Elliot, der Drache - Blu-ray

Blu-ray Start: 05.01.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min

Elliot, der Drache Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Seit Jahren erfreut Holzschnitzer Mr. Meacham (Robert Redford) die Kinder aus der Nachbarschaft mit Geschichten über einen wilden Drachen, der in den tiefen Wäldern des Pazifischen Nordwestens lebt. Für seine Tochter Grace, Försterin in der Umgebung, waren diese Geschichten nie mehr als Legenden, bis sie den Jungen Pete (Oakes Fegley) kennenlernt... Der mysteriöse Zehnjährige hat weder Familie noch ein Zuhause und behauptet, zusammen mit einem gigantischen grünen Drachen namens Elliot in den Wäldern zu leben. Auf wundersame Weise hat das Wesen aus Petes Beschreibungen große Ähnlichkeit mit dem Drachen aus Mr. Meachams Geschichten. Zusammen mit der elfjährigen Natalie (Oona Laurence), der Tochter von Sägewerkbesitzer Jack (Wes Bentley), macht es sich Grace zur Aufgabe, Petes Herkunft und das Geheimnis seines Drachens zu lüften...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch: DTS-HD HR 5.1
Englisch: DTS-HD MA 7.1
Spanisch: DTS Digital Surround 5.1
Untertitel:
Deutsch, Spanisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• „Notiz an mich": das Tagebuch des Regisseurs
• Wie Magie entsteht
• „Verschwindende" Momente
• Pannen vom Dreh
• Audiokommentar
• „Nobody Knows": Musikvideo von The Lumineers
• „Something Wild": Musikvideo von Lindsey Stirling featuring „Andrew McMahon in the Wilderness"
• Willkommen in Neuseeland

DVD und Blu-ray | Elliot, der Drache

Blu-ray
Elliot, der Drache Elliot, der Drache
Blu-ray Start:
05.01.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 103 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Elliot, der Drache Elliot, der Drache
DVD Start:
05.01.2017
FSK: 6 - Laufzeit: 99 min.

Blu-ray Kritik - Elliot, der Drache

Blu-ray Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 9/10


Kann sich noch jemand an Disneys 'Elliot, das Schmunzelmonster' erinnern? Der Film aus dem Jahr 1977, der auf einer unveröffentlichten Kurzgeschichte von Seton I. Miller und S.S. Field aus den 50er-Jahren basiert, erzählte seinerzeit die Geschichte des Waisenjungen Pete, der bei seinen fiesen Adoptiveltern, den Gogans, aufwächst. Elliot, der Drache SzenenbildEines Tages lernt dieser den freundlichen Drachen Elliot kennen, mit dem er sich anfreundet und gemeinsam mit diesem vor seinen gemeinen neuen Eltern flieht. Der Film, für den sich Regisseur Don Chaffey ('Jason und die Argonauten' – 1963) verantwortlich zeichnete, war damals ein großer Erfolg und ist auch eigentlich jedem Disneyfan bekannt, allerdings gibt es den Film heutzutage nur in einer stark geschnittenen Version, da die damalige Fassung so gar nicht mehr ins Bild von Disneys familienfreundlicher Unterhaltung passt. Erfreulicherweise wird es zu einem derartigen Schnittgewitter bei der bald erscheinenden Neuinterpretation nicht kommen, denn 'Elliot, der Drache', so der Titel des Remakes von Regisseur David Lowery, hat nur noch wenig mit dem Original gemeinsam – was auch gut so ist!

Seit Jahren erfreut Holzschnitzer Mr. Meacham (Robert Redford) die Kinder aus der Nachbarschaft mit Geschichten über einen grünen Drachen, der in den Wäldern leben soll. Für seine Tochter Grace (Bryce Dallas Howard), Försterin in der Umgebung, waren diese Geschichten immer Legenden, bis sie den zehnjährigen Pete (Oakes Fegley) kennenlernt. Er hat weder Familie noch ein Zuhause und behauptet, zusammen mit einem Drachen namens Elliot in den Wäldern zu leben …

