Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 153 min

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Inhalt

Es ist das Jahr 1941. Der Zweite Weltkrieg trifft Russland in voller Härte. Die Bevölkerung steht zwischen den Fronten von Stalins Terrorherrschaft und den vorrückenden Truppen der Nationalsozialisten. Schon seit Jahren sitzt der zum Tode verurteilte General Kotov als Gefangener in Stalins Lagern. Wie durch ein Wunder gelingt ihm die Flucht und er erhält eine neue Chance als Anführer eines Strafgefangenen-Bataillons, mit dem er an die Front geschickt wird. Seite an Seite kämpfen die ehemaligen Feinde, um ihre Nation gegen die einmarschierenden Deutschen zu verteidigen. Als Stalin höchstpersönlich den Befehl gibt, General Kotov ausfindig zu machen, bekommt das Schicksal von Kotovs Familie eine neue Wendung.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sunfilm
Tonformate:
DTS-HD 7.1 Master Audio (Deutsch, Russisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus

Blu-ray
Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus
Blu-ray Start:
06.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 153 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus
DVD Start:
06.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 147 min.

Blu-ray Kritik - Die Sonne, die uns täuscht - Der Exodus

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Russland 1941: Der zweite Weltkrieg hat Russland erreicht und die Bevölkerung sieht sich neben Stalins Terrorherrschaft nun auch den Angriffen der Nationalsozialisten ausgesetzt. General Kotov sitzt bereits seit einigen Jahren in einem Kriegsgefangenenlager und wartet auf seine Verurteilung. Nachdem sein Lager durch einen Angriff der Deutschen Luftwaffe zerstört wurde, kann der überzeugte Stalin-Gegner fliehen und sich einem Widerstandsbatallion anschließen, um die vorrückenden feindlichen Truppen zurück zu drängen. In einem aussichtslos scheinenden Kampf, ist ein mögliches Wiedersehen mit seiner Tochter der einzige Hoffnungsschimmer für Kotov. Diese ist mittlerweile jedoch ebenfalls in die Fänge des Krieges geraten und durchlebt ihre eigene Odyssee, die ihr alle grausamen Facetten des Krieges offenbart.

Das monumentale Kriegsdrama „Die Sonne, die uns täuscht – Der Exodus“, befasst sich mit der deutsch-russischen Kriegsphase in den Jahren 1941 bis 1943, dem beginnenden Feldzug der deutschen Armee auf Russland und endet in einer Phase, in welcher der Krieg für Russland bereits verloren scheint.

Regisseur Nikita Mikhalkov hat in diesem Werk epische Schlachtszenen und eine dramatische Vater-Tochter Geschichte miteinander verknüpft um einen Film zu kreieren, der sowohl den Verstand, als auch das Herz des Zuschauers anspricht. Diese Rechnung scheint auch zunächst aufzugehen, denn die Kämpfe sind auf handwerklich hohem Niveau, an authentisch wirkenden Schauplätzen gedreht und in tollen Bildern eingefangen. Auch die Geschichte des Vaters, der nach vielen Jahren der Gefangenschaft seine Tochter wiedersehen möchte, ist sowohl anrührend als auch mitreißend erzählt. Leider hat es Mikhalkov nur bedingt geschafft, diese beiden Elemente gekonnt miteinander zu verknüpfen. Die Wechsel sind oftmals zu abrupt und mitunter fällt es schwer den Überblick zu behalten, da ein „roter Faden“ nur selten zu erkennen ist. Zusammenfassend kann man hier bilanzieren, dass das Drehbuch einige Lücken aufweist, die von der handwerklichen Filmkunst nicht immer gestopft werden kann.

Die Darsteller sind durchweg überzeugend und können auch in extremen Situationen ihre Rollen glaubhaft transportieren. Einzige Ausnahme ist hier die Verkörperung Stalins, die eher unfreiwillig komisch als eindrucksvoll und überzeugend wirkt. Ob dies vielleicht eine unterschwellige Satire auf das ehemalige Staatsoberhaupt sein sollte, kann von dieser Stelle aus nicht beantwortet werden…

Der Film gibt sich in seiner Darstellung zu keinem Zeitpunkt parteiisch oder patriotisch, sondern übt reichlich Kritik am eigenen Staatsapparat und der zunächst miserablen Kriegspolitik. Dies ist umso bemerkenswerter, da der Film unter anderem von der russischen Filmförderung mitfinanziert wurde – hier wurde mal ordentlich Budget in die historische Kriegsaufarbeitung gesteckt.

Die Bild- und Tonqualität auf der Blu-ray sind sehr gut und können besonders in den epischen Schlachtszenen in gesamtes Potential ausschöpfen. Das Bonusmaterial ist nicht weiter erwähnenswert – schade drum.

Fazit: Aufwendig inszeniertes Kriegsepos mit Schwächen in der Erzählstruktur.


by Till Huber
Bilder © Sunfilm