Downsizing (4K Ultra HD) - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.05.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 136 min

Downsizing (4K Ultra HD) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Ressourcen der Erde neigen sich dem Ende zu und der Planet platzt aus allen Nähten. Um das Problem der Überbevölkerung zu lösen, haben norwegische Wissenschaftler eine Methode entwickelt, mit der sie Menschen schrumpfen und somit ihre Bedürfnisse und ihren Konsum enorm verringern können. Ein 12 Zentimeter kleiner Mensch verbraucht schließlich weniger Wasser, Luft und Nahrung als ein großer. In der Hoffnung auf ein glücklicheres und finanziell abgesichertes Leben in einer besseren Welt, entscheiden sich Durchschnittsbürger Paul Safranek (Matt Damon) und seine Frau Audrey (Kristen Wiig) ihr stressiges Leben in Omaha hinter sich zu lassen und ihr großes Glück in einer neuen „geschrumpften“ Gemeinde zu suchen. Eine Entscheidung, die ein lebensveränderndes Abenteuer bereithält …

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Paramount Home Entertainment
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,78:1) 2160p 4K HDR
16:9 Widescreen (1,78:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Working with Alexander
The Cast
A visual journey
A matter of perspective
That smile
A global concern

DVD und Blu-ray | Downsizing (4K Ultra HD)

Blu-ray
Downsizing Downsizing
Blu-ray Start:
31.05.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 136 min.
Downsizing (4K Ultra HD) Downsizing (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
31.05.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 136 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Downsizing Downsizing
DVD Start:
31.05.2018
FSK: 0 - Laufzeit: 130 min.

Blu-ray Kritik - Downsizing (4K Ultra HD)

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 5/10


Alle paar Monate beglückt uns die Filmbranche mit neuen und appellierenden Dokumentationen über unseren grünen Planeten und seine prekäre Situation. Einer der bekanntesten Streifen dieses Subgenres findet sich in EINE UNBEQUEME WAHRHEIT, der sich – wie einige andere – dem Versuch annimmt, parallel Lösungsvorschläge aufzuzeigen, die mehr oder minder realistisch in die Tat umzusetzen sind. Doch geht es nach Alexander Payne, so schmeißt man diese wissenschaftlichen Theorien kurzerhand über den Haufen und beginnt schlicht und einfach damit, Menschen zu schrumpfen, sodass sie der Natur weniger zur Last fallen – das ‚Downsizing‘ des gleichnamigen Films.
DOWNSIZING ist Alexander Paynes bisher teuerstes Projekt, das in den USA bei einem Budget von zirka 68 Millionen US-Dollar am Startwochenende nur neun Millionen einspielen konnte und noch immer ein weltweit zweistelliges Minus schreibt. Der Streifen erschien im Januar 2018 in den deutschen Kinos, geht 135 Minuten und eröffnete die 74. Internationalen Filmfestspiele von Venedig.  

Downsizing: Die ersten geschrumpften Menschen
Downsizing: Die ersten geschrumpften Menschen © Paramount Home Entertainment
Film
Der Film handelt vornehmlich vom Ehepaar Safranek um Paul (Matt Damon; BOURNE-Franchise) und Audrey (Kristen Wiig; DER MARSIANER), deren Leben aufgrund von Verschuldung und ausbleibender Selbstverwirklichung nicht das einfachste ist, weshalb sie sich dazu entschließen, sich durch neue und bahnbrechende wissenschaftliche Möglichkeiten schrumpfen zu lassen, was ihnen anschließend ihr Traumleben ermöglichen soll.

DOWNSIZING beginnt grundlegend mit der Entdeckung der ‚Downsizing‘-Substanz im tätigen Wissenschaftsinstitut und springt kurz darauf um fünf Jahre in die Zukunft zur Präsentation der Forschungsergebnisse. An dieser Stelle fällt der Film leider bereits durch vermeidbare Logikfehler auf, die sich ausdauernd über seine komplette Länge ziehen, aber nicht überbewertet werden sollten. Schnell erobert die Neuigkeit die ganze Welt und erlangt grenzenlose Aufmerksamkeit, bevor der Film dürftig getimet zum ersten Mal Paul zeigt und er sich sodann in seiner Kernstory auf das Ehepaar Safranek beschränkt. Schon hier lässt sich vermuten, dass der Cast des Films relativ passend gewählt wurde, da Damon, dessen Rolle zunächst Paul Giamatti (DER SOLDAT JAMES RYAN) ausfüllen sollte, der sicherlich eine ähnlich vertretbare Performance gebracht hätte, und Wiig unaufgeregt ein Allerweltspaar darstellen, was den Plot insgesamt stärkt und dadurch nach weiteren Zeitsprüngen gut - wenn auch inhaltlich deutlich schwächer – eine halbe Stunde nach Start zur Entscheidung zum ‚Downsizing‘ führt. Im Folgenden wird der ‚Downsizing‘-Prozess als Art Operation mitsamt seiner Vorkehrungen und Durchführung anschaulich dargestellt. Der eigentliche Akt der zellularen Miniaturisierung wird nicht veranschaulicht, was mit nicht allzu hohem Aufwand zu bewerkstelligen gewesen wäre, und der Zuschauer muss sich mit einer Animation auf einem Bildschirm an der Tür des OPs zufriedengeben.

