Der letzte Exorzismus: The Next Chapter - Blu-ray

Blu-ray Start: 17.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min

Der letzte Exorzismus: The Next Chapter Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Als einzige Überlebende des grauenvollen Exorzismus-Rituals ist Nell Sweezer noch immer tief traumatisiert. Die Ereignisse der letzten Monate scheinen komplett aus ihrem Gedächtnis gelöscht und doch weiß sie, dass etwas abgrundtief Böses von ihr Besitz ergriffen hat. Geplagt von schrecklichen Albträumen versucht Nell ein neues Leben zu starten und tatsächlich findet sie bald neue Freunde. Bis die Vergangenheut sie mit ungemeiner Kraft wieder einholt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Studiocanal Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interview mit Produzent Eli Roth, Interview mit Ashley Bell, Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Der letzte Exorzismus: The Next Chapter

Blu-ray
Der letzte Exorzismus: The Next Chapter Der letzte Exorzismus: The Next Chapter
Blu-ray Start:
17.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der letzte Exorzismus: The Next Chapter Der letzte Exorzismus: The Next Chapter
DVD Start:
17.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

Blu-ray Kritik - Der letzte Exorzismus: The Next Chapter

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 5/10


Die Eli Roth Produktion „Der Letzte Exorzismus“ stellte im Jahr 2009 in qualitativer und in kommerzieller Hinsicht einen echten Überraschungserfolg dar. Der Horrorfilm des deutschen Regisseurs Daniel Stamm holte trotz seines geringen Budgets das meiste aus der gruseligen Geschichte heraus und lieferte neben einer raffinierten Inszenierungsidee – der gesamte Film kam im Stile einer Dokumentation daher - eine Vielzahl effektiv eingesetzter Schockmomente. Nun versucht Ed Gass-Donnelly mit seiner Fortsetzung (deren Titel ein echtes Paradoxon darstellt) „Der letzte Exorzismus: The Next Chapter“ an das überzeugende Erstlingswerk anzuknüpfen und kann damit leider nur teilweise überzeugen.

Nells (Ashley Bell) Erinnerung an die schrecklichen Vorkommnisse der vergangenen Tage und den Tod ihrer Familie sind nahezu ausgelöscht. Sie nimmt die eklatanten Veränderungen ihrer Lebenssituation zwar hin, bleibt innerlich aber relativ orientierungslos. Dennoch schafft sie es nach einer Weile, einen Job zu finden und soziale Kontakte zu knüpfen, was für sie einen großen Fortschritt darstellt. Einem normalen Leben stünde also eigentlich nichts mehr im Wege und auch die Schrecken der Vergangenheit verlieren mit jedem verstrichenen Tag an Bedeutung. Allerdings wird sehr bald klar, dass der finstere Dämon immer noch aktiv zu sein scheint und es weiterhin auf die verstörte Jugendliche abgesehen hat. Doch Nell akzeptiert diese Opferrolle nicht länger und nimmt entschlossen den Kampf auf...



Der Horrorfilm „Der letzte Exorzismus: The Next Chapter“ ist für sein Genre geradezu auffallend harmlos, was bei Eli Roth („Hostel“) als Produzenten durchaus eine kleine Überraschung darstellt. Doch auch der gruselige erste Teil definierte sich weniger über explizite Ekelszenen, als viel mehr über seine effektiv platzierten und intelligenten Schockmomente. Zusätzlich verstärkt wurde die beklemmende Atmosphäre des Films durch den verwendeten Found-Footage Look, welcher der Horrorgeschichte eine realistische Note gab. Von diesem „Mockumentary-Stil“ des Vorgängers distanziert sich Ed Gass-Donnelly mit seinem Film jedoch deutlich und präsentiert die Fortsetzung als ganz konventionell erzählten Spielfilm. Das ist natürlich nachvollziehbar, da die Macher den Überraschungseffekt des Vorgängers vermutlich sowieso nicht hätten reproduzieren können. Mit einem echten Alleinstellungsmerkmal kann „Der letzte Exorzismus: The Next Chapter“ so aber leider nicht mehr aufwarten.
Die Wahl der Hauptdarstellerin, Ashley Bell, erweist sich wie schon im ersten Teil als echter Glücksfall. Sie legt die Figur der Nell ungemein nuancenreich und verletzlich an, was gut zum Grundton des Filmes passt und ihrem Charakter eine subtile Note verleiht. Diese ist auch dringend notwendig, da es sich beim zweiten „letzten Exorzismus“ in der ersten Filmhälfte eher um ein waschechtes Jugenddrama handelt und weniger um einen schaurigen Horrorfilm. Obwohl das traurige Dasein der vereinsamten und zunehmend verstörten Nell angenehm ruhig und recht frei von Klischees geschildert wird, muss doch konstatiert werden, dass dieser Ansatz nicht nur bei den Genrefans für etwas Langeweile sorgen wird. Denn kaum ein Zuschauer, der den ersten Teil dieser Exorzismus Reihe mochte, erwartet ein tief schürfendes Jugenddrama, wenn er sich für den Kauf der Blu-ray entscheidet. Der Durchschnittskonsument will viel lieber einen dezidiert düsteren, spannungsgeladenen Exorzismusschocker sehen und genau dafür bezahlt er auch. Ein solcher Film ist „Der letzte Exorzismus: The Next Chapter “ aber leider nur im letzten Filmdrittel geworden. Doch nicht einmal hier will der Film so recht funktionieren, da alles Gebotene im ersten Teil schon deutlich besser zu sehen war und hier deshalb einen erschreckend durchschnittlichen Eindruck hinterlässt. Die finale Episode wirkt im Grunde bloß wie ein ideenloses Exorzismus Best-of, das ohne Innovationen daher kommt und den Zuschauer zu keiner Sekunde wirklich packen kann. Es handelt sich hier leider bloß um langweiligen und relativ dreisten Eklektizismus, mehr nicht.
Wenn man den Film jedoch losgelöst vom Erstlingswerk betrachtet, macht er aufgrund seiner sensiblen Schilderung des Lebens einer Ausgestoßenen dann doch einiges richtig und kann daher vor allem in der Exposition durchaus überzeugen. Man sollte also mit der richtigen Erwartungshaltung (nämlich ohne einen zweiten „letzten Exorzismus“ zu erwarten) an diesen Film herangehen und könnte dann sogar eine positive Überraschung erleben.

In technischer Hinsicht kann die Blu-ray überzeugen und hinterlässt einen sehr ordentlichen Eindruck. Interessierte Zuschauer werden zudem mit einem insgesamt etwa 25 Minuten langen Interview-Material beliefert und können sich so einige Hintergrundinformationen aneignen.

Fazit:
Bei „Der letzte Exorzismus: The Next Chapter“ handelt es sich um ein filmisches Kapitel, dass man bedenkenlos hätte streichen können. Als Fortsetzung mag der Film aufgrund seiner doch sehr abweichenden Erzählweise und seinem Charakter als Jugenddrama leider einfach nicht so recht funktionieren. Wenn man jedoch unvoreingenommen an den Film herangeht und ihn als eigenständiges Werk betrachtet, kann er in den ersten beiden Filmdritteln jedoch einigermaßen überzeugen und durchaus für eine unterhaltsame Filmstunde sorgen.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Studiocanal Home Entertainment