Daylights End - Blu-ray

Blu-ray Start: 11.08.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 105 min

Daylights End Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Jahre nachdem eine mysteriöse Seuche einen Großteil der Menschheit in bluthungrige Kreaturen verwandelt hat, ist die Erde nur noch eine verwüstete Einöde. In dieser Wildnis stößt der skrupellose Einzelgänger Rourke (Johnny Strong) zufällig auf eine Gruppe Überlebender. Sie haben sich in einer verlassenen Polizeistation vor den Infizierten verschanzt, doch jetzt ist ihr Versteck aufgeflogen.
Rourke, der eine offene Rechnung mit dem Anführer der Untoten hat, ist nur widerwillig bereit, seinen geplanten Rachefeldzug abzubrechen, um ihnen bei ihrer Flucht zu helfen: Sie wollen zu einem Flugzeug, das sie an einen sicheren Ort bringen kann und Rourke soll ihnen helfen zu entkommen. Doch die Zeit ist knapp, denn mit Ende des Tageslichts erwacht auch das Böse ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | Daylights End

Blu-ray
Daylights End Daylights End
Blu-ray Start:
11.08.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 105 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Daylights End Daylights End
DVD Start:
11.08.2016
FSK: 18 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Daylights End

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Mit „Daylight’s End“ liefert B-Movie-Spezialist William Kaufman („Sinners and Saints“, „The Hit List“, „Jarhead 3“) aufrichtige Low-Budget-Endzeit-Action, die für manche Genrefans vielleicht einen Blick wert sein könnte, für alle anderen aber letztlich zu abgedroschen daherkommen wird. Daylights End SzenenbildKaufman bedient sich großzügig aus dem großen Fundus des Subgenres postapokalyptischer Filme, allen voran „I Am Legend“, „28 Days Later“, „Mad Max“ oder „ The Book of Eli“, ohne je zu einer eigenen Stimme zu finden. „Daylight’s End“ gibt sich zwar sichtlich Mühe das Beste aus seinen offensichtlich geringen Mitteln herauszuholen, erweist sich aber letztlich als ziemlich ermüdende und größtenteils schwach gespielte Ansammlung von Klischees und Genre-Versatzstücken, die einfach kaum packen kann.

Eine mysteriöse Seuche hat den Großteil der Menschheit dahingerafft und den Großteil der Bevölkerung in blutdurstige Kreaturen verwandelt, die irgendwas zwischen Zombies und Vampiren darstellen. Im Mittelpunkt des Films steht der schweigsame Einzelgänger Thomas Rourke (Johnny Strong, „Sinners and Saints“, „The Fast and the Furious“), der seine Frau an die Monster verloren hat und seither einsam in seinem gepanzerten Plymouth durch das Ödland umherzieht und Kreaturen tötet. Eines Tages trifft er in Texas auf eine Gruppe von Überlebenden, die von dem Ex-Cop Frank Hill (Lance Henriksen, „Aliens“, „Der Terminator“) angeführt werden und sich in einer verlassenen Polizeistation in Dallas verschanzt haben. Das Vertrauen der Gruppe ist nicht auf seiner Seite, dafür aber von Sam (Chelsea Edmundson), die er vor einer Horde Vergewaltiger gerettet hat. Sie hat ihn zu Franks Truppe geführt und ihm Treibstoff und Munition versprochen. Schließlich beginnt man das gegenseitige Misstrauen abzulegen und miteinander gegen den gemeinsamen Feind zu kooperieren. Ziel ist ein Flugzeug, das Frank und seine Leute an einen sicheren Ort bringen soll.

Daylights End Szenenbild Bei „Daylight’s End“ wechseln sich solide und vor allem realistisch choreografierte Schießereien mit zwischenmenschlichen Dialogszenen ab, die allerdings wenig Interesse oder Emotionalität aufbauen. Kaufman und seine Crew geben sich sichtlich Mühe, den Film teurer aussehen zu lassen, als er ist, was sogar im Großen und Ganzen gelingt, eine originelle, interessante und schließlich packende Geschichte zu erzählen, misslingt aber. Dafür sind die Figuren insgesamt einfach zu austauschbar und stereotyp, sie sind überaus klischeehaft charakterisiert und die Geschichte bewegt sich in arg vorhersehbaren Bahnen. Der Film ist völlig ironiefrei und mit großer Ernsthaftigkeit erzählt und inszeniert, das Verhalten der Figuren ist aber oft arg dümmlich und wenig überzeugend. Kaufman und Co. gelingt es oft gut, die Metropole Dallas ausgestorben wirken zu lassen und manche wirkungsvolle Bilder zu kreieren, solche Momente gibt es aber leider selten. Meist spielt der Film in tristen Innenräumen, die hauptsächlich gräulich-bläuliche Farbgebung lässt den Film schon frühzeitig sehr monoton und wenig einladend erscheinen. Ebenso auf Dauer ermüdend sind die zahlreichen Actionszenen: Hier zeigt sich primär endloses Rumgerenne und Rumgeschieße, meist durch die Korridore der Polizeistation, was angesichts der Tatsache, das einem das Schicksal des absoluten Großteils der Figuren ziemlich gleichgültig bleibt, wenig packend ist. Daneben gibt es jede Menge Umhergeschleiche der bewaffneten Charaktere, was meistens in einem plötzlichen Jumpscare und einer weiteren Schießerei endet. Schöne unfreiwillig komische Dialogfetzen wie „F…, es kann nicht sterben!“ – „Alles kann sterben“ gibt es dann leider auch zu selten.

