Double Team - Blu-ray

Blu-ray Start: 12.01.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min

Double Team Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 14,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 5,99 € jetzt kaufen4020628816667
alle Preise inkl. MWST

-> alle Blu-ray zum Film

Inhalt

Gemeinsam sind sie das perfekte Team: der Top-Terroristenjäger Jack Quinn und der verrückte Waffennarr Yaz. Ihre Spezialität: knallharte Actionfights, brutale Schlagkraft und eisenharter Überlebenswille. Quinn möchte aus einem gefährlichen Job aussteigen, doch er verpfuscht seinen letzten Auftrag: Stavros, einer der gefährlichsten Auftragskiller und Schrecken aller Geheimdienste, ist immer noch auf freiem Fuß. Der eiskalte Killer entführt Quinns Frau und droht damit, ihr Baby zu töten. Doch das zu allem entschlossene Team ist ihm bereits auf den Fersen. In einer atemlosen Hetzjagd quer über die Kontinente hinterlassen Quinn und Yaz eine Spur der Verwüstung - denn nichts kann die beiden Kampfmaschinen aufhalten...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
JCVD about Double Team, Original Kinotrailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Double Team

Blu-ray
Double Team Double Team
Blu-ray Start:
12.01.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Double Team

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Jean-Claude Van Dammes Beinahe-A-Listenstar-Karriere neigte sich schon langsam dem Ende zu, als er 1997 die Hong Kong-Action-Koryphäe Tsui Hark („The Blade“, „Die letzte Schlacht am Tigerberg“) zu seinem US-Debüt „Double Team“ rekrutierte. Heraus gekommen ist eine kaum ernstgemeinte Action-Extravaganz, bei der eine Absurdität die andere jagt, während Dennis Rodman in seiner ersten richtigen Filmrolle als Waffenhändler permanent Basketball-Anspielungen in seine Dialoge einbaut. Double Team SzenenbildAls sich zu keiner Sekunde ernstnehmender humoristischer Actionstreifen, der sich ständig selbst versucht dabei zu überbieten, völlig unsinnige und oft zum Schreien komische Momente aneinanderzureihen, kann „Double Team“ dennoch durchaus amüsant sein.

Van Damme spielt hier den Anti-Terror-Spezialagenten Jack Quinn, der, nachdem er sich mit seiner schwangeren Frau in Südfrankreich zur Ruhe gesetzt hat, für eine Mission gegen seinen Erzfeind Stavros (Mickey Rourke) erneut rekrutiert wird. Der Einsatz in Antwerpen, bei dem der international gesuchte Terrorist geschnappt werden soll, geht jedoch erwartungsgemäß schief, denn Stavros kleiner Sohn wird nicht nur getötet, sondern er kann auch vor Quinn entkommen. Natürlich schwört er Rache, der verletzte Quinn wird jedoch aufgrund seiner gescheiterten Mission in eine Art Luxusgefängnisinsel für Superagenten namens „The Colony“ gebracht, wo die Regierung von den tot erklärten Insassen, die „zu wertvoll zum Töten und zu gefährlich zum Freilassen“ (?) sind, verlangt bei ihren Terrorbekämpfungsmaßnahmen zu helfen. Quinn erfährt, dass Stavros seine schwangere Frau gekidnappt hat und setzt nun alles daran zu entfliehen…

„Double Team“ ist eine durchweg erstaunliche, fast schon surreale Erfahrung, die nie ihr rasendes Tempo entschleunigt und vor bizarren Momenten nur so strotzt. Tsui Hark liebt es mit seiner Kamera zu spielen und auf rein objektiv betrachtetem Action-Level gibt es in seinem US-Debüt jede Menge wilde und übergeschnappte Sachen zu sehen. Double Team SzenenbildHark setzt auf echte Stunts und auch wenn die irrsinnig billig wirkenden CGI-Explosionen aus „Double Team“ ein unzweifelhaftes Relikt der Neunziger Jahre machen, wird hier für eine gewisse Zielgruppe durchaus viel Old-School-Spaß geboten. Kein visueller Einfall ist Hark zu übertrieben und albern, wodurch man sich als Actionfan schon prima unterhalten lassen kann. Dennoch ist die Action selten richtig sauber choreografiert und zusammengesetzt, sodass hier leider doch einiges im Argen liegt und ein Actionballett à la John Woo nie zustande kommt.

