Die Farbe des Horizonts - Blu-ray

Blu-ray Start: 16.11.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min

Die Farbe des Horizonts Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die lebenslustige Tami (Shailene Woodley) möchte am liebsten die ganze Welt erkunden. Kaum hat die junge Kalifornierin ihren Abschluss in der Tasche, lässt sie sich frei von allen Regeln von einem Traumziel zum nächsten treiben. Als sie ihr Weg schließlich nach Tahiti führt, lernt sie den erfahrenen Segler Richard (Sam Claflin) kennen. Bis über beide Ohren verliebt entschließen sich Tami und Richard gemeinsam in See zu stechen und sich in das Abenteuer ihres Lebens zu stürzen. Doch mitten auf dem Pazifik, 2000 Seemeilen vom nächsten Festland entfernt, geraten sie plötzlich in einen gewaltigen Hurrikan. Als Tami aus ihrer Ohnmacht erwacht, ist ihr Boot nur noch ein Wrack und Richard schwer verletzt. Ohne eine Möglichkeit, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen, beginnt für Tami ein Wettlauf gegen die Zeit: Kann sie sich und ihre große Liebe retten?

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Tobis
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Interviews mit Cast & Crew, B-Rolls, Featurettes, Making Of, Deleted Scenes, Kommentar des Regisseurs, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Die Farbe des Horizonts

Blu-ray
Die Farbe des Horizonts Die Farbe des Horizonts
Blu-ray Start:
16.11.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Die Farbe des Horizonts Die Farbe des Horizonts
DVD Start:
16.11.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 93 min.

Blu-ray Kritik - Die Farbe des Horizonts

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Überlebensgeschichten gehören schon seit Ewigkeiten zum Standard-Repertoire des Kinos. Gerade Geschichten, die sich auf einen Ort und eine oder zwei Personen beschränken, bieten immer wieder Futter für existenzialistisches Spannungskino. Fast schon ein Subgenre des Überlebensfilms bildet mittlerweile der Schiffsbrüchiger-im-Segelboot-auf-offener-See-Film, der vor ein paar Jahren mit „All is Lost“, „Kon-Tiki“ und erst kürzlich mit den Donald Crowhurst-Biopics „Vor uns das Meer“ und „Crowhurst“ starke Vertreter präsentiert hat. In diese Sparte fällt auch „Die Farbe des Horizonts“, jedoch wird der Film über die wahre Geschichte der Seglerin Tammi Oldham Ashcraft mit einer stark romantischen Note garniert.

Shailene Woodley in Die Farbe des Horizonts
Shailene Woodley in Die Farbe des Horizonts © Tobis Film
So erzählt der isländische Überlebensfilm-Experte Baltasar Kormákur („Everest“, „The Deep“) die Geschichte der damals 23-jährigen Abenteurerin Oldham (Shailene Woodley), die 1983 auf Tahiti den charmanten britischen Segler Richard Sharp (Sam Claflin) kennen- und lieben gelernt hat. Bei der mit 10.000 Dollar und zwei First-Class-Rückflugtickets belohnten Übersetzung des Luxus-Segelboots eines mit Sharp befreundeten Ehepaares nach San Diego kommt es während eines Hurricanes zur Katastrophe, die Oldham zur Schiffbrüchigen auf hoher See macht.

„Die Farbe des Horizonts“ springt zwischen der romantischen und abenteuerlichen Kennenlernperiode der jungen Liebenden und dem späteren Schiffbruch und Überlebenskampf hin und her. Getragen wird der Film von der starken Shailene Woodley, die mit ihrer starken Präsenz den letztlich etwas seichten Film im wahrsten Sinne des Wortes über Wasser hält. Sie steht voll und ganz im Mittelpunkt des Films, während Sam Claflin gerade in den Szenen nach dem Unglück eher ein gut aussehender und durch Verletzungen immobilisierter Stichwortgeber bleibt, der dennoch eine schöne und wirkungsvolle Chemie mit Woodley aufbaut. Gerade zu Beginn sprühen die Funken durchaus, wodurch gepaart mit dem wunderschön fotografierten Hintergrund von Tahiti sommerlich-romantische Gefühle aufkommen. Für die überaus pittoresken, aber auch dann spektakulären Bilder zeichnet sich der dreifache Oscar-Preisträger und Tarantino-/Scorsese-/Stone- Stammkameramann Robert Richardson verantwortlich.

