Elizabeth Harvest (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook) - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.01.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 109 min

Elizabeth Harvest (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Nach ihrer Hochzeit mit dem brillanten und vermögenden Wissenschaftler Henry zieht die junge Elizabeth in sein luxuriöses Anwesen in den Bergen. Henry legt seiner frisch angetrauten Ehefrau die Welt zu Füßen – ihr Leben scheint perfekt zu sein. Doch Elizabeth spürt, dass etwas nicht stimmt: In dem riesigen Haus gibt es einen verschlossenen Raum, den sie unter keinen Umständen betreten darf. Als sie es eines Tages dennoch wagt, die Tür zu öffnen, stößt sie auf ein dunkles Geheimnis ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook mit Blu-ray und DVD sowie 24-seitigem Booklet, Making-of, Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Elizabeth Harvest (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)

Blu-ray
Elizabeth Harvest Elizabeth Harvest
Blu-ray Start:
25.01.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 109 min.
Elizabeth Harvest (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook) Elizabeth Harvest (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)
Blu-ray Start:
25.01.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 109 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Elizabeth Harvest Elizabeth Harvest
DVD Start:
25.01.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

Blu-ray Kritik - Elizabeth Harvest (2-Disc Limited Collector’s Edition im Mediabook)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 7/10


Sebastian Gutierrez, Regisseur von "Girl walks into a Bar" und "Rise: Blood Hunter" wagt mit seinem neuen Werk "Elizabeth Harvest" einen Abstecher ins Sci-Fi Thriller Genre. In den Hauptrollen zu sehen sind Abbey Lee ("The Neon Demon"), Ciarán Hinds ("Rom") und Carla Gugino ("Haunting in Hill House").

Der brillante wie eigensinnige Gen-Wissenschaftler Henry (Ciarán Hinds) träumt von der perfekten Frau. Sein Glück, dass er das nötige Know-How, die Mittel und die Finanzen besitzt, um sich diesen Traum erfüllen zu können. Das Ergebnis, die schöne wie zerbrechliche Elizabeth (Abbey Lee), tanzt jedoch immer im selben entscheidenden Moment des ultimativen Vertrauensbeweises aus der Reihe. Die Bitte, einem einzigen Raum im eigens für sie und Henry kreierten Haus fern zu bleiben, ist viel zu verlockend, um sie erfüllen zu können. So betritt sie wieder und wieder diesen Raum, in dem sie über einen Klon ihrer Selbst stolpert, fliehen will und kurzerhand von Henry getötet wird. Bereits mehrere Male scheiterte der Versuch an der selben Stelle, bis eines Tages nicht alles nach Plan läuft und die Schöpfung ihren Schöpfer unschädlich macht. Anhand zurückgelassener Aufzeichnungen der Hausbediensteten Claire (Carla Gugino) stößt sie auf das schreckliche Geheimnis ihrer Herkunft.

Ciarán Hinds und Abbey Lee in Elizabeth Harvest
Ciarán Hinds und Abbey Lee in Elizabeth Harvest © capelight pictures
Die Ausgangssituation, in der Henry und Elizabeth in ihrem "neuen" zu Hause ankommen, der verschachtelte, aber stilvoll eingerichtete Komplex fernab vom Schuss und der leicht starre bis geistesabwesende Ausdruck auf Elizabeths Gesicht lassen den Zuschauer schon in den ersten Minuten erahnen, dass mit der glücklichen, frisch geschlossenen Ehe irgendwas nicht stimmt. Wenige Minuten später wird das Geheimnis um die kindliche aber trotzdem programmiert wirkende junge Frau auch schon gelüftet, und der erste Aha-Moment stellt sich ein: Wir haben es mit einem Klon zu tun. Das allein lässt Spielraum für allerhand wahnwitzige Szenarien, die sich eventuell daraus noch ergeben könnten. Besonders die Kulissen, die oft durch grelle Farben ausgeleuchtet eine interessante, leicht psychedelische Atmosphäre erzeugen und die geistesabwesende Haltung der Titelgebenden Protagonistin Elizabeth wecken Interesse. Der abgeschiedene Handlungsort, das merkwürdige Verhalten der Hausangestellten Claire (Carla Gugino) und Oliver (Matthew Beard) und auch das zunehmend kälter werdende Verhalten von Henry verursachen ein ungutes Gefühl und lassen den Spannungsbogen gemächlich aber stetig ansteigen, bis es zur ersten Eskalation kommt und Elizabeth für den Verstoß gegen die einzige ihr auferlegte Regel zum ersten Mal mit dem Leben bezahlt.