Wie eingangs bereits erwähnt, hat Disneys Neuinterpretation des Drachenabenteuers, das widerrum auf einem Drehbuch von Toby Halbrooks sowie Regisseur David Lowery basiert, nicht mehr viel mit dem Original gemeinsam – lediglich der Junge Pete und der Drache Elliot, der übrigens immer noch über die Fähigkeit verfügt sich unsichtbar zu machen, sind im Kern der Handlung erhalten geblieben. Elliot, der Drache SzenenbildPete wächst hier auch nicht bei seiner Gogans-Pflegefamilie auf, sondern wird aufgrund einer schrechlichen Tragödie, die sich während eines Famileinausfluges zuträgt, zur Waise und muss fortan alleine im dortigen Wald um sein Leben bangen. Doch zum Glück macht er in diesem Bekanntschaft mit einem Drachen, mit dessen Hilfe er lernt, sich ohne andere Menschen zurecht zu finden. Nach sechs langen Jahren ist aus dieser Begegnung einige innige Freundschaft entstanden, die allerdings gefährdet wird, als eines Tages ganz in der Nähe ihrer Höhle eine Baurodung beginnt. Diese ist letztlich auch der Grund dafür, weshalb der Junge überhaupt in der Wildnis von der Försterin Grace (Bryce Dallace Howard) und deren Tochter Natalie (Oona Laurence) entdeckt wird. Während diese gemeinsam mit ihrem Vater (Robert Redford) versucht, die Umstände zu klären, wie es Pete geschafft hat, in dieser langen Zeit im Wald alleine zu überleben, begibt sich widerrum der ungehobelte Sägewerkbetreiber Gavin (Kark Urban) gemeinsam mit seinen Männern auf die Jagd nach Elliot, der sich im Wald versteckt hält.

Es ist wirklich bedauerlich, dass das Remake des Disney-Klassikers, welches den Originaltitel 'Pete's Dragon' trägt, kein großer Erfolg an den Kinokassen war. Zwar hat es das rund 65 Millionen US-Dollar teure Projekt nur auf ein weltweites Einspielergebnis von 142 Millionen gebracht, weshalb der Titel durchaus als Flop bezeichnet werden kann – entgehen lassen sollte man sich diesen jedoch keinesfalls. Elliot, der Drache SzenenbildDer Film des relativ unbekannten Regisseurs David Lowery ('The Saints – Sie kannten kein Gesetz') hat nämlich nicht nur durchweg positive Kritiken erhalten, sondern liefert zudem ganz große Bilder und Gefühle, wie es schon lange kein Remake mehr vermochte. Die Geschichte ist herzallerliebst, das Set-Design sowie die Spezialeffekte von Weta Digital ('Der Herr der Ringe' / 'Der Hobbit' / 'The Jungle Book') wissen vollauf zu überzeugen und auch die Figuren im Film agieren durch die Bank weg souverän – allen voran die schauspielrische Leistung des noch sehr jungen Kinderdarstellers Oakes Fegley, der hier in seinem sechsten Film zu sehen ist, ist wahrlich beeindruckend. Beeindruckend… diese Bezeichnung trifft auch auf die Leistung der neuseeländischen Effektschmiede Weta Digital zu, welche dem Drachen Elliot mit purer Magie Leben einhauchen und das Fantasiewesen nahezu realistisch erscheinen lassen. Den ambitionierten Animateuren ist es doch tatsächlich gelungen, die Interaktion zwischen Mensch und Drache optisch auf ein völlig neues Level zu heben und das bei einem relativ geringen Produktionsbudget.