Shailene Woodley und Sam Claflin in Die Farbe des Horizonts
Shailene Woodley und Sam Claflin in Die Farbe des Horizonts © Tobis Film
Auch wenn Woodley sehr engagiert und glaubwürdig in ihrem physischen wie psychischen Stress agiert, kommt der Film zu keinem Zeitpunkt an die existenzialistischen Höhepunkte von ähnlich gearteten Filmen heran. Die Lebensmittel werden knapp, wichtige und lebenserhaltende Funktionen des Bootes sind defekt, die Kommunikation mit der Außenwelt scheint unmöglich, man liegt fernab von Schifffahrtsrouten – die Prämisse ist bekannt (hinzu kommt allerdings, dass Tami Vegetarierin ist und sich kaum überwinden kann, Fische zu fangen). Doch man erahnt letztlich nur das erstrebte Gefühl von in den Wahnsinn treibender Isolation, es gelingt Kormákur nur bedingt den Horror von wochenlanger Einsamkeit auf den endlosen Weiten des Ozeans schmerzhaft begreifbar zu machen. So verliert der Film dann doch schnell an Fahrt und Spannung, bleibt oberflächlich und vorhersehbar. Ein später Twist wirkt dann leider in seiner schwachen Umsetzung unglaubwürdig und erschummelt, gerade wenn man das Geschehen des Films noch einmal Revue passieren lässt.

Shailene Woodley in Die Farbe des Horizonts
Shailene Woodley in Die Farbe des Horizonts © Tobis Film
Bild
Das Bild der Blu-ray präsentiert sich größtenteils in sehr einladenden und natürlichen Farben, die angenehm authentisch und dynamisch wiedergegeben werden. Auch ansonsten erweist sich das Bild als sehr klar, scharf und detailfreudig, wobei vor allem Nahaufnahmen von Gesichtern überzeugen. Darüber hinaus ist diese schöne Bildumsetzung präzise texturiert, auch Kontraste und Schwarzwerte bewegen sich auf konstant hohem Niveau. Bildfehler finden sich nicht.

Ton
Von Beginn an begeistert die Blu-ray mit einem überaus dynamischen und lebhaften Surround-Soundtrack, der den Zuschauer mitten ins intensive Geschehen wirft. Präzise verteilen sich hier über die gesamte Laufzeit zahlreiche kleine und große Geräusche auf sämtliche Lautsprecher und erschaffen damit ein wahrlich immersives Erlebnis. Gerade bei stürmischen Szenen kommt auch der Subwoofer druckvoll zum Einsatz und lässt das Wohnzimmer angesichts eines bemerkenswerten Dynamikumfangs beben. Stimmen und Dialoge sind darüber hinaus bestens verständlich.

Shailene Woodley und Sam Claflin in Die Farbe des Horizonts
Shailene Woodley und Sam Claflin in Die Farbe des Horizonts © Tobis Film
Extras
Das Bonusmaterial erscheint in seiner Fülle auf den ersten Blick sehr umfangreich, bietet letztlich aber nur sehr viel schnell nervig redundantes und oberflächliches EPK-Material. Gerade bei einem Film wie diesem würde man sich über erhellende Einsichten zum realen Hintergrund wünschen, leider kommt die echte Tammi aber nur ganz kurz zu Wort.
Deutsches Making of (03:23 Min.)
Deutsche Featurette (02:45 Min.)
Bildergalerie (03:23 Min.)
Deutscher Trailer (01:18 Min.)
Audiokommentar von Baltasar Kormákur und Shailene Woodley Deleted Scenes (02:25 Min.)
B-Roll (03:45 Min.)
Featurettes (Braving the Elements (02:24 Min.), Journey (01:59 Min.), Survival at Sea (02:19 Min.))
Red Carpet (02:25 Min.)
Originaltrailer 1 (02:27 Min.)
Originaltrailer 2 (02:28 Min.)
Interviews (Shailene Woodley (03:04 Min.), Sam Claflin (02:44 Min.), Baltasar Kormákur (02:26 Min.), Aaron & Jordan Kendall (02:07 Min.), Tammi Oldham Ashcraft (01:51 Min.)
Trailershow


Fazit:
„Die Farbe des Horizonts“ bietet solide, aber auch bekannte Überlebensfilm-Action auf der unnachgiebigen offenen See, ohne jedoch zu überraschen und damit an bessere Vorbilder heranzureichen. Da hilft auch nicht, dass der Film mit seiner romantischen Erzählung eine Variation des Genres einbringt und Shailene Woodley in einer starken Darstellung der Schiffsbrüchigen durchaus zu begeistern weiß.

by Florian Hoffmann
Bilder © Universum Film / Tobis