Die Barbaren (Mediabook) - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.03.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min

Die Barbaren (Mediabook) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Verschleppt, versklavt und in Rache vereint: Jahre, nachdem sie vom tyrannischen Kadar (Richard Lynch) entführt worden sind, gelingt den muskelbepackten Barbarenzwillingen Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul) die Flucht. Gemeinsam mit der schönen Ismena (Eva LaRue) machen sie sich auf den Weg, den magischen Rubin wiederzufinden, der ihrem Volk Friede und Glück bringen soll. Doch der Weg dorthin führt nur über den Sieg gegen das Böse, das in Kadar seinen fähigsten Handlanger hat...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 3
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
PCM 2.0 (Deutsch, Englisch, Italienisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit Oliver Nöding und Pelle Felsch, Bonusfilm "Phenomenal and the Treasure of Tutankhamen", Interviews u.v.m.

DVD und Blu-ray | Die Barbaren (Mediabook)

Blu-ray
Die Barbaren (Mediabook) Die Barbaren (Mediabook)
Blu-ray Start:
22.03.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

zur Blu-ray Kritik

Blu-ray Kritik - Die Barbaren (Mediabook)

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 5/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Eigentlich hätten ʻDie Barbarenʻ (OT: ʻThe Barbariansʻ) schon im vergangenen Jahr vom Medienunternehmen Koch Media auf Blu-ray veröffentlicht werden sollen, doch der Release verschob sich für längere Zeit nach hinten und so erscheint der Abenteuer/Fantasy-Film des italienischen Regisseurs Ruggero Deodato, der in Filmkreisen für seine umstrittenen Werke bekannt ist, nun endlich am 22. März. Der Film aus dem Jahr 1987 wird in einem schicken Mediabook veröffentlicht, welches neben der Blu-ray- auch die DVD-Fassung sowie eine Extra-DVD mit diversen Specials enthält. Wir konnten das 3-Disc-Set bereits einer Prüfung unterziehen und berichten in unserer Kritik, ob sich das Warten gelohnt hat.

Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul)
Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul) © Koch Media
Die Geschichte beginnt vor langer, langer Zeit, als auf der Erde noch die ursprüngliche Natur herrschte, die Pracht wilder Herrlichkeit, ein Zeitalter geschaffen für Abenteuer. Es war die Zeit, als Mann, Frau und Kind, noch allein durch das Schwert regiert wurden. Doch ein Stamm, die Ragnicks, ein friedfertiges Volk aus Gauklern, Akrobaten, Musikanten und Geschichtenerzählern, hatten überall auf der Welt, das Recht des freien Geleits. Einst hatte deren ehemaliger König einen Berg von Gold, gegen einen einzigen, funkelnden Rubin eingetauscht. Der Stein verfügte über Zauberkräfte, und er enthielt die Geheimnisse der Musik, der Freude, des Lachens, der Güte und der Freundlichkeit. Der Rubin wurde von Generation zu Generation weitergegeben und nach einer langen Zeit, wurde die junge, strahlende Königin Canary (Virginia Bryant) die heilige Hüterin seines Zaubers. Doch eines Tages schreibt der finstere Herrscher Kadar (Richard Lynch) seine eigenen Gesetze und greift mit seinen getreuen Männern das friesfertige Nomadenvolk an, mit dem Ziel, den sagenumwobenen Rubin und dessen Magie für sich einzuvernehmen. Doch der Stein ist sicher versteckt, weshalb Kadar die Königin der Ragnicks entführt und mit in seinen Palast verschleppt. Ebenfalls in Gefangenschaft geraten die zwei Brüder Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul), die von Kadars Kerkermeister (Michael Berryman) zu muskelbepackten Barbaren ausgebildet werden, um sich eines Tages im Zweikampf gegenseitig zu töten, sollte Canary nach wie vor nicht preisgeben, wo der Rubin verwahrt ist...

