Die üblichen Verdächtigen - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.07.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min

Die üblichen Verdächtigen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ein Blutbad im Hafen von Los Angeles fordert dutzende Todesopfer – und die örtlichen Behörden tappen mit ihren Ermittlungen im Dunkeln. Ganove „Verbal“ Kint (Kevin Spacey) ist wie durch ein Wunder dem sicheren Tod entkommen. Nun tischt er dem Zollinspektor Dave Kujan (Chazz Palminteri) eine irre Geschichte auf, die ein komplexes Netz aus Verrat, Erpressung, Korruption und Mord enthüllt, in dessen Mittelpunkt ein kriminelles Superhirn steckt: der legendäre Obergangster Keyser Soze.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch: 2.0 Stereo Dolby Digital
Englisch: 5.1 Surround DTS HD Master Audio
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD

Video on demand - Die üblichen Verdächtigen

DVD und Blu-ray | Die üblichen Verdächtigen

Blu-ray
Die üblichen Verdächtigen Die üblichen Verdächtigen
Blu-ray Start:
23.07.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 106 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die üblichen Verdächtigen Die üblichen Verdächtigen
DVD Start:
23.07.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 102 min.

Blu-ray Kritik - Die üblichen Verdächtigen

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 8/10


„Die üblichen Verdächtigen“ ist Kult. Die Geschichte um Verbal, Keaton und Keyser Söze zählt zu den bekanntesten Filmen der 90er und konnte sogar zwei Oscars gewinnen. Kevin Spacey gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller und Christopher McQuarrie, den die meisten als Regisseur der aktuellen „Mission: Impossible“-Filme kennen könnten, gewann den Oscar für das beste Drehbuch. Jetzt feiert der Kultfilm von Bryan Singer („X-Men“, „Bohemian Rhapsody“) sein spätes Blu-ray Debüt.

In Los Angeles verursacht eine Schießerei einen Haufen von Leichen. Den Behörden fehlt jegliche Art von Informationen, sie gehen aber von einem Drogendelikt aus. Jedoch finden sie am Tatort keine Drogen. Die Polizisten erhoffen sich von den einzigen beiden Überlebenden Antworten. Einer der Überlebenden ist der Kleinganove Verbal Kint (Kevin Spacey), der bei der Befragung eine komplizierte Geschichte offenbart um Totschlag, Verrat und Erpressung. Und wer steht im Mittelpunkt? Eine kleine Gruppe aus Gangstern, die sich völlig zufällig kennengelernt haben.

Gabriel Byrne in Die üblichen Verdächtigen
Gabriel Byrne in Die üblichen Verdächtigen © Paramount Home Entertainment
Was macht „Die üblichen Verdächtigen“ zu einem Kultfilm? Vor allem das geniale und oscarprämierte Drehbuch. Das Drehbuch besteht aus einer undurchsichtigen Handlung, die anachronisch erzählt wird. Durch diese sehr abwechselnde Erzählweise entsteht durchgehend Spannung, da man sich permanent fragt, wie die Gruppe um Verbal mit dem Verbrechen zu tun hat. Dies liegt auch an der Mystifizierung, die der Film um einige Geschehnisse und Figuren betreibt. Die Auflösung dieser Mystifizierung ist daraufhin in die Filmgeschichte eingegangen mit einem Twist, den wohl jeder kennt: „der größte Trick, den der Teufel je gebracht hat, war die Welt glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht.“ Die unbekannte Figur des Keyser Söze, das Sinnbild eines geheimnisvollen und mächtigen Untergrund-Gangsterbosses, wird in einem unvergesslichen Ende für immer in die Köpfe der Filmbegeisterten gebrannt. Doch nicht nur das Drehbuch ist phantastisch, auch der Cast kann überzeugen.

Mit Gabriel Byrne („Hereditary“), Benicio Del Toro („Sicario“) und Giancarlo Esposito („Breaking Bad“) hat man einige grandiose Darsteller zusammengebracht, die alle schauspielerisch überzeugen können. Das Highlight ist aber Kevin Spacey („American Beauty“), der mehr als verdient einen Oscar für seine Darstellung des verkrüppelten Kleinganoven Verbal erhielt. Es ist seine Paraderolle, durch welche er weltbekannt wurde. Er ist auch die einzige Figur, zu der der Zuschauer einen emotionalen Zugang erlangt. Die restlichen Figuren findet man als Zuschauer zwar eigen und interessant, jedoch gibt es nur zu Spaceys Verbal eine Bindung, auch wenn alle toll dargestellt sind. Die Musik kann ebenso überzeugen, da sie in einigen Szenen die Spannung auf den Höhepunkt treibt. Der Film macht keinerlei den Eindruck, dass es Singers zweite Regiearbeit ist. Zu gekonnt lässt er seine Darsteller aufspielen, das Drehbuch glänzen, die Kamera über L.A. schweben. Es ist einfach ein rundum gelungener Genremix aus Polizei-Krimi, Heist, Film-Noir und Humor kommt auch nicht zu kurz. Das einzige Problem des Filmes erscheint aber erst, wenn man den Film mehrmals gesehen hat. „Die üblichen Verdächtigen“ funktioniert nie wieder so gut, wie nach der ersten Sichtung. Beim wiederholten Ansehen macht er nicht mehr so viel Spaß, wie beim ersten Mal, da man die Auflösung schon kennt und der Film, abgesehen von dem End-Twist, nie komplett innovativ ist. Spaßig, aber es ist nicht wirklich etwas komplett neues.

Benicio Del Toro in Die üblichen Verdächtigen
Benicio Del Toro in Die üblichen Verdächtigen © Paramount Home Entertainment
Bild:
Das Bild der Blu-ray kann durchgängig überzeugen. Es treten keine Probleme auf und vor allem die Szenen bei Nacht sehen unfassbar stylisch aus. Der Kameramann Newton Thomas Siegel („Drive“) hat einen grandiosen Job geleistet.

Ton:
Der Ton kann auch überzeugen, auch wenn die englische Tonspur, die präferierte sein sollte. Es gibt keine großen soundtechnischen Highlights, aber es ist zu jeder Sekunde solide.

Extras:
Leider bietet die Blu-ray keine Extras.


Fazit:
„Die üblichen Verdächtigen“ ist ein zeitloser Film, der auch nach 25 Jahren noch begeistern kann. Bryan Singer hat einen spannenden Genremix kreiert, der vor allem durch Kevin Spacey und das phantastische Drehbuch mehr als sehenswert ist. Eine riesige Empfehlung für alle Film-Liebhaber und die, die es noch werden wollen.


by Lukas Weinandy
Bilder © Universal Pictures / Paramount Home Entertainment