Der verlorene Sohn - Blu-ray

Blu-ray Start: 21.06.2019
Digital VoD: 21.06.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min

Der verlorene Sohn Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der Sohn eines Baptistenpredigers muss an einem von der Kirche unterstützten schwulen Konvertierungsprogramm teilnehmen, nachdem er sich gezwungenermaßen vor seinen Eltern outen mußte.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTS-HD Master Audio 5.1 ( Englisch)
DTS Digital Surround 5.1 (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Arabisch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Hindi, Isländisch, Norwegisch, Portugiesisch, Schwedisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
• Unveröffentlichte und Erweiterte Szenen
• Jared enthüllt
• Die Verwandlung in die Eamons
• Ein besessener Mann: Joel Edgerton

DVD und Blu-ray | Der verlorene Sohn

Blu-ray
Der verlorene Sohn Der verlorene Sohn
Blu-ray Start:
21.06.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 115 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der verlorene Sohn Der verlorene Sohn
DVD Start:
21.06.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 110 min.

Blu-ray Kritik - Der verlorene Sohn

Blu-ray Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 9/10


Jared Eamons (Lucas Hedges) ist schwul. Als sein Vater Marshall (Russell Crowe) das herausfindet beschließt er mit seiner Frau Nancy (Nicole Kidman) Jared in eine Konversionstherapie zu schicken. Bei dieser sehr umstrittenen Methode wird versucht homosexuelle Neigungen mit allen erdenklichen Mitteln umzuwandeln. Dort lernt er viele Menschen kennen, die Ähnliches wie Jared empfinden, entdeckt aber auch sehr viel schreckliche Homophobie. Die selbsternannten Psychologen strecken noch nicht einmal vor Gewalt zurück und lassen die Jugendlichen nicht mehr unbewacht leben.

Nancy (Nicole Kidman) und Marshall (Russell Crowe)
Nancy (Nicole Kidman) und Marshall (Russell Crowe) © Universal Pictures
„Der verlorene Sohn“ basiert auf der autobiographischen Erzählung „Boy Erased“ von Garrard Conley, welcher selbst als Jugendlicher in so einer Anstalt war. Der Charakter von Jared ist ziemlich nah an ihn selbst orientiert. Der Film ist im Vergleich zum Buch nicht linear erzählt, sodass er mit der Ankunft auf das Konversionstherapiegelände startet. Im verlauf des Films werden dann durch Flashbacks immer mehr Details aus Jareds Leben bekannt. Man erfährt zum Beispiel, wie sein erstes Mal verlief, wie der Vater auf das unfreiwillige Outing reagiert hat und wie Jared mit seiner Homosexualität umgegangen ist. Dabei verbindet der Film die Liebe zum gleichen Geschlecht mit der Kirche und der Psychologie und durch diese Kombination entsteht ein erschreckendes Drama, welches einige schlimme Momente beinhaltet. Der Film kommt dabei komplett ohne actiongeladenen Momente aus und entfacht seine wahren Stärken in den Dialogen. Im gleichen Atemzug sind die Dialoge mit dem Leiter der Psychiatrie am erschütterndsten, denn der Leiter Victor Sykes (Joel Edgerton) ist fest davon überzeugt, dass Homosexualität eine Krankheit ist, die man ausrotten sollte. In seinen Worten liegt so viel purer Hass, dass seine Therapiemethoden schrecklich zum Mitansehen sind. Gleichzeitig sind aber die Gespräche zwischen Jared und weiteren Teilnehmer, wie zum Beispiel mit Gary (Troye Sivan), so liebevoll, dass man diese armen und hilflosen Jugendlichen am liebsten direkt selbst retten würde. Bei der Rettung offenbart sich leider die einzige Schwäche des Films, da das Ende sehr inkonsequent ist. Natürlich kann man das eigentlich dem Film nicht vorwerfen, dass er ja auf realen Ereignissen basiert, allerdings hätte ein anderes Ende einen besseren Effekt hinterlassen.

Jared (Lucas Hedges), Nancy (Nicole Kidman)
Jared (Lucas Hedges), Nancy (Nicole Kidman) © Universal Pictures
Der Regisseur Joel Edgerton („The Gift”) inszeniert mit diesem Film erst seinen zweiten Langspielfilm, hat aber jetzt schon ein richtiges Händchen für den Umgang mit sensiblen Themen. Er persönlich verkörpert den Antagonisten und versucht mit allen Mitteln die Heterosexualität als einzig mögliche Liebesform durchzusetzen. Auch Jareds Vater, gespielt von Russel Crowe („Gladiator“/„The Nice Gurys“), kann es nicht verstehen, dass sein Sohn nicht den katholischen Weg einschlägt, wie er. Lucas Hedges („Mid90s“/„Lady Bird“) legt wieder einmal eine grandiose Leistung ab und gibt mit Nicole Kidman („The Killing of a Sacred Deer“/„Eyes Wide Shut“) eine wunderbare Mutter/Sohn-Beziehung ab. Leider sind sie nicht so oft zusammen zu sehen, aber immer, wenn sie miteinander reden gewinnt der Film an neuen emotionalen Ebenen. Aber auch bei den weiteren Nebendarstellern sind fantastische Talente zu finden, wie zum Beispiel der australische Sänger Troye Sivan („X-Men Origins: Wolverine“).

Victor Sykes (Joel Edgerton)
Victor Sykes (Joel Edgerton) © Universal Pictures
Bild:
Der Film wurde analog gedreht und dementsprechend rauscht das Bild an manchen Stellen. Dieser Look fällt aber überhaupt nicht auf, da das ganze Kostüm und Setting generell ziemlich warm und kontrastarm gehalten wurde. Der Kameramann Eduard Grau („The Gift“) kreiert in langen Einstellungen sehr wertige Bilder, welche mit sehr viel Tiefe, aber auch Nähe zu den Figuren eine sehr schöne Atmosphäre wiedergeben.

Ton:
Die deutsche Tonspur gibt es nur in einer DTS Digital Surround 5.1 Audio, die originale Tonspur gibt es auch noch in einer DTS-HD Master 5.1 Audio, sodass sich die Dialoge noch näher und echter anhören. Bei beiden Varianten kommt es aber zu keiner Überlappung von Gesprächen und weiteren Sounds. Der Soundtrack bietet ein ruhiges Klangbild und wurde komponiert von Danny Bensi und Saunder Jurriaans, welche bisher ihre Filme („Enemy“/„The Gift“) immer zusammen musikalisch untermalt haben. Sie nutzten aber auch Lieder vom Sänger Troye Sivan, wodurch der Film noch mehr an Nähe und Emotionalität gewinnt.

Extras:
Neben fast 30-minütigen unveröffentlichten und erweiterten Szenen bieten das Bonusmaterial noch ein ausführliches Interview mit dem Regisseur und Antagonisten Joel Edgerton sowie ein Interview mit Nicole Kidman und Russell Crowe darüber, wie sie sich in diese Rolle hineingefunden haben.


Fazit:
„Der verlorene Sohn“ ist eine unglaublich tragische Geschichte über einen Jugendlichen, welcher in einer Konversionstherapie dazu gezwungen wird, seine homosexuellen Neigungen loszuwerden. Die schauspielerischen Leistungen und die Dialoge sind allesamt wundervoll und man findet sich super schnell in die Geschichte ein. Am Ende ist man fast schon zu gefesselt an den Figuren und das Ende wirkt dadurch inkonsequent.

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by René Fischell
Bilder © Universal Pictures




Der verlorene Sohn - Trailer