Bild- und Tonqualität:
Der vorliegende Tranfer im Seitenverhältnis von 2,39:1 (16:9) gibt erfreulicherweise kaum Anlass zu Kritik und präsentiert sich überaus ansehnlich. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben zwar etwas monoton aber dennoch natürlich und auch das Kontrastverhältnis muss als ausgewogen bezeichnet werden. Daraus resultiert eine gute Plastizität mit einer tollen Detailzeichnung, vor allem die Passagen in denen sich das Fell von Elliot anders grün färbt, sind sehr beeindruckend. Als einziger Makel kann hier eigentlich nur der Schwarzwert angeführt werden, der leider nicht immer in allen Szenen perfekt ausbalanciert und deswegen manchmal etwas zu hell ausgefallen ist. Der deutsche Sound ist ebenfalls auf einem hohen Niveau, wenn auch dieser nur als verlustbehafteten DTS-HD High Resolution 5.1-Mix vorliegt. Richtig viele Actionszenen hat 'Elliot, der Drache' jetzt zwar nicht zu bieten, aber dennoch klingt die Abmischung sehr aktiv und direkt, was sich vor allem bei den Flugszenen oder der Brückensequenz gegen Ende des Films bemerkbar macht. Elliot, der Drache SzenenbildAnsonsten übernimmt eher der stimmige Score von Komponist Daniel Hart, der den zunächst angedachten Oscar-Preisträger Howard Shore ersetzt, den dominanten Part, welcher dem Kinderfilm mit seinen meist ruhigen Stücken eine dauerhaft magische Atmosphäre verleiht. Insgesamt betrachtet ein sehr guter deutscher Ton, der nicht nur ausgewogen klingt sondern bei dem auch die Dialoge stets klar und verständlich wiedergegeben werden. Weitere auf der Disc enthaltene Tonspuren sind DTS-HD Master Audio 7.1 in Englisch sowie Spanisch als DTS 5.1-Mix.

Exras
Einige interessante und gleichermaßen informative Specials haben es ebenfalls auf die Blu-ray geschafft, welche sich wie folgt aufteilen:
▪ Audiokommentar
▪ „Notiz an mich“: Das Tagebuch des Regisseurs (7:31 min.)
▪ Wie Magie entsteht (2:12 min.)
▪ „Verschwindende“ Momente (9:12 min.)
▪ Pannen vom Dreh (1:55 min.)
▪ „Nobody knows“: Musikvideo von The Lumineers (3:12 min.)
▪ „Something Wild“: Musikvideo von Lindsey Stirling featuring „Andrew McMahon in the Wilderness“ (3:45 min.)
▪ Willkommen in Neuseeland (1:56 min.)

Elliot, der Drache Szenenbild Den Anfang macht ein Audiokommentar der etwas anderen Art, bei welchem sich nicht nur Regisseur und Co-Autor David Lowery sowie Co-Autor Toby Halbrooks, sondern auch die Jungstars Oakes Fegley und Oona Laurence zu Wort melden. Interessant jedoch leider etwas kurzweilig geht es in den Featurettes „Notiz an mich“ sowie „Wie Magie entsteht“ zu, welche nicht nur Wissenswertes über die Produktion verraten sondern zudem auch einige Einblicke hinter die Kulissen gewähren. Weiter geht es mit „Verschwindende Momente“ in dem man einige entfallene Szenen zu sehen bekommt, wohingegen „Willkommen in Neuseeland“ einen kurzen Einblick in die Wälder Neuseelands gewährt, in denen der Film gedreht wurde. Abgerundet wird das Bonusmaterial abschließend mit zwei Musikvideos, wobei auch noch erwähnt werden muss, das sämtliche Extras in HD vorliegen und auch deutsche Untertitel bieten – der Audiokommentar selbstverständlich auch. Auf ein Wendecover ohne störendes FSK-Logo hat man hingegen leider verzichtet.


Fazit:
Ich bin ehrlich: Als ich mitbekommen habe, das es ein Remake zu 'Elliot, das Schmunzelmonster' geben wird, war ich zunächst sehr skeptisch. Wie sollte ein 42-jähriger Klassiker, dessen Handlung zu einem großen Teil aus längeren Gesangs- und Tanzeinlagen besteht, in die heutige Zeit passen und den Bedürfnissen heutiger Kinogänger entsprechen? Aber ich wurde vom Film, den ich selbst, wie auch vermutlich viele andere bewusst im Kino gemieden habe, sehr positiv überrascht. 'Elliot, der Drache' ist eines der schönsten Remakes eines Kinderfilms geworden, das ich jemals zu sehen bekommen habe. Wer sich dieses überaus unterhaltsame und vor allem techisch beeindruckende Fantasy-Abenteuer, das wirklich für die ganze Familie geeignet ist, entgehen lässt, ist selbst schuld!

by Roland Nicolai
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment