Die Verlegerin - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.06.2018
FSK: 6 - Laufzeit: 116 min

Die Verlegerin Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

Preisvergleich

jpc Logo 16,99 € jetzt kaufen
Amazon Logo 12,97 € jetzt kaufen5053083148577
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

In den 70er Jahren übernimmt Kay Graham (Meryl Streep) das Familienunternehmen „Washington Post Company“ und wird damit die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA. Gemeinsam mit ihrem Redakteur Ben Bradley (Tom Hanks) wird sie durch diese spektakuläre Aufdeckung, die vier US-Präsidenten betrifft, in eine beispiellose Auseinandersetzung zwischen Regierung und Journalisten verwickelt, welche die USA nachhaltig erschüttert.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
D, FR: DTS-HD High Resolution Audio 7.1
GB: DTS-HD Master 7.1
Untertitel:
D, GB (SDH), FR
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Layout: Katharine Graham, Ben Bradlee The Washington Post
Zusatzmaterial: Besetzung und Personen in „Die Verlegerin“
Die Style-Abteilung: Eine Ära wieder aufleben lassen
Das Anhalten der Pressen: Filmstart von „Die Verlegerin“
Kunst und Kultur: Musik in „Die Verlegerin“

DVD und Blu-ray | Die Verlegerin

Blu-ray
Die Verlegerin Die Verlegerin
Blu-ray Start:
28.06.2018
FSK: 6 - Laufzeit: 116 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die Verlegerin Die Verlegerin
DVD Start:
28.06.2018
FSK: 6 - Laufzeit: 111 min.

Blu-ray Kritik - Die Verlegerin

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 8/10


„Fake News“, „Lügenpresse“ oder „Systemmedien“ – in der heutigen Medienlandschaft und auch in der Politik werden solche Begriffe immer wieder verwendet. Dabei wurde der Begriff „Fake News“ von Donald Trump geprägt wie von keinem anderen. Dass hinter dieser ständigen Medienkritik, die teilweise hetzerische Züge annimmt, in erster Linie Journalisten stehen, die einfach ihrer Arbeit nachgehen wollen, die Menschen informieren möchten und schlichtweg versuchen einen Mehrwert für die Gesellschaft beizutragen, wird in dieser Debatte oftmals untergraben. Steven Spielberg hat hier mit Die Verlegerin, welcher im Original den Titel The Post trägt, die Leistung der Journalisten, die oftmals viel riskieren, um die Wahrheit ans Licht zu bringen, gewürdigt. Der Film erhielt zwei Oscarnominierungen, darunter als bester Film sowie Meryl Streep als beste weibliche Hauptrolle. Streep erhielt ihre 21. Oscarnominierung und auch diese war wirklich nicht unverdient gewesen. Es ist, man mag es im ersten Moment gar nicht so recht glauben, erst die erste Zusammenarbeit zwischen Spielberg und Meryl Streep. Darüber hinaus ist der Film hochkarätig besetzt. Die männliche Hauptrolle übernimmt Tom Hanks, welcher schon mehrmals mit Steven Spielberg zusammenarbeitete (Bridge of Spies, Der Soldat James Ryan, Terminal u.a.). Zudem gibt es Michael Stuhlbarg, Bob Odenkirk, Sarah Paulson, Jesse Plemons, Carrie Coon, Bruce Greenwood und Alison Brie in großen und kleinen Nebenrollen zu sehen.

Meryl Streep in Die Verlegerin
Meryl Streep in Die Verlegerin © Universal Pictures
Der Film ist nicht nur namhaft besetzt, er ist auch wirklich gut gespielt. Allen voran Hanks und Streep machen einen hervorragenden Job. Tom Hanks, der leicht versessen wirkt, endlich eine große und wichtige Nachricht rauszubringen und Meryl Streep, welche zunächst unsicher und leicht überfordert wirkt und sich im Laufe des Films zu einer mutigen und selbstbewussten Frau entwickelt, welche eigene Entscheidungen verantwortungsvoll trifft, spielen das beide vorzüglich. Auch im Zusammenspiel sieht man den beiden die geballte Schauspielerfahrung an. Vor allem Streep überzeugt in den emotionalen Szenen, in der sie die verletzliche Seite der Katharine Graham glaubwürdig darstellt. Ansonsten ist der Film wirklich gut gefilmt. Es gibt hier tolle Kamerafahrten durch das Büro der Washington Post, die für eine gewisse Dynamik sorgen. Es gibt hier schöne Bilder und grundsätzlich macht der Film optisch einen hervorragenden Eindruck. Dazu gibt es den bei Spielberg-Filmen fast schon obligatorischen Soundtrack von John Williams, der ebenfalls die gesamte Stimmung musikalisch schön untermalt. Darüber hinaus ist das Szenenbild wirklich gelungen. Die Frisuren, die Kleidung, die Büros, die Wohnungen usw. Man fühlt sich einfach in die 70er Jahre zurückversetzt. Die Ausstattung sorgt neben den glaubwürdigen Darstellerleistungen und dem bodenständigen Erzählstil für weitere Authentizität.

