Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20) - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min

Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Im Frühling des Jahres 1930, während Stalin sich gerade auf dem Höhepunkt seiner Macht befindet, kommt der Teufel in Person nach Moskau. Als mondäner Gentleman Woland verbreiten er und seine Gefolgschaft schnell Angst und Schrecken unter der korrupten Elite der Hauptstadt. Auch der Schriftsteller Nikolai, der mit seiner Assistentin Margherita gegen den Willen der Staatsmacht an einem Roman über Pontius Pilatus arbeitet, bleibt nicht verschont. Schon nach kurzer Zeit sind die Schicksale aller Protagonisten über sämtliche Grenzen von Zeit und Raum hinweg auf Gedeih und Verderb miteinander verbunden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Italienisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Booklet, Trailer, Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

DVD und Blu-ray | Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20)

Blu-ray
Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20) Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20)
Blu-ray Start:
10.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 98 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20) Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20)
DVD Start:
10.09.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 94 min.

Blu-ray Kritik - Der Meister und Margherita (Masterpieces of Cinema #20)

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Mit dem nunmehr 20. Drop-Out ihrer „Masterpieces of Cinema“-Reihe legt Koch Media die Romanverfilmung „Der Meister und Margherita“ vor, die zu Zeiten ihrer Erstveröffentlichung trotz guter Kritiken für einen Skandal sorgen konnte. Schon die Buchvorlage hatte es mit den Zensoren nicht leicht und durfte ihrerzeit nur unter der Auflage zahlreicher Kürzungen erscheinen. Den Film traf es sogar noch schlimmer und so war er in Jugoslawien über 20 Jahre lang verboten. Obgleich die damalige Aufregung heute zwar grotesk erscheinen mag, sind die Gründe noch immer deutlich zu erkennen: „Meister und Margarita“ ist eine ebenso intelligente wie böse Satire auf den Geist und Habitus der gesellschaftlichen Oberschicht, analysiert ganz nebenbei scharfsinnig die damit verbundenen Machtstrukturen und überschreitet mit seinen Pointen konsequent die eine oder andere Grenze.

Frühjahr 1930:
Der Teufel kommt nach Moskau. In Form eines mondänen Gentlemans (Alain Cuny) verbreitet er schon bald Angst und Schrecken in den elitären Kreisen der Stadt. Zu seinen Opfern gehören auch der an einem Skandalstück über Pontius Pilatus arbeitende Schriftsteller Nikolai (Ugo Tognazzi) und seine Assisitentin Margherita (Mimsy Farmer). Alles steuert auf eine unabwendbare Katastrophe zu, von der alle Protagonisten betroffen sein werden...

Obgleich es schon vor Aleksandar Petrovics Verfilmung ein Adaption des Stoffes gab, wagte er sich als erster an eine Umsetzung, die dem komplizierten Roman formal gerecht werden sollte. Er konzentriert sich nicht wie sein Vorgänger Andrzej Wajda auf lediglich einen der drei Handlungsstränge, sondern verwebt sie zu einem harmonischen Gesamtwerk, das der literarischen Vorlage somit sehr viel näher kommt. Aufgrund der Spieldauer von gerade einmal 94 Minuten, musste der Regisseur jedoch großzügig kürzen und den Inhalt auf die markantesten Stellen herunterbrechen. Eine Aufgabe, die bravourös bewältigt wurde. Kurz: Der Transfer in das Medium Film ist konzeptuell ohne Einbuße geglückt!
Inszenatorisch bekommt es der Zuschauer zudem stets mit einem hohen Tempo zu tun, das größtenteils aus den durch die verschiedenen Handlungsstränge bedingten häufigen Ortswechseln resultiert. Dennoch wirkt der Film jederzeit kohärent, was vor allem den intelligent eingewobenen Verknüpfungen anzurechnen ist. Man folgt allen Handlungen sehr gerne, die schließlich in einem grandios absurden Höhepunkt kulminieren, der definitiv für eine Überraschung sorgen dürfte. Bei den satirischen Zuspitzungen macht das Drehbuch im Übrigen keine Gefangenen und reiht eine bösartige Pointe an die Nächste – so muss das sein. Was die formale Gestaltung des Filmes betrifft, kann auch nur Positives konstatiert werden. Neben den der tollen Kameraarbeit, kann „Der Meister und Margarita“ mit zahlreichen hübschen Drehorten und Sets punkten. Und auch was die schauspielerischen Leistungen anbelangt, darf guten Gewissens in die Hände geklatscht werden Alain Cuny, Ugo Tognazzi, Mimsy Farmer und Co. liefern ein grandioses Gesamtbild ab und verhelfen den oftmals sehr subtilen Pointen durch ihr gekonntes Spiel zum Gelingen. Die Verfilmung kann also in allen Bereichen ohne zu Zögern als geglückt bezeichnet werden!

Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind über alle Zweifel erhaben und lassen den Klassiker in neuem Glanz erstrahlen. Obwohl es außer einer Bildergalerie und dem Trailer keine Extras mit auf die Disc geschafft haben, kann aufgrund eines sehr informativen Booklets auch in Sachen Bonusmaterial gepunktet werden.


Fazit:
Freunde intelligenter Satiren kommen an Aleksandar Petrovics bitterbösem Skandalfilm definitiv nicht vorbei!

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by Jonas Hoppe
Bilder © Koch Media