Die neunschwänzige Katze - Blu-ray

Blu-ray Start: 24.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min

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Inhalt

Der Reporter Franco Arno hat bei einem Unfall sein Augenlicht verloren und kann daher seinen Job nicht mehr ausüben. Als Blinder ist er auf die Hilfe seiner jungen Nichte angewiesen. Als er eines Tages mit ihr spazieren geht, belauscht er vor einem medizinischen Institut zufällig eine seltsame Unterhaltung zwischen zwei Männern. In der darauf folgenden Nacht bricht jemand ohne ersichtlichen Grund in das Institut ein und tötet dabei einen Wachmann. Bald folgt eine Serie mysteriöser Morde, die mit dem Ereignis im Institut zusammen zu hängen scheinen. Der neugierige Arno beschließt daraufhin, auf eigene Faust nachzuforschen. Dabei erhält er Hilfe Carlo Giordani, einem engagierten Journalisten. Bei Ihren Recherchen finden die beiden neun verschiedene Hinweise, denen sie nachgehen müssen, um das Rätsel um den geheimnisvollen Mörder lösen zu können ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / cmv-Laservision
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Deutsche Kinofassung (ca. 92 Min., 1080p, Deutsch / Englisch)
- Deutscher Trailer
- Italienischer Originaltrailer
- Internationaler Trailer
- Amerikanischer Trailer
- TV-Spots
- Interview mit Dario Argento, Dardano Sacchetti, Ennio Morricone
- Radio-Spots
- Radio-Interviews mit Karl Malden und James Franciscus
- umfangreiche Bildergalerie
- animierte interaktive Menüs

DVD und Blu-ray | Die neunschwänzige Katze

Blu-ray
Die neunschwänzige Katze Die neunschwänzige Katze
Blu-ray Start:
24.08.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Die neunschwänzige Katze

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Der ehemalige Reporter Franco Arno ist seit einem Autounfall blind und auf die Hilfe seiner Nichte Lori angewiesen. Bei einem abendlichen Spaziergang belauschen sie vor dem medizinischen Institut zufällig eine Unterhaltung zweier Männer. Kurz darauf wird im Institut eingebrochen und eine Serie grausamer Morde beginnt. Franco will den Fall lösen und tut sich mit dem jungen Journalisten Carlo Giordani zusammen. Bei ihren Recherchen stoßen die beiden auf verschiedene Hinweise und kommen dem Geheimnis rund um die Mordserie immer näher. Schon bald merken sie, wie gefährlich nahe sie dem Täter bereits gekommen sind ...

Dario Argento, dieser Name ist den meisten Horrorfans ein wohlbekannter Name, hat er doch mit Filmen wie beispielsweise „Profondo Rosso“, „Inferno“ oder „Phenomena“ atmosphärische und stilistische Meilensteine geschaffen. Bevor sich der italienische Regisseur jedoch verstärkt dem Horrorgenre zuwendete, schuf er in den 60ern und 70ern mit seiner „Tier-Trilogie“ einen wichtigen Beitrag für den Giallo, einem italienischen Subgenre des Thrillers, das sich vor allem durch explizite Gewaltdarstellung, musikalischer und stilistischer Fokussierung, sowie einer düsteren Grusel-Atmosphäre deutlich von Krimis oder anderen Thrillern unterscheidet.
„Die neunschwänzige Katze“ von 1970 ist der zweite Teil dieser Trilogie, die 1969 mit dem Film „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ begann und 1971 mit „Vier Fliegen auf grauem Samt“ beendet wurde.
Die Befürchtung, man müsse alle drei Filme nacheinander schauen um der Handlung folgen zu können, kann hier direkt zerstreut werden. Es handelt sich um keine Trilogie im konventionellen Sinn, denn alle drei Filme haben jeweils eine eigenständige Handlung und keine inhaltlichen Bezüge zueinander.

„Die neunschwänzige Katze“ ist erst der zweite Spielfilm von Argento, der vor seiner Karriere als Regisseur als Filmkritiker und Drehbuchautor gearbeitet hatte (unter anderem war er am Drehbuch zu Sergio Leones „Spiel mir das Lied vom Tod“ beteiligt). Dieser Film zeigt jedoch in vielerlei Hinsicht die Handschrift von Argento, auch wenn er seinen Stil in anderen Filmen wie „Vier Fliegen auf grauem Samt“ oder „Inferno“ noch weiterentwickelte und intensivierte. Wie bei Argento-Filmen beinah schon obligatorisch, gehören die expliziten und blutigen Gewaltszenen schlicht und einfach dazu und werden dem Zuschauer durch abwechslungsreiche Kameraeinstellungen und tolle Schnitttechnik visuell großartig präsentiert.
Ein weiteres Merkmal von Argento-Filmen ist die Optik und die durch Musik und Stilistik erzeugte Atmosphäre. Auch diesbezüglich lassen sich diverse Ansätze erkennen, die das Flair seiner späteren Werke durchdringen lassen. Die Musik von Ennio Morricone, die an Hitchcock erinnernde Kameraführung und das düstere Szenario im Grusel-Gewand erzeugen eine knisternde Spannung, die bis zum Ende aufrecht erhalten wird.

Vergleicht man diesen Film mit dem Meisterwerk „Vier Fliegen auf grauem Samt“, muss man dennoch bilanzieren, dass Argento hier und da nicht konsequent genug handelte und sich stattdessen der üblichen Krimi-Struktur angepasst hat. So wirkt der Film streckenweise wie einer der früheren Krimis a la Edgar Wallace und nutzt nur in bestimmten Phasen sein vorhandenes atmosphärisches und verstörendes Potential. Zwar ist dies Jammern auf hohem Niveau, dennoch ist er ärgerlich, da er Film auf diese Weise an Qualität einbüßt.

Mit Berücksichtigung des Alters des Films (über 40 Jahre), ist die Bild- und Tonqualität zufriedenstellend und auch die Extras können sich sehen lassen. Neben der Langfassung ist auch die Kinofassung vorhanden und neben Trailern, TV-Spots und einer Bildergalerie gibt’s noch Interviews und ein paar zusätzliche Szenen.

Fazit: Ein atmosphärisch geprägter Giallo von Altmeister Dario Argento, der durch seine Stilistik und die faszinierende Atmosphäre auch noch nach über 40 Jahren den Zuschauer in seinen Bann zieht.

by Till Huber
Bilder © Alive AG / cmv-Laservision