Entourage - The Movie - Blu-ray

Blu-ray Start: 03.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 104 min

Entourage - The Movie Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Filmstar Vincent Chase (Grenier) und seine Jungs Eric (Connolly), Turtle (Ferrara) und Johnny (Dillon) sind wieder da – und machen einmal mehr gemeinsame Sache mit dem Superagenten und inzwischen zum Studioboss aufgestiegenen Ari Gold (Piven). Ihre Ambitionen haben sich ein wenig verlagert, aber ihre Freundschaft bleibt unerschütterlich, während sie sich im unberechenbaren Haifischbecken von Hollywood tummeln.

"Entourage" ist die mit Spannung erwartete Kinoversion der preisgekrönten HBO-Hit-Serie. In den Hauptrollen sind die Originaldarsteller zu sehen: Kevin Connolly, Adrian Grenier, Kevin Dillon, Jerry Ferrara und Jeremy Piven.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Die Gang
- Hollywood, Baby!
- Das Making-of von Hyde
- Nicht verwendete Szenen
- Verpatzte Szenen
- Das jüngste Mitglied von Entourage
- Lucas Ellin ist Jonah Gold

DVD und Blu-ray | Entourage - The Movie

Blu-ray
Entourage - The Movie Entourage - The Movie
Blu-ray Start:
03.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 104 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Entourage - The Movie Entourage - The Movie
DVD Start:
03.12.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Entourage - The Movie

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Von 2004 bis 2011 strahlte HBO insgesamt acht Staffeln der beliebten und kultigen Serie um die Hollywood-Karriere des aufstrebenden Schauspielers und späteren Superstars Vincent Chase und seiner „Entourage“, einer engen Anhängerschaft von treuen Jugendfreunden um Manager Eric 'E' Murphy, seinem großen Bruder Johnny „Drama“ und Fahrer/Assistent u.a. Turtle aus. Lose basierte die Show auf Mark Wahlbergs (der auch als Produzent fungierte) ersten Jahren in Hollywood. Die Rufe der Fans nach einer Fortsetzung der wilden und dekadenten Abenteuer der Gang waren laut und immer wieder wurde über die Jahre ein Spielfilm von Produzent und Schöpfer Doug Ellin angekündigt, dieses Jahr war es schließlich so weit. Der Streifen blieb mit einem Einspiel von gut 45 Millionen Dollar hinter den finanziellen Erwartungen zurück und auch von der Kritik kam größtenteils eher Böses. Doch auch wenn der „Entourage“ Film letzten Endes nicht viel mehr als eine ausgedehnte Episode in Spielfilmlänge ist, werden gerade treue Fans sich am Wiedersehen mit den Jungs erfreuen und viel Spaß haben.

In einer etwas frustrierenden kreativen Entscheidung macht Doug Ellin, der hier neben dem Drehbuch auch für die Regie verantwortlich war, in wenigen Sekunden alles rückgängig, was im zufriedenstellenden Finale der letzten Staffel schön zu Ende erzählt wurde. Die Handlung setzt quasi unmittelbar nach dem Finale an, Vincents Ehe wurde bereits wieder annulliert, ebenso hat sich Sloan (Emmanuelle Chriqui) mal wieder von E getrennt, da er bekanntlich was mit ihrer Stiefmutter hatte. Super-Agent Ari Gold (Jeremy Piven) konnte sich auch nicht wie geplant mit Miss Ari (Perrey Reeves) nach Italien zurückziehen, viel zu groß war die Anziehungskraft des Angebots von Studioboss John Ellis (Alan Dale), das Studio zu leiten. Dramas persönliche Erfüllung, seine Cartoonshow „Johnny Bananas“ wurde auch schon wieder abgesetzt, seine langersehnte Rolle im Bergarbeiterfilm wird gar nicht mehr erwähnt. So ist wieder also alles beim Alten.