Matt Damon und Kristen Wiig in Downsizing
Matt Damon und Kristen Wiig in Downsizing © Paramount Home Entertainment
Anschließend und nach einem minimalistischen und in sich akzeptablen Plottwist, der den Weg für einen mehr als entbehrlichen späteren Handlungsstrang ebnet, findet man sich in der Miniwelt ‚Leisureland‘ der Kleinen wieder, das das Hauptsetting des Films bildet und wo die Kameraarbeit natürlich besonders kritisch betrachtet wird. So wirkt das ‚Downsizing‘ der Menschen in Einstellungen gemeinsam mit normalen Personen in unmittelbarer Nähe auf visueller Ebene gut proportioniert, nicht plastisch und ebenmäßig. Auch Umgebungstotalen zeigen sich optisch als vermeintliches Spielbrett und fügen sich so gut in das Gesamtbild ein. Gegen Mitte kommt der Film, dessen Trailer sich am Rande angemerkt teils deutlich vom Endprodukt unterschied, auch zu einer Szene von klein nach groß statt groß nach klein, was kameratechnisch ebenso geglückt ist. Ein Punkt, in dem die Kamera leider jämmerlich versagt, sind Halbnahen und allgemein mittelgroße Einstellungen, in denen das ‚Downsizing‘ optisch nicht mehr sichtbar ist. Raffinesse, die durch andere Kameraneigungen und –fahrten hätte angebracht werden können, vermisst man hier schmerzlich, da der Zentralpunkt des Plots augenscheinlich dadurch oft verloren geht und man zu normal proportionierten Filmen keinen Unterschied mehr erkennt. Zu bemerken sei aber an diesem Punkt, dass die Kamera nicht allein für das visuelle Verkleinern der Protagonisten verantwortlich war, sondern am Set zusätzlich übergroße Requisiten (vgl. Vertrag, auf dem Damon auch in natura kniete) verwendet wurden. In einer Dreier-Kombination mit dem Kostüm, das mit Geschick an manchen Stellen weit geschnitten und locker gewählt wurde, wurde hier also der Versuch unternommen, das ‚Downsizing‘ als Gesamtprodukt optisch gut darzustellen.
Das Bild unterscheidet sich an dieser Stelle qualitativ wenig von der Kamera und auch dieses hätte das optische Schrumpfen durch eine leicht sattere und glänzendere Farbgebung origineller gestalten können. Gleich verhält es sich mit dem Ton, der nur zweckdienlich daher kommt, aber das ‚Downsizing‘ beispielsweise durch raffiniert gepitchtes Sounddesign nicht unterstützt.

Christoph Waltz  in Downsizing
Christoph Waltz in Downsizing © Paramount Home Entertainment
In der neuen Welt angekommen rennt der Streifen wiederholt in sein eigenes Verderben: Das ‚Downsizing‘ gerät enorm in den Hintergrund und der Film begibt sich inhaltlich auf eine Drama-Ebene, die beim Zuschauer – bis auf einen angedeuteten, aber nie tiefer ausgeführten Konflikt zwischen Klein und Groß (Rechte, Steuerabfuhr etc.) - nie intensive Gefühle hervorruft oder berechtigt impliziert wirkt, jedoch hieraus trotzdem stetig neue und gleichsam fragwürdige Handlungsstränge zieht. Die Richtung, die der Film ab hier einschlägt, zerstört selbigen. Besonders schade ist dies, da das Downsizing ein gigantisches erzählerisches Potenzial hat, was der für das Endprodukt deutlich zu hohen Laufzeit nach zu urteilen augenscheinlich ausgeschöpft wurde, sich dies aber auch aufgrund mangelnder Qualität schnell als Trugschluss herauskristallisiert. Die reinen Perspektiven, die der Film a) positiv durch den auf ein Minimum reduzierten Verbrauch wertvoller Ressourcen, dem dadurch leichteren Zugang zu Luxus und das Senken der Kriminalitätsrate und b) negativ durch ein Ungleichgewicht zwischen Groß und Klein, gesundheitliche Folgen und illegale Einwanderung auf die Grundideen richtet, sind – trotz der Tatsache, dass der Film neben der reinen menschlichen Fortschrittssucht keinen absoluten Hauptgrund für das ‚Downsizing‘ nennt - sehr interessant und lassen viel Raum für zuschauereigene Meinungsbildung. Dieser Raum fällt allerdings fast schon zu groß aus, weil die Story kaum einem der genannten Punkte ernsthafte Aufmerksamkeit schenkt, sondern hauptsächlich pseudo-tiefgründigen Schicksalen, die durch fehlende Charakterisierung (besonders seitens Pauls Grundstimmung) nicht nachvollzogen werden können, und zwischenmenschliche Beziehungen inklusive einer unpässlichen Nebenhandlung zwischen Paul und der Reinigungskraft Gong Jiang (Hong Chau), die überstark gewichtet wird.

