Ein Becken voller Männer - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.11.2019
Digital VoD: 24.10.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 122 min

Ein Becken voller Männer Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eine Gruppe Männer im besten Alter und jeder davon mitten in einer handfesten Lebenskrise: Was liegt da näher, als kurzerhand das erste männliche Synchronschwimmteam ihrer lokalen Badeanstalt zu gründen? Mit Badehose und Schwimmhaube wollen sie es mit der eigenen Midlife-Crisis und der internationalen Konkurrenz im Wasserballett aufnehmen. Der Skepsis und dem Spott ihrer Mitmenschen zum Trotz, und gedrillt von zwei ebenfalls ein wenig vom Weg abgekommenen Trainerinnen, begeben sich die wassersportliebenden „Schönschwimmer“ auf ein unwahrscheinliches Abenteuer, an dessen Ende sie über sich hinauswachsen müssen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch, Französisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Behind the Scenes, Making Of, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Ein Becken voller Männer

Blu-ray
Ein Becken voller Männer Ein Becken voller Männer
Blu-ray Start:
07.11.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 122 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Ein Becken voller Männer Ein Becken voller Männer
DVD Start:
07.11.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 117 min.

Blu-ray Kritik - Ein Becken voller Männer

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Psychische Störungen im Film zu porträtieren, kann sich oft als problematisch herausstellen. Während den meisten Regisseuren der notwendige taktvolle Umgang mit der Thematik durchaus bewusst ist, vereinfachen sie diese oftmals zu sehr, weshalb vielen Filmen vorgeworfen wird, sich auf dem Niveau von „Küchenpsychologie“ zu bewegen. Auch der in diesem Jahr erschienene „Joker“ musste viele solcher Vorwürfe über sich ergehen lassen. Wobei die Drastik der in Joker dargestellten Ereignisse natürlich eine ernstere Herangehensweise fordert, während eine weniger zerstörerische Erkrankung wie Depression, es erlaubt auch eine leichtfüßige Komödie zu schaffen, die natürlich dennoch respektvoll mit dieser schwerwiegenden Störung um zu gehen hat. So konnte man im Fall von „Ein Becken voller Männer“ durch Wahl einer Komödie so von Anfang dem oben genannten Vorwurf zumindest zum Teil ausweichen, während der Respekt, den der Film seinen sympathischen Figuren gegenüber bringt, den Rest erledigt.

Familienvater Bertrand (Mathieu Amalric) ist seit zwei Jahren arbeitslos und verfällt so zunehmend in eine schwere Depression, die auch seine Frau und seine Kinder in ihrem Leben zunehmend beeinträchtigt. So weiß er sich kaum mehr zu helfen, bis er eines Tages beschließt dem lokalen Synchronschwimmteam der Männer beizutreten. Schnell stellt sich heraus, dass jedes Mitglied der Mannschaft sein eigenes Kreuz zu tragen hat inklusive der Trainerin Delphine (Virginie Efira). Schnell wächst diese ungleiche Gemeinschaft zusammen und beschließt letztendlich an den Weltmeisterschaften im Synchronschwimmen teil zu nehmen. So beginnt eine gemeinsame Reise, an deren Ende nicht nur die Meisterschaften gewonnen werden sollen, sondern sie alle ihr individuelles Glück zu finden haben…

Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Balasingham Thamilchelvan, Philippe Katerine und Alban Ivanov
Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Balasingham Thamilchelvan, Philippe Katerine und Alban Ivanov © Studiocanal Home Entertainment
So hat man mit „Ein Becken voller Männer“, einem französischen Remake der britischen Komödie „Ganz oder Gar nicht“, einerseits einen Sportlerfilm über eine eher ungewöhnlichere Disziplin, auf der anderen Seite ein psychologisch getriebenes Drama/Tragikomödie, wobei durch seine leichtfüßige und dennoch ehrliche Erzählweise eine erstaunliche Balance gehalten wird. So beweist das Skript ein überraschendes Gespür für ruhigen und subtilen Humor, der an vielen Stellen von wunderbar skurrilen Einfällen im Drehbuch getragen wird, während man immer wieder mit den Figuren leidet. Doch gerade weil einem die Protagonisten so sehr ans Herz wachsen, funktionieren auch die humoristischen Einlagen so hervorragend.