Carla Gugino in Elizabeth Harvest
Carla Gugino in Elizabeth Harvest © capelight pictures
Die anschließende Wiederholung der bereits zuvor gezeigten Prozedur im beinahe exakt gleichen Wortlaut vermittelte kurzzeitig das Gefühl sich in einer SciFi- Version von "Und täglich grüßt das Murmeltier" zu befinden, immer in der Hoffnung, dass die kindlich unschuldige Elizabeth diesmal anders handelt, als die Male zuvor. Ungefähr in der Mitte gibt es eine interessante und unvorhersehbare Wendung, die versucht, unkonventionellere Wege zu beschreiten, und die Spannung noch zu erhöhen. Dabei bußt der Film leider massiv an Atmosphäre ein und plätschert mehr bedeutungslos vor sich hin. Ständig versucht Gutierrez durch neue hanebüchene Twists den Zuschauer bei Laune zu halten, was aber aufgrund der mangelnden Nachvollziehbarkeit nicht so ganz gelingen will und gerade zum Ende hin allgemeine Verwirrung stiftet. Darstellerisch lässt sich an dieser Stelle kaum etwas Negatives über den fünfköpfigen Cast sagen. Ciarán Hinds, bekannt aus der Historienserie "Rom" bringt einen vielschichtigen und introvertierten Wissenschaftler auf die Leinwand, der einfach drastische Wege geht, um seinen Traum von der perfekten Partnerin zu verwirklichen. An seiner Seite spielt Abbey Lee die Rolle der nichtsahnenden Elizabeth, die besonders durch ihre schier grenzenlose Naivität und die märchenhafte Ausstrahlung positiv hervorzuheben ist. Auch Carla Gugino, die zurzeit in einer der besten aktuellen Horrorserien "Spuk in Hill House" auf Netflix zu sehen ist, macht ihre Sache grundsolide und würzt die ohnehin schon recht abstruse Grundsituation durch ein Wechselspiel zwischen Verbitterung und Loyalität. In den beiden verbleibenden Rollen zu sehen sind außerdem Matthew Beard als Oliver, sowie Dylan Baker als Sheriff Logan, die jedoch weniger Screentime in diesem Kammerspielartigen Psychodrama inne haben.

Ciarán Hinds und Abbey Lee in Elizabeth Harvest
Ciarán Hinds und Abbey Lee in Elizabeth Harvest © capelight pictures
Zensur: "Elizabeth Harvest" ist ein rein auf Atmosphäre und Storytelling ausgelegter Thriller, der zwar den ein oder anderen Gewaltakt beinhaltet, dies aber alles im Off stattfinden lässt. So ergibt sich die von der FSK verabreichte 16er Freigabe, bei der aber auch eine FSK 12 durchaus denkbar gewesen wäre.

Bild: Das Bild ist eine der stärksten Attribute, mit denen "Elizabeth Harvest" auftrumpfen kann. Besonders der Einsatz besonders greller Farben erzeugt eine ganz eigene Stimmung, bei dem aber jeder für sich entscheiden sollte, ob er oder sie so etwas mag oder eben nicht. In jedem Fall dominieren diese nicht, wie bspw. bei "Mandy", sondern wurden punktuell genutzt um bestimmte Schlüsselmomente zu unterstreichen. Abgerundet wird das Ganze durch eine satte Farbgebung und kristallklaren Konturen.

Ton: Der Ton ist in einem DTS - HD Master 5.1 in zwei Audiospuren (deutsch, englisch) vorhanden und besticht besonders durch teils melancholische, teils flippige Sounduntermalung, die sich durch den gesamten Film zieht. Das Lautstärkenverhältnis zwischen gesprochener Sprache und Effekten ist ausgewogen und fällt nicht negativ ins Gewicht.

Extras: Die Extras sind meistens der Vorteil, wenn man das Vergnügen hat ein Mediabook vor der Nase zu haben, in dem allein das Booklet schon aufschlussreiche Informationen rund um den Film liefert. Hier z.B. haben wir ein 24-seitiges Booklet mit umfangreichem Interview mit Regisseur Gutierrez, in dem er Beweggründe für die Erschaffung von "Elizabeth Harvest" liefert und seine Intention hinter der Geschichte verdeutlicht. Wem das nicht genügt, der findet auf der Disc selbst noch ein Making Of und diverse Trailer.


Fazit:
Was mit einem interessanten und vielversprechenden Auftakt beginnt, entwickelt sich leider spätestens ab der Hälfte zu einem verwirrenden Durcheinander, an dem ich hinten heraus leider weniger Freude gefunden habe. Zwar erzeugen die grellen Farben mit passend psychedelischem Soundtrack erst für wohlig bizarre Stimmung, jedoch will die Handlung möglichst twistreich wirken, kannibalisiert sich aber leider zunehmend selbst, sodass im Endeffekt ein fader, kleiner Sci-Fi Thriller dabei herauskommt, den man wahrscheinlich ausschließlich aufgrund seines coolen Looks und einer umwerfend schönen Hauptdarstellerin im Gedächtnis behalten wird.


by Christoph Berger
Bilder © Alive / capelight pictures