Django - Blu-ray

Blu-ray Start: 16.05.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min

Django Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Im Grenzstreifen zwischen Mexiko und den noch jungen USA führen zwei rivalisierende Verbrecherarmeen einen unerbittlichen Kampf - die roten Kapuzenmänner von Major Jackson und die Rebellen von General Rodríguez. Eines Tages erscheint ein wortkarger, zerlumpter Revolverheld in der Gegend, der einen Sarg hinter sich herschleppt. Sein Name ist Django und er ist bereit, sich mit beiden Seiten anzulegen. Sein Sarg birgt eine tödliche Waffe und bald zieht sich eine blutige Spur durch das Grenzgebiet...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch, Italienisch (Mono DTS-HD MA)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,66:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Dokumentationen „Django the One and Only“ & „Franco Nero - Back in the Saddle“, Interview mit Franco Nero, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Django

Blu-ray
Django Django
Blu-ray Start:
16.05.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 91 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Django Django
DVD Start:
01.08.2006
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

Blu-ray Kritik - Django

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Im Gegensatz zur Django-Variante von Kultregisseur Quentin Tarantino ist im Original „Django“ von Sergio Corbucci der namensgebende Held kein farbiger Sklave, sondern ein ehemaliger Soldat der Nordstaaten, der nach Ende des amerikanischen Brügerkrieges an der mexikanischen Grenze ein Goldlager überfallen und sich an den Mördern seiner Frau rächen will. Dabei geht Django sprichwörtlich über Leichen und zieht eine blutige Spur hinter sich her.

„Django“ gilt als einer der besten Italowestern aller Zeiten und hat unzählige Filme mit ähnlichen Titeln nach sich gezogen. Die Abkehr des schablonenhaften Westernhelden, der von Moral und Ethik getragen wird, hin zum Antihelden mit niederen Motiven ist durchaus als Quantensprung innerhalb des Westerns zu bezeichnen, da er eine Frischzellenkur für das angestaubte Genre bedeutete und innovativ die Regeln auf den Kopf stellte.

„Django“ ist ein dreckiger Film, sowohl was die Stilistik als auch die Charaktere angeht. Schmutz und Dreck in den Straßen, sumpfige Landschaften, ungewaschene Personen mit abstoßenden Neigungen…im Grunde genommen ist der ganze Film optisch unsympathisch, was ihn wiederum sympathisch macht, da er seinen ganz eigenen Weg geht und sich nicht um Konventionen kümmert. Wie fast alle Italowestern ist auch dieser brutal und schonungslos. Naive Westernromantik wie in den Winnetou-Filmen gibt es hier nicht. Hier ist die Welt rau und brutal…und vor allem bleihaltig.

Die Story ist nicht der Rede wert und auch die Dialoge sind alles andere als Oscarreif, doch darum geht es in diesem Film auch gar nicht. „Django“ möchte eine kleine Geschichte eines rätselhaften Charakters erzählen, der sich von seinem Kultpotential vor Clint Eastwoods damaliger Dauerrolle, ein namenloser Fremder, nicht zu verstecken braucht. Die Figur ist durch und durch rätselhaft, denn seine Handlungen sind oftmals kontrovers und passen so rein gar nicht in das Bild einer Identifikationsfigur. Doch gerade dies und die schmuddelige Aufmachung sorgen für die intensive und besondere Italowestern-Atmosphäre. Dazu passend ist das musikalische Thema, dass sich den Bildern anpasst und sogar von Tarantino als Intromusik für seinen Film verwendet wurde.

Die Bild- und Tonqualität ist sehr ordentlich, wobei glücklicherweise manche Pixel und Streifen erhalten wurden, was ebenfalls ein Merkmal der Italowesternatmosphäre darstellt. Die Extras umfassend zwei Dokumentationen, Filmographien und Trailer.

Fazit: Corbuccis Meisterstück in einer tollen Edition.

by Till Huber
Bilder © Studiocanal Home Entertainment