Tom Hanks in Die Verlegerin
Tom Hanks in Die Verlegerin © Universal Pictures
Natürlich ist der Film patriotisch in gewissen Szenen, jedoch übertreibt es hier Spielberg nicht. Die recht trockene Thematik erzählt er nüchtern aus. Doch aufgrund der Kamera und dem Schnitt auf der technischen Seite sowie den Schauspielern auf der anderen Seite ist man hier nicht gelangweilt, auch wenn es recht trocken ist. Der Film nimmt leider letztlich einen hier jedoch nicht genug mit. Man wird nicht vom Hocker gerissen. Eher versinkt man weiter in seinem Sitz. Es ist mehr eine optisch schön verpackte und gut gespielte Geschichtsstunde, die ein wichtiges Ereignis in der US-Medienhistorie aufzeigt, welches gerade in der heutigen Zeit sehr präsent ist. Dennoch kommt hier selten Spannung auf. Bis auf vielleicht die eine oder andere Szene im letzten Drittel, ist das auch von der Stimmung her meist etwas monoton geraten. Spielberg schafft es im Vergleich zu Bridge of Spies nicht genug Dramatik und Fallhöhe in die Szenerie einzubauen. Der Film bleibt zwar unter dem Strich daher sehenswert, doch sicherlich kein grandioses Werk von ihm.

Meryl Streep und Alison Brie in Die Verlegerin
Meryl Streep und Alison Brie in Die Verlegerin © Universal Pictures
Die Bildqualität der Blu-ray ist jedoch hervorragend. Klar gibt es hier Filmkorn, da Spielberg generell analog dreht. Aber das stört kaum und ist eher gerade im historischen Kontext und der Tatsache, dass der Film in den 70ern spielt, eher ein Pluspunkt. Die Farben sind, wie es für einen „bürolastigen“ Film üblich ist, eher entsättigt und nicht grell. Daher gibt es einen mäßigen Kontrast und grundsätzlich scharfe Bilder.

Die dts HD-HR 7.1 – Tonspur lässt hier wirklich wenig Raum für große Kritik. Natürlich ist der Film zu gefühlt 95% dialoglastig. Doch diese sind immer klar verständlich und auch der Soundtrack wird angenehm wiedergegeben.

Bei den Extras gibt es 5 umfangreiche Featurettes, die z.B. einen Einblick auf die Geschichte dahinter werfen. Die echte Katharine Graham sowie der echte Ben Bradlee werden dabei näher vorgestellt und viele aus dem Cast (Produzenten, Regisseur, Schauspieler) und wichtige Zeitzeugen, wie Daniel Ellsberg, der die Pentagon-Papiere kopierte, kommen zu Wort. Während eines der Featurettes dann auf die Besetzung eingeht, gibt es Featurettes über die authentische Ausstattung, über die Filmmusik sowie über die (Vor)Produktion des Films.


Fazit:
Spielbergs Die Verlegerin ist ein wichtiger Film, der vor allem im Jahr 2018 extrem brisant und hochaktuell ist. Er ist sehr gut gespielt, grandios ausgestattet und wunderbar gefilmt. Der Film ist ein Plädoyer für die Presse- und Meinungsfreiheit und zeigt auch die Stärke und Emanzipation der Frau. Dennoch ist er rein erzählerisch sehr flach geraten und nicht mitreißend, weswegen Die Verlegerin ein guter und sehenswerter Film ist, der gerade für Fans von Historiendramen empfehlenswert ist, doch nicht zu den ganz großen Werken von Steven Spielberg gehören wird.

by Morteza Wakilian
Bilder © Universal Pictures