Die Frau des Nobelpreisträgers - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.05.2019
Digital VoD: 10.05.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 101 min

Die Frau des Nobelpreisträgers Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Joan (Glenn Close) und Joe Castleman (Jonathan Pryce) sind seit fast 40 Jahren verheiratet. Joe gefällt sich als einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Er genießt in vollen Zügen die Aufmerksamkeit, die ihm zu Teil wird, diverse Affären inklusive. Seine Frau Joan scheint dabei mit viel Charme, einem scharfen Sinn für Humor und intelligenter Diplomatie die perfekte Unterstützung im Hintergrund. Als Joe für sein literarisches Oeuvre mit dem Nobelpreis ausgezeichnet werden soll, reisen sie gemeinsam nach Schweden. Begleitet werden sie dabei von ihrem Sohn David (Max Irons) - selbst angehender Schriftsteller ohne Vaters Segen. Zwischen hochoffiziellen Empfängen, Ehrfurchtsgebaren und Damenprogramm werden die Risse der Ehe sichtbar und eine unruhige Unzufriedenheit beginnt durch Joans stoische Fassade zu brechen. Zu allem Überfluss werden die Castlemans auch noch von Journalist und Möchtegern-Biograph Nathaniel Bone (Christian Slater) verfolgt, der unnachgiebig versucht, ein dunkles Geheimnis aufzudecken.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Kinotrailer, Making-of, Interviews mit Cast & Crew

DVD und Blu-ray | Die Frau des Nobelpreisträgers

Blu-ray
Die Frau des Nobelpreisträgers Die Frau des Nobelpreisträgers
Blu-ray Start:
10.05.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 101 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die Frau des Nobelpreisträgers Die Frau des Nobelpreisträgers
DVD Start:
10.05.2019
FSK: 6 - Laufzeit: 97 min.

Blu-ray Kritik - Die Frau des Nobelpreisträgers

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Joe Castleman (Jonathan Pryce) ist einer der wichtigsten Schriftsteller Amerikas und soll, wegen seiner außergewöhnlichen Leistungen, den Literaturnobelpreis erhalten. Er reist mit seiner Frau Joan (Glenn Close) und mit seinem Sohn David (Max Irons) nach Stockholm. Dort nimmt die Familie nicht nur an den Feiern teil, sondern muss sich ganz plötzlich ihren Problemen stellen, welche vorher immer ignoriert wurden. Die sonst so liebevolle Ehe gerät ins Wanken und ziemlich schnell kommen dunkle Geheimnisse ans Tageslicht.

Joan (Glenn Close) und Joe Castleman (Jonathan Pryce) sind ein eingespieltes Team.
Joan (Glenn Close) und Joe Castleman (Jonathan Pryce) sind ein eingespieltes Team. © SquareOne Entertainment / Graeme Hunter
„Die Frau des Nobelpreisträgers“ ist ein wahnsinnig gut geschriebenes Drama über eine Familie, bei den der plötzliche Erfolg auf tiefliegende Verschleierungen trifft. Der Film baut von Anfang an verschiedene Grundkonflikte auf. Es fängt an mit der fehlenden Bestätigung seitens Joe für die literaturanfänglichen Probeläufe seines Sohnes David. Im Flugzeug lauert schon der nächste Konflikt, da sich der neugierige Journalist Nathaniel Bone (Christian Slater) aufdrängt, um eine Biographie über Joe zu verfassen. Joe blockt aber ab, da er seine Geheimnisse nicht publizieren möchte. Parallel dazu springt der Film in die Vergangenheit, um die Zusammenkunft von Joe und Joan zu zeigen, welche auf einer Affäre beruht. Mit all diesen Problemen fühlt sich Joe konfrontiert, welcher sich eigentlich nur für seinen Erfolg freuen möchte und ab diesem Zeitpunkt zeigt sich die Großartigkeit dieses Films: Joe wird stets unterstützt von Joan, welche allerdings nie im Rampenlicht stehen möchte. Sie versucht die Familie zusammenzuhalten, doch kämpft mit ihren eigenen Problemen, da der Journalist jetzt einen anderen Weg geht, um an die Geheimnisse von Joe heranzukommen. Der Film baut also Joan im Hintergrund als Protagonistin auf, obwohl Joe die ganze Zeit im Mittelpunkt steht.