Die völlig absurde und chaotisch erzählte Story mit ihren extrem weit hergeholten Plotentwicklungen machen hier natürlich ganz wesentlich den Spaß auf eine so-schlecht-dass-es-wieder-gut-ist-Weise. Überhaupt ist die „Story“ natürlich nur ein Aufhänger für zahlreiche wahnwitzige Action- und Humormomente. Hark inszeniert das meistens scheinbar bewusst augenzwinkernd, Dialoge wie „Can you fly an airplane?“ – „Like a bird“ und die unzähligen Basketball-Wortspiele von Paradiesvogel Rodman (mit seinen zahlreichen Piercings, Tattoos und in jeder Szene wechselnden Haarfarbe immer wieder eine erstaunliche Erscheinung) können unmöglich ernst gemeint sein. Auch die Szene mit den „Cybermönchen“, die Rodman und Van Damme mit Ghettofaust begrüßen, ist großartig absurd, ebenso wie die lebensrettende Cola-Maschine im wunderbar sinnlosen und explosiven Minenfeld-/Tigerkampf-/Kolosseum-Finale (eigentlich Amphitheater in Arles) muss man gesehen haben, um es glauben zu können.

Van Damme ist in seiner Rolle gar nicht mal schlecht, dank seines natürlichen Charismas ist „The Muscels from Brussels“ eigentlich fast immer sehenswert. Ein bißchen schauspielern darf er in „Double Team“ auch und das sogar durchaus überzeugend. Sogar Rodman macht hier gewissermaßen Spaß, gerade weil er sich selbst sichtlich auf die Schippe nimmt und gar nicht erst versucht schauzuspielern. Double Team SzenenbildDie Buddy-Movie-Chemie mit Van Damme stimmt auf seltsame Weise auch und trägt dazu bei, dass „Double Team“ irgendwie bei ganz tief angesetzter Erwartungshaltung Spaß macht. Traurig ist es natürlich um Mickey Rourke, einer der feinsten Schauspieler seiner Generation, der jede Rolle ernst nimmt, unabhängig davon, in welchem Schund er mitspielt. Er gibt hier einen durchaus sehenswerten Bösewicht und ist auch körperlich in exzellenter Form, wie man in dem glorreich überdrehten Finale bewundern kann. Es lässt sich also kaum bestreiten, dass „Double Team“ einfach ein unterhaltsamer Actionstreifen ist, man muss nur wissen, worauf man sich einlässt.

Bild
Die technische Umsetzung der Blu-ray überzeugt nur bedingt. Wirklich aufpoliert wurde das Bild von „Double Team“ nicht, denn über dem ganzen Film liegt ein mal mehr, mal weniger deutliches Rauschen und auch immer wieder Verschmutzungen, die gerade in dunklen Bereichen zum Vorschein kommen. Der Kontrast und die Schwarzwerte schwanken auch, sind aber meistens im soliden Bereich. Überzeugend ist allerdings zumindest meistens der sehr gute Schärfe- und Detaillevel, der gerade in hellen Nahaufnahmen überzeugt. Die Farben wirken natürlich, aber selten richtig satt. Dennoch ein recht anständiger Transfer, der in Ordnung geht.

Ton
Akustisch gibt es bei der Blu-ray allerdings nichts wirklich zu bemängeln. Die Originaltonspur gefällt durch sehr gute Räumlichkeit, Soundeffekte und Musik verteilen sich hier differenziert auf alle Lautsprecher. Double Team SzenenbildAuch in Sachen Dynamik überzeugt der Sound, gelegentlich kommt auch der Subwoofer effektiv und druckvoll zum Einsatz. Dialoge und Stimmen ertönen nicht übermäßig kräftig, aber durchweg verständlich.

Extras
Das Bonusmaterial fällt sehr knapp aus. Überraschenderweise gibt es eine Mini-Featurette, die nicht auf der Rückseite der BD-Hülle verzeichnet ist. Ansonsten gibt es noch drei Trailer und zwei Slideshows mit Postern, Aushangfotos und Filmstills.
JCVD about Double Team (02:10)
Trailer HD (02:05 Min.)
Trailer SD 4:3 (03:48 Min.)
Promotion (02:06 Min.)
Stills (03:34 Min.)


Fazit:
Für Old-School-Actionfans sollte der glorreich absurde und fast schon surreale Höhen erreichende „Double Team“ bei angepasster Erwartungshaltung durchaus einen Blick wert sein. Alle anderen Zuschauer, die eine vernünftig erzählte Story erwarten, dürfen einen weiten Bogen um den Film machen.

5,99 € jetzt kaufen4020628816667

by Florian Hoffmann
Bilder © Koch Media