Hong Chau in Downsizing
Hong Chau in Downsizing © Paramount Home Entertainment
Neben dieser ernsteren Seite des Films, der sich selbst wohl irgendwo zwischen gesellschaftskritischem Drama und utopischer Komödie einordnen würde, kommt der Humor im Film leider viel zu kurz. Selten bietet ein Plot die Möglichkeit, in einer solchen Breite und Dichte wie hier kreative und passende Witze platzieren zu können, was DOWNSIZING, der bereits 2009 in die Vorproduktion ging, aber meisterlich ignoriert. Lediglich aus dem Nachbarn Pauls Dusan Mirkovic (Christoph Waltz; DJANGO UNCHAINED), da dieser rhetorisch und kommunikativ sehr direkt und geradeheraus gezeichnet wird, und einigen sehr kurzen Sequenzen, die sich humorvoll an Kontrasten bedienen (vgl. Beginn der Bootsreisen-Szene [Pfeil]; Lieferung der Eheringe nach Verkleinerung), ist es dem Film gestattet, seinen Humor zu ziehen.

Der Score ist an vielen Stellen zu stimmungserzwingend, ohne dass die Story eine passende und vorgebende Grundlage bildet. Ist das nicht der Fall, erweist er sich oft als zu taktarm oder zu schnell für die entsprechende Szene und ist damit störend. Eine Ausnahme findet sich lediglich in einigen wenigen Szenen wie jene des Bezugs des neuen Eigenheims, in der der Score beschwingte Klassik einbringt und richtig liegt.

Neil Patrick Harris in Downsizing
Neil Patrick Harris in Downsizing © Paramount Home Entertainment
Die deutsche Synchronisation ist – mit Ausnahme der Synchronstimmen von Damon, Waltz und Wiig – überraschend laienhaft. Wo anfänglich der erzwungene skandinavische Akzent noch etwas Vergnügen beschert, ist er wenig später halbseiten und endet spätestens bei Jiang im Gleichschritt mit der insgesamten Synchronisation auf einem niedrigen Level.

Gegen Ende wirft der Film sodann noch einen weiteren lachhaften Handlungsaspekt ein, der – aus welchen Gründen auch immer – eine zweite Option für das Überleben der Erde und Menschheit kommuniziert und dem Streifen sein erwartet nichtssagendes, aber unruhig herbeigesehntes Ende bereitet.

Matt Damon Christoph Waltz und Udo Kier in Downsizing
Matt Damon Christoph Waltz und Udo Kier in Downsizing © Paramount Home Entertainment
Bild
Das Bild zeigt sich in gewohntem Widescreen-Format 16:9 (1,78:1) in 2160p 4K HDR. Den ganzen Film über kann sich der Zuschauer über ein gestochen scharfes Bild freuen, das qualitativ nur selten abbaut und vornehmlich in näheren Aufnahmen brilliert. So ist auch die Detailzeichnung punktgenau und transportiert das ‚Downsizing‘ gut.

Ton
Leider liegt der Ton des Films technisch in der deutschen Audiospur nur als Dolby Atmos vor, während die englische Tonspur die Zuschauerohren mit Dolby True HD 7.1 verwöhnt. Trotzdem transportiert die deutsche Spur alle Details hinreichend und gibt den Score passend und dynamisch wieder. Insgesamt wird dem Ton allerdings durch Film und Drehbuch auch kein hohes Niveau abverlangt, durch das er besonders positiv auffallen könnte.

Extras
Die Extras der Blu-ray beschränken sich unter anderem auf eine nähere Vorstellung des Casts, Material über die Arbeit des Regisseurs und zwei „visuelle Reisen“ durch die Technik des Films, die mitunter sogar interessanter sind als der eigentliche Film, aber trotzdem das Gefühl hinterlassen, dass man über DOWNSIZING und seinen Produktionsprozess noch deutlich mehr hätte beifügen können.


Fazit:
DOWNSIZING will viel, gibt wenig und meistert nichts bis auf das selbstlose ‚Downsizen‘ enormen Potenzials und die Ignoranz des eigenen Plots hin zu einem Genremix, dem trotz besten Willens auch durch eine gute Grundidee und hin und wieder aufblitzender Situationskomik nicht Genüge getan werden kann.

by Denis Klemm
Bilder © Universal Pictures / Paramount Home Entertainment