So stellen sich die Hauptfiguren schnell als die große Stärke des Films heraus. Während anfangs intelligenterweise noch Bertrand im Mittelpunkt steht, um den Zuschauern eine klare Identifikationsfigur zu liefern, taucht man im Laufe der Zeit zunehmend in das Leben und die Gefühlswelt der anderen ein. Passenderweise lässt sich der Film dafür mit einem seinem durchdachten Schnitttempo angenehm viel Zeit. So werden auch kleinere Momente in den Leben aller gezeigt, die jedoch wunderbar die inneren Konflikte und Probleme der einzelnen beleuchten. Diese werden mit Ausnahme von einige wenigen der Männer auch hervorragend herausgearbeitet. So werden auch die Ursachen derer porträtiert, was allen ein ungeahntes Maß an Authentizität verleiht.

Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Balasingham Thamilchelvan, Philippe Katerine und Alban Ivanov
Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Benoît Poelvoorde, Balasingham Thamilchelvan, Philippe Katerine und Alban Ivanov © Studiocanal Home Entertainment
Leider entsteht genau dadurch eine sehr episodische Struktur, da eben die Szenen der einzelnen Figuren zum Teil sehr lange geraten. Hier wird zugunsten der Charakterisierung die Dramaturgie vernachlässigt, weshalb gerade in der Mitte immer wieder Längen entstehen. Zudem beweist das Drehbuch auch nicht immer ein gutes Gespür für seine Figuren, wenn z.B. eine Schlüsselfigur im zweiten Akt urplötzlich und etwas unmotiviert verschwindet und durch eine andere ersetzt wird. Außerdem bringen tragischerweise einige der Männer im Team dem eigentlichen Film nichts bei. Sie werden lediglich benutzt, um aus dem Publikum einige zusätzliche Lacher zu kitzeln, oder bringen an einer Stelle die Handlung auf unnatürlich wirkende Weise voran. So hätte man auf genau diese Charaktere zur Gänze verzichten können, auf einige sogar sollen. Eine etwas rundere Dramaturgie wäre die Folge gewesen.

Dennoch verliert der Film nie die Aufmerksamkeit des Publikums, sondern steigert sich gerade im dritten Akt immer mehr, weshalb im Finale bei der Weltmeisterschaft die Spannung auf einen ungeahnten Höhepunkt getrieben wird, da man die Charaktere in allen ihren Stärken, Schwächen, sowie Bedürfnissen, um endlich glücklich zu sein, inzwischen erstaunlich genau kennen gelernt hat. Doch sind es gerade die ruhigeren Momente die ob ihrer Schönheit am längsten im Gedächtnis bleiben. Gerade in diesen Momenten verschmilzt die gelungene Kameraarbeit förmlich mit der stimmungsvollen Musik, sowie der Gefühlswelt der Figuren. So weiß Regisseur Gilles Lellouche stets, wie er durch Optik und Soundtrack die Charaktere und ihre Emotionen herausarbeiten kann.

Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Félix Moati, Benoît Poelvoorde, Balasingham Thamilchelvan, Philippe Katerine, Alban Ivanov und Leïla Bekhti
Jean-Hugues Anglade, Mathieu Amalric, Guillaume Canet, Félix Moati, Benoît Poelvoorde, Balasingham Thamilchelvan, Philippe Katerine, Alban Ivanov und Leïla Bekhti © Studiocanal Home Entertainment
Bild:
Die gesamte Optik bewegt sich auf gewohnt hohem Niveau. Von Anfang bis Ende weiß man mit scharfen, aber auch farbenfrohen Bildern zu überzeugen.

Ton:
Wie immer ist die deutsche Synchronisation mehr als nur gelungen. Diese wurde noch dazu mit dem wunderbaren Soundtrack toll abgestimmt, wodurch keinerlei Überlappungen in der Tonspur entstanden.

Extras:
Für den interessierten Zuschauer ist Zusatzmaterial von ca. 40 min in Form von Behind-the-Scenes-Material, sowie einem Making of vorhanden. Zudem sind einige Trailer enthalten.


Fazit:
Zwar stolpert das Drehbuch immer wieder über seine unrunde Struktur, dennoch erzählt man hier eine inspirierende Geschichte über sympathische, menschliche Charaktere, die obendrein fabelhaft inszeniert wurde. Genau von diesem Typ müsste es viel mehr Filme geben.

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by Sebastian Stegbauer
Bilder © Studiocanal Home Entertainment




Ein Becken voller Männer - Trailer