Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17 - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min

Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17 Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Komponist Roderick Fitzgerald und seine Schwester Pamela, die sich vor Kurzem ein verwunschenes Haus an der englischen Küste gekauft haben, werden von furchterregenden Aktivitäten in Angst versetzt. Den anfänglich nur unheimlichen Geräuschen folgt schon bald geisterhafter Terror, der eng mit der Geschichte der Vorbesitzer verknüpft zu sein scheint. Ganz offensichtlich treibt ein Geist sein Unwesen in den Gemäuern, die ein Geheimnis hüten, dessen ganze Tragweite nun langsam ans Licht kommt ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 1,37:1 (4:3 Vollbild) 1080p HD
Bonusmaterial:
Zwei Radio-Hörspiele zum Film mit Ray Milland, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17

Blu-ray
Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17 Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17
Blu-ray Start:
22.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17 Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17
DVD Start:
22.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

Blu-ray Kritik - Der unheimliche Gast - Film Noir Collection 17

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Mit „Der unheimliche Gast“ präsentiert der Verleiher Koch Media den 17. Teil seiner Film Noir Collection auf Blu-ray und sorgt damit durchaus für einige Irritationen. Obgleich mit Ray Milland ein Noir-erprobter Schauspieler vertreten ist, handelt es sich bei diesem Film nämlich um einen reinrassigen Gruselfilm, den sich Freunde des Genres keinesfalls entgehen lassen sollten!

Der günstige Kaufpreis verleitet den Komponisten Roderick Fitzgerald (Ray Milland) und seine Schwester Pamela (Ruth Hussey) dazu, ein altes und einsam gelegenes Haus an der englischen Küste zu kaufen. Ein schrecklicher Fehler! Denn wie sich nach kurzer Zeit herausstellt, geht es in dem alten Gemäuer nicht mit rechten Dingen zu. Schon bald werden die beiden neuen Hausbewohner von paranormalen Erscheinungen heimgesucht, die sich in immer stärker werdendem Ausmaß intensivieren und ein ruhiges Leben unmöglich machen. Roderick will den Spuk beenden und wagt deshalb einen Blick in die Vergangenheit des verwunschenen Gebäudes...

Zunächst ist man beim Schauen des Filmes schon etwas irritiert. Denn inhaltlich will der stilvolle Gruselstreifen so gar nicht zu den anderen Titeln aus der Film Noir Collection von Koch Media passen. Abgehalfterte Privatdetektive und ein nihilistisches Gesellschaftsbild sucht man hier ebenso vergeblich wie den typischen, das Bild dominierenden, Tabak-Qualm, der die Verruchtheit der Noir-Welt auf der Leinwand oftmals erfahrbar werden lässt. Stattdessen wird man mit einem überaus atmosphärischen Gruselvergnügen konfrontiert, das neben einem tollen Cast auch eine wunderbar düstere Szenerie zu bieten hat. Statt der heutzutage dominierenden Jump-Scares, die vor allem durch ein intensives Sounddesign erzeugt werden, setzt „Der unheimliche Gast“ auf einen viel subtileren Schrecken, der aus einem sich stetig steigernden Gefühl der Angst resultiert, das sich zwar sehr langsam entwickelt, aber dadurch auch eine beachtliche Intensität erreichen kann. Der Schrecken entsteht also nicht durch plumpe Schockeffekte, sondern durch das gute Drehbuch und eine fabelhafte ästhetische Gestaltung. Ray Milland agiert in der Rolle des Roderick gewohnt charmant und darf eine der denkwürdigsten Geisterkonfrontationen der Filmgeschichte hinter sich bringen. Sein subtil ironisches Spiel verleiht dem Film zudem ein interessantes humoristisches Element, das als wichtiger Ausgleich für den düsteren Grundtenor der Geschichte dient und den Film insgesamt sogar noch unterhaltsamer macht.
Auch wenn es sich bei „Der unheimliche Gast“ anders als vom Verleiher suggeriert also keineswegs um einen typischen Vertreter der Film Noir Gattung handelt, kann der stilvoll inszenierte Gruselfilm auf sämtlichen Ebenen restlos überzeugen und sollte Gruselfans auf jeden Fall bekannt sein.

In Anbetracht des Alters von „Der unheimliche Gast“ (Erscheinungsjahr: 1944) ist die Bildqualität eine Wucht! Die Bilder kommen allesamt scharf daher und lassen den Film überraschend modern wirken. Die Tonqualität kann ebenfalls als sehr gelungen bezeichnet werden und verleiht dem Film auch auf akustischer Ebene einen würdevollen neuen Anstrich. Als Extra begeistert neben einer Bildergalerie zudem ein etwa einstündiges Radiohörspiel in zwei Teilen, das sich Interessierte nicht entgehen lassen sollten.

Fazit:
Lewis Allens Spukgeschichte „Der unheimliche Gast“ mag zwar nicht so recht ins Konzept der Film Noir Collection von Koch Media passen, kann aber dafür als schauriger und überaus stilvoller Gruselfilm restlos überzeugen!

by Jonas Hoppe
Bilder © Koch Media