Für Neueinsteiger (wobei ein Ansehen des Films für Anfänger irgendwie unsinnig erscheint) wird am Anfang eine kurze Reportage des britischen TV-Journalisten Piers Morgan gezeigt, die hinter die Kulissen von Vinces neuem Großprojekt „Hyde“ blickt, bei dem er nun sogar zum ersten Mal als Regisseur unter Aris Ägide fungiert. Hierbei werden alle Mitglieder der Entourage und ihre Beziehungen zueinander kurz zusammengefasst. Eigentlich ganz clever und ökonomisch erzählt, so wirkt der Film zumindest auf dem Papier wie etwas Eigenständiges, für das man nicht zwingend Vorwissen braucht.

Im Fokus des Film stehen primär die Schwierigkeiten der Finanzierung von Vinces Film, der Aris erstes Projekt als Studiochef ist und an dem die Karrieren aller Beteiligten zu hängen scheint. Mitfinanziert wird der Film von den texanischen Milliardären Larsen (Billy Bob Thornton) und seinem ätzenden Sohn Travis McCredle (Haley Joel Osment), die Ari um eine weitere Finanzspritze bitten muss, da der Film bereits 15 Millionen Dollar über dem Budget ist. Travis wird nach Hollywood geschickt, um sich ein Bild von dem Film zu machen, wodurch die Probleme erst richtig los gehen...
E versucht derweil, Sloan bei ihrer Schwangerschaft zu unterstützen, hat aber zu seiner eigenen Überraschung viel zwanglosen Sex nebenher. Natürlich steht auch seine Reputation mit dem Gelingen des Films auf dem Prüfstand. Turtle verliebt sich in die UFC-Kämpferin Ronda Rousey und Drama erhofft sich erneut den großen Durchbruch als ernstzunehmender Schauspieler mit einer wichtigen Nebenrolle in Vinces Film. Ari Gold ist sein altes Ich, ein wildes, dauerfluchendes Energiebündel voller clever verpackter verbaler Tiraden, das versuchen muss, seine neue Rolle als Studiochef ebenso in den Griff zu kriegen wie mal wieder seine Ehe.

Dem Film fällt es zu keinem Zeitpunkt schwer, die Energie und Atmosphäre der Serie wieder einzufangen. Es macht einfach Spaß wieder mit den Charakteren abzuhängen, ihr Zusammenspiel ist so gut wie eh und je, ganz so, als wären sie nie weg gewesen. Schade ist es natürlich, dass die erzählerischen Bögen, die am Ende der Serie eigentlich ein gutes Ende gefunden haben, wieder zunichte gemacht werden und die Weiterentwicklung der Figuren wieder vergessen ist. Viele Lacher sind hier (erneut: zumindest für Fans) aber garantiert. Neben dem gewohnt furiosen Jeremy Piven und dem sehr lustigen Kevin Dillon ist es überraschenderweise vor allem „The Sixth Sense“ Kinderstar Haley Joel Osment, der als kotziges, stinkreiches Vatersöhnchen mit dick aufgetragenem texanischen Akzent in seinen Auftritten die Show stiehlt. Auch sein Vater Billy Bob Thornton ist natürlich die gewohnt belebende Präsenz, jedoch hat er nur zwei kurze Momente, in denen er strahlen kann.
Obwohl der Film für Fans den gewohnten kurzweiligen Spaß bietet, kriegt man das Gefühl nicht los, dass hier eben der Inhalt einer ganzen Staffel in einen Film gepresst wurde. Gerade am Ende fühlt es sich dann eben so an, als müsste ganz schnell alles fertig erzählt werden, wodurch der Film dann letztlich weniger einen Abschluss bietet wie das Finale der achten Staffel. Man will mehr, und wenn es nach Doug Ellin geht, würde es wohl auch weitere Filme geben, doch bei dem enttäuschen Einspiel bleibt das wohl fraglich. Alle Erzählstränge wirken irgendwie nicht zufriedenstellend zu Ende erzählt, insgesamt ist der Film unfokussiert und wirkt im schlimmsten Fall wie ein Best-of der Serie, das absolut nichts Neues zu sagen hat. Klar, der Film ist überall etwas größer und aufwändiger, ästhetisch etwas aufpolierter, vor allem gibt es eine Armada an manchmal etwas erzwungen wirkenden Cameo-Auftritten, doch insgesamt wird hier nicht viel aus der filmischen Form gemacht. Eine Rechtfertigung für die Umsetzung der „Story“ als Film und nicht als weitere Staffel scheint nicht so richtig gegeben zu sein. Trotz dieser Kritik bleibt am Ende eine Sache wesentlich: „Entourage“ ist ein sehr spaßiger und kurzweiliger Film, der für gute Laune sorgt und das Loch, das durch das Ende der Serie geschaffen wurde, zumindest kurz füllt. Schade nur, dass das Potential nicht mehr genutzt wurde und Überraschungen hier aus bleiben.

