Drecksau - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min

Drecksau Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eigentlich sollte er sich um die Aufklärung im Mordfall eines japanischen Touristen kümmern, doch für Robertson ist die Nationalität des Opfers Grund genug, die Ermittlungen schleifen zu lassen. Seine Karriere steht über Moralvorstellungen im Beruf und damit das so bleibt, setzt Robertson alles in Bewegung, um in der Hierarchie weiter emporzusteigen. Eine einzigartige, provokative und alle Moralvorstellungen sprengende Geschichte mit einer grossartigen Tour de Force-Darstellung von James McAvoy.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews, B-Roll, Featurette, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Drecksau

Blu-ray
Drecksau Drecksau
Blu-ray Start:
25.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Drecksau Drecksau
DVD Start:
25.02.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Drecksau

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Jon S. Bairds Film „Drecksau“ gehört zu jenen Werken, die im vergangenen Kinojahr keineswegs die Aufmerksamkeit erfuhren, die sie verdient gehabt hätten. Ähnliches galt auch für den Film „Trance“, den man sich idealerweise in Kombination mit „Drecksau“ anschauen sollte, da so die grandiose Wandelbarkeit und schauspielerische Brillanz von James McAvoy noch deutlicher zu sehen ist, als es ohnehin schon der Fall ist. Denn in der auf einem Roman des Kultautors Irvine Welsh („Trainspotting“) basierenden Polizisten-Groteske liefert er eine unglaublich beeindruckende Leistung ab, die den Film definitiv zu einem Ereignis werden lässt.

Der schottische Polizist Bruce Robertson (James McAvoy) würde für eine Beförderung alles tun! Da es sich bei ihm um einen zynischen Alkoholiker handelt, für den keinerlei moralische Grenzen zu existieren scheinen, fällt es ihm nicht schwer, durch fiese Intrigen seine Aufstiegschancen erheblich zu verbessern. Selbst sein gutmütiger bester Freund Bladesey (Eddie Marsan) ist nicht vor Bruce unberechenbarer Laune sicher und wird dem fiesen Machtspiel ebenso unterworfen wie die ahnungslosen Polizeikollegen. Als sich ein brutaler Mord ereignet, sieht Bruce darin die ideale Gelegenheit, um sich eine gehörige Portion Respekt zu verschaffen und stürzt sich sofort in die Ermittlungen. Allerdings plagen ihn finstere Visionen, was die Polizeiarbeit nicht gerade vereinfacht...

Alles in diesem Film steht und fällt mit der unkonventionellen Hauptfigur – welch Glück, dass die Verantwortlichen einen solch begabten Schauspieler wie James McAvoy für die Rolle gewinnen konnten. Er spielt die unmoralische, intrigante und dennoch überaus tragische „Drecksau“ mit einem solch feinen Gespür für subtile Zwischentöne, dass man als Zuschauer aus dem Staunen schlicht und einfach nicht mehr herauskommt. Der ständige Wechsel zwischen „gemein“ und „gutherzig“, zwischen „Arschloch“ und „tragischem Helden“ gelingt ihm so spielend leicht, dass es fast so wirkt, als er habe er nie eine andere Figur gespielt – daher empfiehlt sich auch der „Trance“-Vergleich als Gegenbeweis. Jedenfalls ist es eine wahre Freude an seinem famosen Spiel teilzuhaben und bereitet ob seiner immer gemeiner werdenden Manipulationen eine ganze Menge unmoralischen Spaß. Generell gehört der Humor zum Schwärzesten, den das britische Kino in den letzten Jahren hervorgebracht hat, weshalb einige Zuschauer über die lakonischen Pointen vermutlich auch nicht so recht lachen können (bzw. diese gar nicht erst als solche erkennen). Wenn man jedoch auf diese Art Komödie steht, bietet „Drecksau“ einem die volle Ladung an intelligenten und unfassbar bösartigen Gags, die auch nicht vor Oralsex mit einer Minderjährigen halt machen. Wie der Film ist auch Bruce Robertson im Habitus von fast allen Grenzen befreit - eine Zügellosigkeit die von James McAvoys Schauspiel ungemein authentisch unterstützt wird. Auch der Rest des Casts macht durchweg eine gute Figur, wobei Eddie Marsan und Jim Broadbent mit ihren Charakteren aus der Masse der skurrilen Nebenfiguren wohl am auffälligsten herausstechen. Während Eddie Marsans Bladesey als moralischer und gutherziger Gegenpol zum verkommenen Polizisten Robertson fungiert, gibt Jim Broadbent in der Rolle des schrägen Psychiaters die wohl absurdeste Vorstellung seiner gesamten Schauspielkarriere („häääää“) zum Besten. Das grandiose Ende des Filmes sollte ebenfalls Erwähnung finden, da hier alle Fäden schlüssig zusammenlaufen und es darüber hinaus auch noch einen kleinen „Mindfuck“ zu erleben gibt.

Die Blu-ray macht in technischer Hinsicht eine überaus gute Figur, weshalb hier bedenkenlos zugegriffen werden kann. Die Extras liefern zusätzlich einige interessante Interviews, ein kurzes Featurette und etwa 5 Minuten an B-Roll Material – hier wäre allerdings etwas mehr drin gewesen.

Fazit:
Unmoralisch, von allen Konventionen befreit und grandios gespielt! „Drecksau“ ist allen Freunden des schwarzen Humors wärmstens zu empfehlen. Und auch alle anderen erleben mit Jon S. Bairds mutigem Film eines der faszinierendsten Werke des vergangenen Kinojahres – James McAvoy sei dank. Kurz: Unbedingt ansehen!

by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment