Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter? - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.05.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min

Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter? Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Am 26. September 1980 wird der verheerende Anschlag auf das Münchner Oktoberfest verübt, bei dem 13 Menschen sterben und mehr als 200 verletzt werden. Ulrich Chaussy (verkörpert von Benno Fürmann), Journalist beim Bayerischen Rundfunk, plant zunächst nur einen kleinen Beitrag zum Attentat. Dafür beginnt er die Hintergründe des Gewaltakts zu untersuchen und stößt schon bald auf Widersprüche und Ungereimtheiten. So erfährt er beispielsweise im Gespräch mit Zeugen, dass diese mehrere Personen am Tatort gesehen haben. Von offizieller Seite scheinen bestimmte Hinweise aber nicht weiter verfolgt zu werden und später verschwinden Beweismittel aus der Asservatenkammer. Fortan verwendet Chaussy all seine Energie darauf, den Geschehnissen auf den Grund zu gehen. Er macht es sich zur Lebensaufgabe, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Unterstützt wird er dabei von Werner Dietrich, dem Anwalt der Attentats-Opfer. Auch er glaubt nicht an die Theorie des Einzeltäters.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of, Interviews, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter?

Blu-ray
Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter? Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter?
Blu-ray Start:
13.05.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter? Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter?
DVD Start:
13.05.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 95 min.

Blu-ray Kritik - Der blinde Fleck - Täter. Attentäter. Einzeltäter?

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Am 26. September 1980 kamen bei einem Attentat beim Münchner Oktoberfest 13 Menschen ums Leben, über 200 weitere wurden verletzt. Die deutschen Behörden hatten schnell einen mutmaßlichen Einzeltäter gefasst. Doch Journalist Chaussey glaubte nicht an den Täter, den die Regierung präsentierte und ermittelte auf eigene Faust. Schnell stieß er auf die erwarteten Ungereimtheiten, die er zusammen mit Verbündeten aufklärte.

Regisseur Daniel Harrich („Ein schmaler Grat“) nutzt Chaussys Geschichte über das bisher größte Attentat Deutschlands, als Ausgang für seinen Thriller „Der blinde Fleck“. Während amerikanische Produktionen immer wieder gerne Verschwörungstheorien nutzen, um ihren Thriller damit die notwendige Spannung zu verleihen, orientiert sich Harrich lediglich an Fakten. Ein faszinierender Spannungsbogen wird dadurch nicht gespannt. Stattdessen erlebt der Zuschauer, wie ein Journalist auf der Suche nach der Wahrheit ungewöhnliche Wege beschreitet. Benno Fürmann („In Darkness“) übernimmt die Rolle des wissbegierigen Journalisten, dem es gelingt, einen verheerenden Ermittlungsfehler aufzudecken. Gemeinsam mit Anwalt Werner Dietrich, gespielt von Jörg Hartmann (TV-Serie „Weissensee“), blickt er hinter die Kulissen der Politik und deren Machenschaften. Basierend auf wahren Ereignissen, wirkt der Thriller authentisch und ist durchweg nachvollziehbar. Nicht zuletzt, weil Chaussy an der Drehbucharbeit beteiligt war und dadurch seine Erlebnisse zum Leben erwecken konnte. Der Zweifel an der Politik und des Rechtssystems ist allgegenwärtig und regt den Zuschauer zum Nachdenken an. Doch Harrich kann mit seinem Thriller nicht vollends begeistern. Die Geschichte stützt sich auf zahlreiche Rückblenden, die sich zu einem Mosaik zusammensetzen. Die Figuren bleiben dabei größtenteils eindimensional und treten auf der Stelle. Die Recherchen von Chaussy ziehen sich in die Länge, wobei die Beweislage eindeutig ist und auf eine Vertuschung hinweist. Erst als das Leben des Journalisten scheinbar in Gefahr gerät, wird die Spannung minimal angezogen, bevor sie wieder recht schnell abflacht.
Die Wahl der Darsteller erscheint auch nicht sonderlich glücklich gewählt. Die drei Tatort-Kommissare Udo Wachtveitl, Miroslav Nemec und Jörg Hartmann sind zu sehr mit ihren eigentlichen Rollen verwaschen, als dass der Zuschauer ihnen die aufgedrückten Rollen ohne ein Schmunzeln abnehmen kann. Lediglich Benno Fürmann kann seine Figur souverän verkörpern, wenn auch sein dramaturgisches Schauspiel zwischenzeitlich flach erscheint.

Die Bildqualität der Blu-ray ist wechselhaft, da die Haupthandlung durch Archivbilder ergänzt wird. Die Geschichte im Fokus präsentiert sich in einem klaren Transfer. Nur selten wirken die Bilder etwas weicher und ein minimaler Mattscheibeneffekt lässt sich erkennen. Die Farben sind befriedigend, werden jedoch durch Gegenlicht abgeschwächt. Das Archivmaterial erscheint farbenfroher, hält aber einen wesentlichen höheren Anteil an Rauschelementen und Kompressionen bereit. Insgesamt sind die Kontraste ein wenig schwach. In hellen Kulissen wirken Figuren und Hintergrund zu einheitlich. Die Detailzeichnung ist recht ordentlich und gibt vor allem in Close-ups feine Gesichtszüge sauber wieder. Die Dialoge sind zentriert, kraftvoll und gut verständlich. Die Radiosendungen haben einen ordentlichen Klang, während die eingeschnittenen Interviews leise und dumpf erscheinen. Der akustische Raum ist authentisch. Das Blasorchester des Oktoberfestes hebt sich kraftvoll hervor. Die Explosion, um die sich der gesamte Film dreht, erscheint hingegen nur als dumpfer Knall. Neben dem Trailer gibt es ein dreiminütiges Making Of, was leider viel zu kurz ausfällt, um zu unterhalten. Die Interviews sind interessant, hätten jedoch wesentlicher länger sein müssen, um wichtige Informationen liefern zu können.

Fazit: Semidokumentarischer Thriller, der ein erschreckendes Attentat von 1980 wiederbelebt. Die Ansätze sind interessant gewählt, doch wirklich konsequent unterhalten kann Daniel Harrich mit „Der blinde Blick“ nicht.

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by Sandy Kolbuch
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment