Die Känguru-Chroniken - Blu-ray

Blu-ray Start: 20.08.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 92 min

Die Känguru-Chroniken Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Das Känguru zieht bei seinem Nachbarn, dem unterambitionierten Kleinkünstler Marc-Uwe, ein. Doch kurz darauf reißt ein rechtspopulistischer Immobilienhai die halbe Nachbarschaft ab, um mitten in Berlin-Kreuzberg das Hauptquartier der internationalen Nationalisten zu bauen. Das findet das Känguru gar nicht gut. Es ist nämlich Kommunist. (Äh ja, das hatte ich vergessen zu erwähnen.) Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Den Rest kann man sich ja denken. Vier Nazis, eine Hasenpfote, drei Sportwagen, ein Psychotherapeut, eine Penthouse-Party und am Ende ein großer Anti-Terror-Anschlag, der dem rechten Treiben ein Ende setzen soll. Nach einer wahren Begebenheit.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Bros. Home Entertainment / X-Verleih
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar, Making-of, Interview mit dem Regisseur, Trailer

Video on demand - Die Känguru-Chroniken

DVD und Blu-ray | Die Känguru-Chroniken

Blu-ray
Die Känguru-Chroniken Die Känguru-Chroniken
Blu-ray Start:
20.08.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die Känguru-Chroniken Die Känguru-Chroniken
DVD Start:
20.08.2020
FSK: 0 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - Die Känguru-Chroniken

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Marc-Uwe Kling (Dimitrij Schaad) lebt zusammen mit einem Känguru (Stimme: Marc-Uwe Kling). Sie haben eine wunderbare Zeit zusammen, doch Jörg Dwigs (Henry Hübchen) möchte seinen Immobilienbesitz erweitern und etliche weitere Straßen von Berlin kaufen. Zusammen versuchen sie ihn zu stoppen, sodass alle glücklich weiterleben können. Doch dabei stoßen sie auf brutale Schlägertruppen und an den Rand der Gesetze.

"Die Känguru-Chroniken" basiert auf der gleichnamigen medialen Kultreihe, wovon seit 2008 regelmäßig neue Kapitel erscheinen. Man sollte von Anfang an sagen, dass zwar auch Nicht-Kenner mit dem Film Spaß haben können, der größte Mehrwert wird aber bei den Fans liegen. Die Geschichte dabei ist relativ simpel und kann von jedem verstanden: Der Immobilien-König Dwigs möchte sein eigenes Wohn-Imperium schaffen und bedroht damit die Straße, in der unter anderem das Känguru und Marc-Uwe leben. Dabei stellen sie sich meistens etwas tollpatschig an und nicht jede Aktion von ihnen führt zu ihrem gewünschten Ziel.

Die Känguru-Chroniken: Das Känguru
Die Känguru-Chroniken: Das Känguru © X Verleih
Direkt von Anfang an sollte man die Art des Kängurus akzeptieren, denn sie ist nun mal gewöhnungsbedürftig. Es ist sehr frech, vorlaut und besserwisserisch. Mit Marc-Uwe bildet sich ein Protagonisten-Duo, welches sich vor allem mit viel Situationskomik durch die Handlung steht. Die beiden folgen dabei keinen übergeordneten Plan, sondern es ergeben sich einfach mehrere Ereignisse, die die Story vorantreiben. Dadurch fühlt sich der Film auch eher lose Geschichtensammlung an. Diese Machart muss tendenziell nicht schlecht sein, kann sich aber ein bisschen wirr anfühlen. Erst gegen Ende zeigt sich die wahre Intention der Handlung und diese ist leider ein wenig zu aufgesetzt. Als Anthologie würden die Geschichte besser funktionieren oder man hätte sich komplett an der Vorlage orientieren sollen.

Die Figuren funktionieren leider so gut wie gar nicht. Die beiden Protagonisten haben zwar eine erfrischende Harmonie, doch sämtliche anderen Figuren sind dermaßen austauschbar. Der Antagonist ist sehr innovationslos, die Nebenfiguren tragen nichts zur Handlung bei und generell ist die gezeigte Gesellschaft sehr klischeehaft und plakativ. Die besten Szenen sind nun mal die, wo die beiden Protagonisten alleine sind und über alles Mögliche schwadronieren.

Die Känguru-Chroniken: Marc-Uwe Kling, Känguru und Maria
Die Känguru-Chroniken: Marc-Uwe Kling, Känguru und Maria © X Verleih
Dabei sollte aber gesagt werden, dass der Film dennoch interessant und außergewöhnlich ist. Die Komödie ist sehr innovativ. Über Humor lässt sich zwar streiten, dieser hebt sich aber deutlich von anderen deutschen Komödien ab. Vor allem da der Film großteils auf Pipi-Kaka-Humor verzichtet und an vielen Stellen überraschend komplex ist. Die meisten Witze können zwar von einem jungen Publikum nicht verstanden werden, allerdings sollten trotzdem alle Altersgruppen ihren Spaß finden.

Der Regisseur Dani Levy („Berlin, I love you”/„Mein Führer- Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler“) hat sich bisher auf eher stereotypische, deutsche Filme konzentriert. Mit diesem Film versucht er seinen eigenen Kosmos zu erweitern und bereichert den deutschen Filmmarkt. Marc-Uwe Kling spricht in dem Film und in den Vorlagen das Känguru und hat seine Rolle perfektioniert. Aber auch Dimitrij Schaad („Das Boot“) leistet überzeugende Arbeit.

Die Känguru-Chroniken: Känguru und Dimitrij Schaad
ie Känguru-Chroniken: Känguru und Dimitrij Schaad © X Verleih
Bild:
Der Film hat kaum dunkle Szenen, weshalb das Bild komplett rauschfrei ist. Das Känguru sieht überraschend gut aus und integriert sich nach einer anfänglichen Gewöhungsphase perfekt in den Film. Die Farben sind eher hell und orientieren sich an ähnlichen deutschen Produktionen.

Ton:
Der Film wurde auf DTS-HD MA 5.1 abgemischt und ist störfrei. Auf Musik wurde nahezu verzichtet und die Soundgestaltung fällt nicht negativ auf.

Extras:
Es gibt einige Bonusinhalte, wie ein Audiokommentar von den beiden Protagonisten, ein Making-of, Trailer und ein Interview mit dem Regisseur.


Fazit:
Auch wenn „Die Känguru-Chroniken“ nicht der beste Film ist, lohnt sich diese Komödie auf jeden Fall. Sie hat nicht nur innovativen Humor, sondern auch eine interessante Erzählweise. Leider scheitert es aber an vielen kleinen Stellen, weshalb das Gesamtpaket eher in den Mittelbereich abrutscht.


by René Fischell
Bilder © Warner Bros. Home Entertainment / X-Verleih




Die Känguru-Chroniken - Trailer