Königin Canary (Virginia Bryant)
Königin Canary (Virginia Bryant) © Koch Media
Auch wenn die Handlung für viele womöglich etwas abgedroschen klingt, genau so waren damals die Abenteuer/Fantasy-Filme der späten 80er-Jahre. Und sind wir ehrlich, „Die Barbaren“ bieten eigentlich alles was das Fantasy-Herz höher schlagen lässt: Zwei knallharte muskelbepackte Barbarenbrüder, die mit den Bodybuilder-Zwillingen David und Peter Paul (Die Babysitter) seinerzeit ideal besetzt wurden, eine fiese Zauberin namens China (Sheeba Alahani), welche selbst nach der Macht des Rubins strebt, mit der bezaubernden Ismena (Eva LaRue), welche sich im weiteren Verlauf der Geschichte als Cara entpuppt und welche hier ihr Leinwanddebüt gab und nicht zuletzt tolle Action- und Kampfeinlagen. Da der Film ab 12 Jahren freigegeben ist, hält sich der Gewaltgrad freilich etwas zurück, aber dennoch werden hier Hände und Köpfe abgehackt, Monsterarme aus dem Erdreich gerissen oder ein gewaltiger Drache wild aufgespießt – alles natürlich mit handgemachten Effekten ohne Computer-Schnickschnack versteht sich. Da kann man auch darüber hinwegsehen, das das Makeup beziehungsweise die Maske, allen voran bei Ibar (Franco Pistoni) nicht sonderlich überragend ausgefallen ist, das sich manche Kulisse – zum Beispiel einige Felsen als billige und wackelige Attrappen herausstellen oder auch der riesige Drache, als billig designte Riesenschlange entpuppt. Spaß macht das Abenteuer aber trotzdem, alleine schon wegen den zwei Schweinsgesichtern – so bezeichnen sich die zwei Brüder selbst im Film – die mit vielen coolen Sprüchen und tollen Einlagen, wie beispielsweise ihrem unvergesslichen Lachen, für reichlich gute Unterhaltung sorgen.

Kadar (Richard Lynch)
Kadar (Richard Lynch) © Koch Media
Bild BD & DVD:
Auch wenn man es hier nicht mit einer überragenden Bildqualität zu tun hat, so muss man der Restaurationsabteilung ein Lob aussprechen, denn diese dürfte das maximal mögliche aus dem vorhandenen Quellmaterial dieser B-Movie-Produktion herausgeholt haben. Der Bildtransfer im Seitenverhältnis 1.85:1 (16:9) bietet vor allem auf Blu-ray eine annehmbare Schärfe, die vor allem während einiger Close-ups zur Höchstform aufläuft und sichtbar mehr Details mehr liefert. Die DVD kann in Sachen Detailzeichnung natürlich nicht die Qualität des 1080p-Transfers halten und fällt merklich ab, vor allem was die Bildruhe im Hintergrund betrifft. Generell ist aber bei beiden Scheiben eine dauerhafte sichtbare Bewegung vorhanden, was auf das Filmkorn zurückzuführen ist, das stets vorhanden ist und vor allem bei größeren Landschaftsaufnahmen, wie beispielsweise bei der Verfolgung der Ragnicks zu Beginn des Films, mit größeren Unruhen zu kämpfen hat. Die Farben als auch das Kontrastverhältnis sind altersbedingt auch nicht makellos, erstrahlt aber ausreichend kräftig und natürlich. Der Schwarzwert ist ebenfalls wie nicht anders erwartet keinesfalls optimal, passt aber zum Rest der Bildqualität, welche natürlich je nach Szene und Einstellung sichtbar variiert. Bildstörungen oder andere altersbedingte Verschmutzungen sind erfreulicherweise keine vorhanden.