Die Frau des Nobelpreisträgers– Joan (Glenn Close) ist für Joe jederzeit die perfekte Unterstützung.
Die Frau des Nobelpreisträgers– Joan (Glenn Close) ist für Joe jederzeit die perfekte Unterstützung. © SquareOne Entertainment / Graeme Hunter
Dieses wundervolle Drama stützt sich auf den Roman „Die Ehefrau“ von Meg Wolitzer, welche auch am Drehbuch involviert war. Inszeniert wurde das Drama von Björn Runge, ein schwedischer Regisseur, welcher in seinem Heimatland für seine berührenden Dramen bekannt ist. Für diesen Film arbeitete er erstmals mit Hollywood-Größen zusammen, um diese ergreifende Geschichte umzusetzen. Die eigentliche Hauptrolle der Ehefrau wird gespielt von Glenn Close, welche schon für vier Filmen eine Oscarnominierung für die beste Hauptdarstellerin (unter anderem „Eine verhängnisvolle Affäre“ und „Albert Noobs“) bekam, allerdings erhielt sie zu Unrecht bisher noch keinen Oscar. In den weiteren Rollen sind zu finden Jonathan Pryce („Game of Thrones“/“Fluch der Karibik“), Max Irons („Terminal“) und Christian Slater, welcher in den beiden „Nymphomaniac“-Filmen mitspielte.

Die Frau des Nobelpreisträgers – Joe Castleman (Jonathan Pryce) genießt die Aufmerksamkeit.
Die Frau des Nobelpreisträgers – Joe Castleman (Jonathan Pryce) genießt die Aufmerksamkeit. © SquareOne Entertainment / Graeme Hunter
Bild:
Das Bild ist ziemlich kontrastreich und lebensfroh und bietet daher kaum dunkle Passagen. Der Kameramann Ulf Brantås, welcher der Stamm-Kameramann von Björn Runge ist, erzählt diesen Film in vielen langen Einstellungen, welche nicht nur schauspielerische Höchstleistungen brauchen, sondern auch eine hohe Aufmerksamkeitspanne des Zuschauers. Er muss sich also darauf einstellen, dass dieser Film ziemlich langsam erzählt ist und viel Interesse für diese Thematik benötigt.

Ton:
Obwohl der Film einen großartigen Soundtrack von Jocelyn Pook („Eyes Wide Shut“) besitzt, übertönt er die Gespräche nicht. Die DTS-HD 5.1 Master Audio, sowohl in der englischen als auch deutschen Fassung, ist perfekt abgemischt, sodass es zu keinen Überlappungen kommt. Tonal ist der Film eher ruhiger gehalten, was die Atmosphäre perfekt widerspiegelt.

Extras:
Auf der Blu-ray befinden sich ein paar Interviews mit dem Cast und der Crew sowie ein Making-Of. Da die Interviews nur die oberflächlichen Themen ansprechen, wäre es schön gewesen, wenn die Filmemacher mehr auf die Figuren und die tiefgründigen Probleme eingehen würden.


Fazit:
„Die Frau des Nobelpreisträgers“ ist ein wunderschönes Drama über die hintergründigen Probleme einer Familie, welche sich durch den plötzlichen Ruhm und dem Rampenlicht ihren tiefen Problemen stellen muss, ohne dabei das augenscheinlich starke Bild von ihrer perfekten Ehe zu schwächen. Während des ganzen Films wird im Hintergrund die Ehefrau Joan als Protagonistin aufgebaut, welche mit allen Mitteln versucht die Familie zusammenzuhalten, aber dabei selbst in das Interesse der Öffentlichkeit gerät.

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by René Fischell
Bilder © Alive / capelight pictures