Enemy (Limited Steelbook Edition) - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min

Enemy (Limited Steelbook Edition) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Dem Geschichtsprofessor Adam (Jake Gyllenhaal) erscheint das Leben wie ein endloser, nicht greifbarer Traum. Gelangweilt von seinem Alltag und seiner Beziehung, lässt er Tag um Tag in Lethargie verstreichen - bis er in einem Film den Schauspieler Anthony (Jake Gyllenhaal) entdeckt, der ihm bis aufs Haar gleicht. Verstört aber auch fasziniert, beschließt er seinen Doppelgänger aufzuspüren. Seine Neugier steigert sich zur Besessenheit. Je tiefer Adam in Anthonys Welt eindringt und dabei auch dessen Frau (Sarah Gadon) näher kommt, desto mehr scheinen die Grenzen zwischen beiden Personen und ihren Leben zu verschwimmen. Aus der anfänglichen Faszination entwickelt sich ein bizarres und tödliches Spiel, welches nur einer überleben wird ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Interviews
- Featurettes
- Teaser
- Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Enemy (Limited Steelbook Edition)

Blu-ray
Enemy (Limited Steelbook Edition) Enemy (Limited Steelbook Edition)
Blu-ray Start:
10.10.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 90 min.

zur Blu-ray Kritik
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Blu-ray Start:
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DVD
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Blu-ray Kritik - Enemy (Limited Steelbook Edition)

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Mit „Prisoners“ landete Denis Villeneuve 2013 einen riesen Hit und konnte für seinen zweiten amerikanischen Film gleich die beiden hochkarätigen Schauspieler Jake Gyllenhaal („Source Code“) und Hugh Jackman („X-Men“) als Protagonisten gewinnen. Nun erscheint mit „Enemy“ etwas verspätet sein amerikanisches Regiedebüt, dass ebenfalls 2013 in den Kinos anlief, dem allerdings wesentlich weniger Aufmerksamkeit geschenkt wurde.

Adams (Jake Gyllenhaal, „Donnie Darko“) Leben ist eine Farce: Der Uniprofessor ist gefangen in seiner alltäglichen Routine, die kein Entkommen zulässt und ihn dabei immer weiter zu Boden reißt. Das ändert sich schlagartig, als er in einem Film einen Nebendarsteller sieht, der ihm vollständig gleicht. Er beschließt, seinen Doppelgänger namens Anthony (ebenfalls von Jake Gyllenhaal gespielt) aufzusuchen. Doch die anfängliche Neugier entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel, an dessen Ende es nur einen Überlebenden geben kann…

Villeneuves amerikanisches Filmdebüt basiert auf einem Roman des spanischen Schriftstellers José Saramago, der auch schon die Vorlage für „Die Stadt der Blinden“ verfasst hat. Während „Enemy“ zu Beginn noch einem geradlinigen Thriller gleicht, merkt der Zuschauer schnell, dass er sich hier auf einen surrealen und abgefahrenen Trip eingelassen hat. Villeneuve spielt virtuos mit seinen bräunlich angehauchten Filmszenen und nutzt die Doppelrolle Jake Gyllenhaals geschickt aus. Dieser brilliert als Adam und Anthony und spielt bravurös ein zwei Rollen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Dabei taucht der Betrachter in einen Film ein, der bis zum letzten architektonischen Detail seiner Umgebung perfekt durchgeplant ist und sein Setting – bestehend aus bedrohlichen Betonbauten – perfekt in Szene setzt. Währenddessen lauert ständig die Frage im Raum, welches Ende die beiden Doppelgänger erfahren werden und welche Metapher hinter dem sinnfreien Einsatz riesiger Spinnen steht. Bis zum surrealen Ende hin hält Villeneuve die Spannung beständig auf Trab und lässt mehr als einmal durchblicken, dass Stanley Kubrick zu einem seiner großen Vorbilder zählt. So wundert es nicht, dass man nach Ablauf der 90 Filmminuten wie geplättet vor dem Fernseher sitzt, sich fragt, was man hier gerade gesehen hat und fleißig beginnt, die Lage detailliert zu evaluieren. „Enemy“ ist mit Sicherheit kein standardmäßiger Thriller aus der Hollywoodschmiede, sondern ähnelt viel mehr einem kleinen Independentfilm, der das Potenzial besitzt, Kultstatus zu erlangen. Da ist Jake Gyllenhaals Schauspieldebüt in „Donnie Darko“ nicht fern…

Das Bild der Blu-ray besticht durch seine Schärfe, der es perfekt gelingt, die kantige Szenerie einzufangen. Dabei legt der braune Filter stets eine bedächtige Atmosphäre über den Film, die sich perfekt in das Geschehen einfügt. Tontechnisch bietet die Disc deutschen und englischen DTS-HD Master Audio 5.1-Sound, der in beiden Sprachfassungen durch ein ausbalanciertes Surround-Feeling überzeugt.
Die Extras umfassen unter anderem ein rund 20-minütiges Making of, diverse Interviews mit den Darstellern und Regisseur Villeneuve, sowie ein kurzes Feature und den Kinotrailer des Films.

Fazit: Surreales Independentkino, das zwar mehr Fragen aufwirft, als es beantworten kann, den Zuschauer dafür aber in einen atmosphärisch dichten und nahezu bedrohlichen Bann zieht, wie es einem Film nur selten gelingt. Getragen wird das Werk dabei von Jake Gyllenhaal, der eine Glanzleistung in seiner Doppelrolle absolviert.

by Yannik Riedl
Bilder © Alive / Capelight Pictures