Der Mauretanier - Blu-ray

Blu-ray Start: 24.09.2021
Digital VoD: 24.09.2021
FSK: 12 - Laufzeit: 129 min

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Inhalt

DER MAURETANIER erzählt die wahre Geschichte eines Überlebenskampfes gegen alle Widrigkeiten und basiert auf den New York Times Bestseller-Memoiren des Häftlings Mohamedou Ould Slahi „Das Guantanamo Tagebuch.“ Slahi wurde beschuldigt, einer der Drahtzieher des Flugzeugattentats auf das World Trade Center zu sein und verbrachte dafür 14 Jahre im schlimmsten Foltergefängnis des US-Militärs, obwohl er sich dank der Unterstützung seiner unerbittlichen Anwältin Nancy Hollander schließlich als unschuldig herausstellte.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE / Tobis Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Blick hinter die Kulissen, Trailer u.v.m

Video on demand - Der Mauretanier

DVD und Blu-ray | Der Mauretanier

Blu-ray
Der Mauretanier Der Mauretanier
Blu-ray Start:
24.09.2021
FSK: 12 - Laufzeit: 129 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Der Mauretanier Der Mauretanier
DVD Start:
24.09.2021
FSK: 12 - Laufzeit: 124 min.

Blu-ray Kritik - Der Mauretanier

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 8/10


„Der Mauretanier“ ist 129 Minuten lang und in Deutschland ab 12 Jahren freigegeben. Es behandelt die wahre Geschichte eines der vermeintlichen Drahtzieher des Flugzeugattentats auf die Zwillingstürme am 11. September 2001. Dieser wurde von der amerikanischen Regierung illegal gefangen genommen und in das grausame Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba gebracht. Dort bleiben die Häftlinge ohne fairen Prozess inhaftiert und müssen teilweise unaussprechliche Folter über sich ergehen lassen. Auf diesen Fall wird die Strafverteidigerin Nancy Hollander aufmerksam, welche sich für einen fairen Prozess einsetzt. Gleichzeitig will die Regierung ihren Mandanten jedoch auf dem elektrischen Stuhl sehen. Er soll der Erste sein, der wegen 9/11 zum Tode verurteilt wird. Auch in der Bevölkerung wächst der Unmut gegen Hollander.

Benedict Cumberbatch in Der Mauretanier
Benedict Cumberbatch in Der Mauretanier © Tobis Film
Dieser Film nährt sich aus dem Fakt heraus, dass er eben auf einer wahren Begebenheit beruht. Würden wir hier bei etwas gänzlich fiktiven zusehen, wäre uns dies wahrscheinlich zu langweilig. Allein der Punkt, dass diese Dinge aber realen Personen geschehen sind. Dass es wirklich ein Gefängnis wie Guantanamo gibt und dass die US-Regierung dort tatsächlich solche Dinge verübt, machen den Film spannend. Gleichzeitig müssen wir uns die Frage stellen, auf welcher Seite wir nun stehen. Ist Mohamedou Ould Slahi nun wirklich unschuldig oder nur manipulativ? Mögen wir ihn vielleicht sogar, obwohl er eventuell zweitausend Menschenleben auf dem Gewissen hat? Der Film gibt uns hier keine genaue, klare Antwort auf unsere Empfindungen – bis zum Schluss. Denn wie so oft in Biopics wird am Ende gezeigt, was aus der realen Figur geworden ist und das lässt keinen Spielraum offen. Der Film will uns klar überzeugen, dass Slahi unschuldig ist.

Auch filmisch ist das Werk interessant gemacht. Wir sehen nicht wirklich viel Guantanamo. Was wir sehen ist ein eingeschränkter Blick. Eingeschränkt durch Plastikplanen und kleine Räume in die wir gezwängt werden. Wir erhalten – wie die Weltbevölkerung – keinen genauen Einblick in das Gefängnis, sondern einen subjektiven, einen winzigen. Absurd ist einzig und allein der Souvenirshop für Touristen.

Tahar Rahim in Der Mauretanier
Tahar Rahim in Der Mauretanier © Tobis Film
Man kommt auf nicht umher die Schauspieler und Schauspielerinnen zu bedenken, die an diesem Werk mitgearbeitet haben. Da haben wir in der Hauptrolle Jodie Foster. Eine der ehemals Größten in Hollywood, die aber in den letzten Jahren nicht mehr allzu häufig auf der großen Leinwand zu sehen war. Ihr Gegenspieler ist auch das genaue Gegenteil. Benedict Cumberbatch ist aktuell beschäftigter denn je und gehört zur A-Riege Hollywoods. In diesem Film ist er dabei schon fast zu normal für seine Verhältnisse, spielt er doch ansonsten meistens die Freaks, die Verrückten, die Hochintelligenten der Gesellschaft. Es kommt einem eher wie eine schnelle Auftragsarbeit vor. Und dann haben wir noch Shailene Woodley, die hier wahrscheinlich die jungen Zuschauenden ansprechen soll.

„Der Mauretanier“ tritt in die Fußstapfen anderer Filme, wie „Beautiful Boy“, „Der verlorene Sohn“ oder „Widows“. Er wurde offenkundig für die Award-Season konzipiert in der Hoffnung ein paar Preise abzustauben und dann wieder in der Vergessenheit zu verschwinden. Das hat dann aber nicht so ganz geklappt. Er wurde fast gänzlich ignoriert und ist deshalb auf der Welt nicht sonderlich bekannt. Dennoch sollte man diesem Werk vielleicht mal eine Chance geben. Einzig aus dem Aspekt heraus, um mehr über die Machenschaften der USA nach 9/11 zu erfahren, wenn Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen, auch immer mit Vorsicht zu genießen sind.

Shailene Woodley und Jodie Foster in Der Mauretanier
Shailene Woodley und Jodie Foster in Der Mauretanier © Tobis Film
Bild:
Die 1080p-Auflösung der Blu-ray ist sehr gut geeignet, um diesen Film auf den Fernseher zu bringen und genießen zu können.

Ton:
„Der Mauretanier“ ist in mehreren Sprachen, darunter natürlich Deutsch und Englisch verfügbar. Die Qualität ist sehr gut.

Extras:
Die Blu-ray kann mit etlichen Extras überzeugen und einen sehr, sehr guten Blick hinter die Kulissen gewähren. Hier haben sie sich nicht lumpen lassen!


Fazit:
Alles in allem ist „Der Mauretanier“ ein solider Gerichtsfilm, der aber voll und ganz durch seine Vorlage interessant ist. Filmisch und gestalterisch geht dieser aber nicht über den Standard hinaus. Man sollte ihn auf jeden Fall einmal gesehen haben. Ob man ihn dann später noch einmal sieht, sei jedem selbst überlassen.


by Jan Welsch
Bilder © LEONINE / Tobis Film




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