenen (ca. 21 Min.), Probedreh (ca. 59 Min.), Erweiterte Szenen (ca. 30 Min.), Audiokommentar, Teaser und Trailer (ca. 5 Min.)

DVD und Blu-ray | Er ist wieder da

Blu-ray
Er ist wieder da Er ist wieder da
Blu-ray Start:
07.04.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Er ist wieder da Er ist wieder da
DVD Start:
07.04.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

Blu-ray Kritik - Er ist wieder da

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 8/10


Timur Vermes, seines Zeichens Journalist und Schriftsteller, erlangte 2012 mit seinem Debütroman Er ist wieder da nationalen Durchbruch und Kultstatus. Drei Jahre später folgte dann die obligatorische, filmische Aufarbeitung und das Team hinter dem Projekt versuchte aktuelle Probleme und politische Veränderungen in die Geschichte mit einzuarbeiten. Doch das sollte nicht die einzige Änderung sein, die die Verfilmung authentischer machen und die Grundthese unterstreichen sollte.

Er ist wieder da Szenenbild Adolf Hitler ist wieder da! Im heutigen Berlin erwacht der frühere Führer (Oliver Masucci) und muss feststellen, dass sich Deutschland in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat. Es ist halt nicht mehr das, was er noch aus dem Jahre 1945 kennt. Es herrscht Frieden, die Regierung handelt als Demokratie und an der Spitze des Staates sitzt eine Frau. Wie zu erwarten bleibt Hitlers Wiederauferstehung nicht lange unbemerkt und der Jung-Journalist Fabian Sawatzki (Fabian Busch) erkennt das mediale Potenzial dieser historischen Persönlichkeit. Und so bekommt Hitler nicht nur seine eigene kleine Doku. Nein, er wird auch noch zur neusten Sensation in der deutschen Medienlandschaft. Kann das gut gehen? Entgegen der zu erwartenden Reaktion nimmt die deutsche Bevölkerung den ehemaligen Despoten erstaunlich positiv auf. Die Deutschen scheinen in dem eigentlichen Diktator eher einen Satiriker zu sehen, der die Grenzen des guten Geschmacks zu seinen Gunsten absichtlich etwas lockerer nimmt. So beginnt Hitler Stück um Stück im Ansehen der Bevölkerung zu steigen und das obwohl er sich innerlich kein bisschen verändert hat.

Darf man über Hitler lachen? Das ist eine der Fragen, die die moderne deutsche Gesellschaft teilt. Die einen meinen ja und mit Shows wie zum Beispiel Switch: Reloaded wird bewiesen, dass der deutsche Diktator durchaus sein humoristisches Potenzial hat. Andere sind der Meinung, dass die Thematik auf keinen Fall als Grundlage der Komik genutzt werden sollte, da es für immer eine historische Mahnfunktion bewahren sollte. Und mit Er ist wieder da schafft es Regisseur David Wnendt diese beiden Positionen miteinander zu verknüpfen. Aufgrund der Vermischung von Inszenierung und Improvisation mit der deutschen Bevölkerung schafft es Wnendt die komödiantischen Aspekte der Geschichte mit der Ernsthaftigkeit der Grundaussage des Films zu verknüpfen. Er ist wieder da SzenenbildResultierend daraus entsteht eine Momentaufnahme, welche versucht ihre These auf komische Weise näher zu bringen.

Interessant ist auch die Wahl des Hauptdarstellers Oliver Masucci, da er äußerlich die Gestalt von Hitler nicht unbedingt zu hundert Prozent einfängt. Natürlich hat er einen kleinen Schnauzer und natürlich sind die Haare zum Scheitel nach rechts gekämmt, doch lassen sich Statur und Haltung Masuccis nicht sofort in Einklang mit dem heutigen Bild von Hitler bringen. Doch was optisch vielleicht auf den ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig wirkt, erhält durch die schauspielerische Imitation sofort einen Ausgleich. Jede Szene wird vom Darsteller in Besitz genommen und von ihm dominiert. Doch dabei mutiert der Film nicht zur reinen One-Man-Show, denn durch den guten restlichen Cast wird ein angenehmer Gegenpol zur doch recht einnehmenden Leistung geschaffen. Das liegt zu großen Teilen daran, dass man mit Schauspielern wie Christoph Maria Herbst, Fabian Busch und Katja Riemann nicht auf unbekannte Gesichter setzt, sondern auf Darsteller, die etwas von ihrem Handwerk verstehen.

Die Bild- und Tonqualität sind gemessen des Produktionswerts für einen Film aus deutschen Landen recht zufrieden stellend. Am ehesten treten kleine Schwächen in sehr schwarzhaltigen Szenen auf, doch ansonsten wird das Bild zumeist gut eingefangen. Die Kameraführung ist immer in Ordnung und weist höchstens im ersten Akt einige Wackler auf, was aber auf ein erzählerisches Mittel zurückzuführen ist und die Nähe des Films zur Realität unterstützen soll. Er ist wieder da SzenenbildEbenso klar wie das Bild ist auch der Ton, welcher wenig überraschend nur auf der deutschen Tonspur enthalten ist, dafür aber gleich mit Audiokommentar oder für Hör- und Sehbehinderte abgespielt werden kann.

Wenn man es so betrachten will, ist der Audiokommentar das Erste von den sehr umfangreichen Extras. In dieser Fassung des Films, erhält man einige Einblicke in die Produktion des Films und über die Grundthese der Vorlage. Diese werden im Making-of und in den Interviews fortgeführt, in denen sich auch der Cast und die Crew zur Thematik äußern dürfen. Beim restlichen Bonusmaterial handelt es sich um eher kosmetische Extras. Mit entfernten und erweiterten Szenen und dem Material vom Probedreh wird dem Zuschauer ermöglicht noch einmal in die Geschichte einzutauchen und die Grundthese erneut zu überdenken. Als letzter Teil des Bonusmaterials enthält die Disc noch einige Trailer, welche aber das schwächste Extra ist. Alles in allem sollte man dem gesamten Bonusmaterial durchaus einen Blick schenken.


Fazit:
Die Romanverfilmung zum gleichnamigen Buch Er ist wieder da wurde von Regisseur David Wnendt zu einer intelligenten Komödie mit einer erschreckend ehrlichen Schlusspointe verarbeitet. In der satirischen Aufarbeitung der Geschichte setzt sich die Erzählung spielerisch mit den heutigen Problemen Deutschlands auseinander und liefert somit ein interessantes und authentisches Zeitzeugnis über die politische Stimmung Deutschlands des Jahres 2014. Eine Komödie, bei der man an manchen Stellen zweimal über das eigene Lachen nachdenken sollte.

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by Marvin Schmidt
Bilder © Universal Pictures / Constantin Film