Gladiatorenkampf in Die Barbaren
Gladiatorenkampf in Die Barbaren © Koch Media
Ton BD & DVD:
Der deutsche Ton auf der Blu-ray liegt in Stereo als linearer PCM 2.0 Mix vor, dessen fixe Datenrate bei 1.5 Mbps liegt, selbiges gilt auch für den englischen Originalton sowie den deutschen Audiokommentar der zwei Filmexperten Oliver Nöding und Pelle Felsch. Auf der ebenfalls enthaltenen DVD wartet der deutsche Sound hingegen als Dolby Digital 2.0-Mix auf, dessen Datenrate lediglich bei 192 Kbps liegt. Das Gleiche gilt im Übrigen auch für den Originalton und den dort ebenfalls zur Verfügung stehenden Audiokommentar. Der englische LPCM-Ton schneidet dabei am besten ab, gefolgt vom deutschen LPCM-2.0-Mix der Blu-ray, welcher sich etwas klarer und frischer anhört als bei der DVD-Version. Altersbedingt klingen alle Abmischung zwar leicht dumpf, bieten aber dennoch einige gute Effekte, stets klar verständliche Dialoge und auch der Score des italienischen Komponisten Pino Donaggio ('Herkules - 1983') untermalt das Filmgeschehen zu jeder Zeit stimmig.

Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul) hoch zu Roß
Kutchek (David Paul) und Gore (Peter Paul) hoch zu Roß © Koch Media
Extras:
Ein kleiner Teil der Extras befindet sich jeweils auf beiden Filmdiscs, deren Inhalt identisch ist und komplett in Standard-Auflösung (SD) vorliegt.
▪ Audiokommentar von Oliver Nöding und Pelle Felsch
▪ Deutscher Trailer (1:28 min.)
▪ Englischer Promo-Trailer (5:28 min.)
▪ Bildergalerie mit 35 Fotos

Darüber hinaus enthält das Mediabook eine weitere Zusatz-DVD, auf welcher die übrigen Specials untergebracht sind. Diese teilen sich wie folgt auf:
▪ Bonusfilm: Fenomenal und der Schatz von Tutanchamun (1:31:43 min.)
▪ Featurette: Die Welt der Barbaren (41:20 min.)
▪ Behind the Scenes TV-Special (4:24 min.)
▪ Interview mit David & Peter Paul (7:18 min.)
▪ TV-Beitrag über David & Peter Paul (5:53 min.)
▪ Musikvideo „I´m a wild one“ von Michael Sembello (4:34 min.)
▪ Interview mit David & Peter Paul (7:18 min.)

Auch auf dieser Zusatz-DVD liegen logischerweise alle Specials in Standard-Auflösung vor und liefern stellenweise eine wirklich schlechte Bildqualität. Da es hier aber um den reinen Inhalt geht und es ohnehin löblich ist, das zu dieser kultigen Trash-Perle der späten 80er-Jahre überhaupt Bonusmaterial zusammengesucht wurde, darf man sich über jeden Beitrag freuen, auch wenn diese überwiegend werbelastiger Natur sind. Eine nette Zugabe ist zudem, das obendrein auch noch das frühere Superheldenwerk ʻFenomenal und der Schatz von Tutanchamunʻ (OT: ʻPhenomenal and the Treasure of Tutankhamenʻ / ʻFenomenal e il tesoro di Tutankamenʻ) aus dem Jahr 1968 als Bonusfilm enthalten ist, zwar nur in englischer Sprache inklusive deutscher Untertitel, aber obendrein auch noch mit Einleitung von Ruggero Deodato (1:41 min.) höchstpersönlich.


Fazit:
ʻDie Barbarenʻ gehört seit meiner Kindheit zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und es hat mir wahrlich Freude bereitet, ihn nach sehr langer Zeit endlich mal wieder sehen zu können und das auch noch in überaus ansprechender Qualität. Der Film selbst zählt zwar zu den Trash-Perlen der späten 80er, hat aber nach all diesen Jahren nichts von seinem Charme eingebüßt und unterhält, nicht zuletzt auch wegen seiner manchmal urkomisch hölzernen Dialoge, wahrlich prächtig. Wer auf alte Abenteuer/Fantasy-Filme wie beispielsweise ʻConan der Barbarʻ, ʻDer Zauberbogenʻ oder ʻHerkulesʻ steht, der wird auch mit diesem Werk seinen Spaß haben und dank der vielen Specials auch noch nach dem eigentlichen Film gut unterhalten werden.

by Roland Nicolai
Bilder © Koch Media