Drei Farben - Trilogie - Blu-ray

Blu-ray Start: 07.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 290 min

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Inhalt

KRZYSZTOF KIESLOWSKI zählte zu den angesehensten Regisseuren Europas. Mit seiner letzten Regie-Arbeit, der „Drei Farben“-Trilogie, inszenierte der gebürtige Pole sein filmisches Vermächtnis, in dem er die Ideale der französischen Revolution im Hier und Jetzt thematisierte.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Französisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Originaltrailer "Drei Farben: Blau", Originaltrailer "Drei Farben: Weiss", Originaltrailer "Drei Farben: Rot", Filmlektionen von Krzysztof Kieslowski, Making-ofs, Interviews, Cannes Special

DVD und Blu-ray | Drei Farben - Trilogie

Blu-ray
Drei Farben - Trilogie Drei Farben - Trilogie
Blu-ray Start:
07.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 290 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Drei Farben - Trilogie Drei Farben - Trilogie
DVD Start:
07.03.2013
FSK: 12 - Laufzeit: 270 min.

Blu-ray Kritik - Drei Farben - Trilogie

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Die Trilogie der drei Farben entstand zwischen 1993 und 1994 und beinhaltet die Filme Blau, Weiss und Rot, welche sowohl die französische Flagge als auch den Wahlspruch „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ repräsentieren. Um es vorweg zu nehmen, hier handelt es sich nicht um eine Trilogie im klassischen Sinn mit einer zusammenhängenden Story oder übergreifenden Charakteren, sondern um eine lose Zusammenführung französischer Leitmotive. Jeder Film hat seinen eigenen Schwerpunkt (Blau: „Freiheit“, Weiss: „Gleichheit“ und Rot: „Brüderlichkeit“) und grundverschiedene Individuen, die sich mit den Wirren der modernen Gesellschaft und emotionalen Rückschlägen arrangieren müssen. Die Filme zeichnen ein bedrückendes und düsteres Bild emotionaler Engpässe, die nicht aufgrund ihrer Besonderheit dem Zuschauer nahe gehen, sondern gerade weil sie so normal und alltäglich erscheinen. Situationen wie Trennungen, das Gefühl Betrogen und verstoßen zu sein, sind vielen Menschen nicht fremd und genau deshalb ist die „Drei Farben Trilogie“ mehr als nur reine Filmkunst, sondern ein Aufruf zur Selbstreflektion emotionaler Strukturen. Zwar gibt es in allen drei Filmen kleine Überschneidungen und eine gemeinsame Szene, dennoch steht jeder Film für sich allein und insofern ist eine chronologische Sichtung der Filme nicht notwendig.

Wir sehen starke Schauspieler (u.a. Juliette Binoche, Irene Jacob und Jean-Louis Trintignant) in intensiven Geschichten, die den Zuschauer deshalb emotional berühren, da sie authentisch, klischeefrei und ohne jegliche Hollywoodnaivität gefilmt wurden. Anstatt unwirklicher und aufgesetzter Liebesgeschichten nach Schema-F, sehen wir eine grundehrliche filmische Abbildung von Bestandteilen unserer sozialen Strukturen, die sich hinsichtlich ihrer Auswirkungen und Entwicklungen nun mal nicht an die Konventionen Hollywoods halten. Popcorn-Kino sucht man hier vergeblich, den Regisseur Krzysztof Kieślowski ging es eindeutig nicht darum, eine mainstream- und kommerzorientierte Trilogie zu inszenieren, sondern in bildgewaltigen Szenarien mit realistischer Atmosphären anspruchsvolles Autorenkino zu zelebrieren. Dafür hat er auf jegliche Effekthascherei verzichtet und großartige Charakterschauspieler gecastet, die ihre Rollen auf den Punkt genau treffen.

Jeder Film braucht seine Zeit um in die Gänge zu kommen und den Zuschauer abzuholen, da sich der Schwerpunkt erst nach und nach herauskristallisiert und sich der Grundtenor erst ab der Hälfte einstellt. Die Dialoge sind „echt“, anspruchsvoll und halten sich nicht für intelligenter als ihr Publikum. Zudem laden diverse unkommentierte Einstellungen den Zuschauer zum geistigen Mitdenken ein. Generell fordern alle drei Filme die volle Aufmerksamkeit und Interpretationskreativität des Zuschauers ein, da nicht alle Fragen beantwortet werden und sich immer wieder Sequenzen einschleichen, deren Bedeutung nicht selbsterklärend sind. Blau, Weiss und Rot ist sind keine Filme für einen lauen Filmabend, sondern intelligente und anspruchsvolle Filmkost mit Nährwert.

Die Filme liegen in guter Bild- und Tonqualität vor. Bei den Extras stechen vor allem die Interviews hervor, die reichlich Hintergrundinformationen beinhalten.

Fazit: Anspruchsvolles und intelligentes Autorenkino ohne Klischees und emotionalem Tiefgang.

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by Till Huber
Bilder © Concorde Home Entertainment