Bild
„Entourage“ wird auf Blu-ray in exzellenter Bild- und Tonqualität präsentiert. Optisch bietet sich ein makelloses Bild mit warmen und sehr lebhaften Farben, hervorragenden Kontrast- und Schwarzwerten. Das Bild ist enorm scharf und knackig, der Detailumfang sehr hoch. Los Angeles und die anderen verführerischen Drehorte mit ihren schönen Menschen kommen hier außerordentlich lebendig und plastisch zur Geltung.

Ton
So lebhaft wie das Bild zeigt sich auch die akustische Umsetzung der Disc. Immer wieder ertönen die „Entourage“-typischen basslastigen, meist Hip Hop-Tracks aus allen Lautsprechern, die Musik ist überaus voluminös und dynamisch abgemischt. Auch atmosphärische Töne verlagern sich immer wieder auf die Surround-Kanäle. Dialoge und Stimmen sind stets klar und deutlich mit perfekter Lautstärke abgemischt. Eine tadellose technische Präsentation.

Extras
Das Bonusmaterial ist allenfalls als solide zu bezeichnen. Am interessantesten ist hier noch das Zusammensitzen der „Entourage“ mit Doug Ellin in „Die Gang“, bei der im recht lockeren Gesprächston über die Entstehung der Serie und des Films geplaudert wird und in Erinnerungen geschwelgt wird. Auch bei manchen Staffeln fanden sich solche Interviews auf den DVDs, somit sollten hier auch nicht zu viele neuen Informationen für Fans enthalten sein. „Hollywood, Baby!“ geht dann kurz etwas auf den Dreh des Films als kurze Hinter-den-Kulissen Featurette ein. Das Making-of von Hyde ist etwas augenzwinkernd zu betrachten, denn es findet in der Realität der Serie statt. Die nicht verwendeten Szenen sind größtenteils nur verlängerte bzw. auch alternative Szenen und bieten nicht viel neues wesentliches Material. Die beiden letzten Featurettes über Doug Ellins Sohn, der Aris jüngsten Spross spielt, sind völlig überflüssig.
Die Gang (14:18 Min.)
Hollywood, Baby! (08:28 Min.)
Das Making-of von Hyde (04:34 Min.)
Nicht verwendete Szenen (18:39 Min.)
Verpatzte Szenen (02:46 Min.)
Das jüngste Mitglied von Entourage (02:16 Min.)
Lucas Ellin ist Jonah Gold (01:59 Min.)


Fazit:
Ein nettes und kurzweiliges Wiedersehen mit der legendären „Entourage“ Crew, das für den Moment viel gut aufgelegten und gewohnten Spaß bietet, aber letztlich zu wenig Ambition aufzeigt, um die Umsetzung als Film zu rechtfertigen. Für Fans dennoch ein willkommener Spaß, für Neueinsteiger vielleicht der richtige Appetizer, um mit der Serie zu beginnen.

by Florian Hoffmann
Bilder © Warner Home Video