Bei dem Anrennen der blutgierigen und optisch noch ziemlich menschlich wirkenden Monster weckt der Film sowohl musikalisch als auch visuell unzweifelhaft Erinnerungen an „28 Days Later“ ohne natürlich jemals die Qualität von Danny Boyles modernem Horrorklassiker zu erreichen. Enttäuschend sind leider die zahlreichen blutigen Effekte, da man sich hier abgesehen von dem ziemlich gelungenen Makeup rein auf sehr deutliche CGI-Blut-Effekte verlässt. Daylights End SzenenbildDie realen Sets überzeugen allerdings, auf weitere Computer-Effekte hat man dankbarerweise abgesehen von ein paar wenig überzeugenden Explosionen verzichtet. Besonders das Polizei-Set weiß zu gefallen, wodurch zudem auch deutliche Erinnerungen an John Carpenters „Assault- Anschlag bei Nacht“ geweckt werden. Auch die restlichen abgewrackten Gebäude und mit Schutt übersäten Straßen sorgen für wichtige Atmosphäre.

Um weitere offensichtliche Genre-Vorbilder zu nennen, muss man zweifelsohne direkt an „Mad Max“ denken. Hauptdarsteller Johnny Strong, der mit Kaufman bereits bei „Sinners and Saints“ zusammengearbeitet hat, erinnert mit seiner Schweigsamkeit, seinem Outfit und dazugehörigem alten aufgemotzten Auto überdeutlich an Mel Gibsons ikonischen Part, wirkt aber trotz manch gutem Moment eher bemüht und pseudo-cool. Dennoch gehört Strong zu den besseren Aspekten des Films und gibt einen soliden Antihelden. Strong hat übrigens eine interessante Karriere aufzuweisen, nach Rollen in „Get Carter“, „The Fast and the Furious“ und Ridley Scotts „Black Hawk Down“ hat sich der gebürtige Kalifornier scheinbar komplett aus der Schauspielerei zurückgezogen, bis er 2010 von Kaufman für „Sinners and Saints“ reaktiviert wurde. Für diesen Film und „Daylight’s End“ schrieb er interessanterweise auch die Synthesizer-lastige Filmmusik, die hier wie erwähnt gelegentlich an „28 Days Later“, aber auch in seinem Thema an „The Book of Eli“ erinnert, letztlich aber etwas monoton bleibt.

In schauspielerischer Hinsicht wäre dann sicher noch Kult-Akteur Lance Henriksen zu nennen, der nun schon seit vielen Jahren durch zahlreiche B- und C-Movies schlafwandet. Daylights End SzenenbildSeine Rolle hier erweist sich letztlich dann auch als uninteressant und wenig nennenswert. Eine positive Überraschung ist dann wohl Chelsea Edmundson, die hier als Sam den zweitgrößten Part des Films spielt und durchaus zu überzeugen weiß. Das rettet den Film aber dann letztlich nicht, dem vielleicht schon eine gestraffte Laufzeit (der Film dauert 105 Minuten) und ein größerer Fokus auf interessante Figuren stark geholfen hätte.

Bild/b>
Technisch lässt sich an der Blu-ray nicht viel aussetzen, Probleme gibt es da eher in Sachen Ästhetik. Einer digital aufgezeichneten modernen Produktion entsprechend ist das Bild bewegt sich das Bild gerade in Sachen Schärfe auf einem sehr hohen Niveau. Gerade was Detailumfang auf Gesichtern in hellen Momenten betrifft, erweist sich die bildliche Umsetzung als regelrecht unbarmherzig genau, jeder Schweißtropfen, jeder Bartstoppel ist in bester Klarheit zu erkennen. Schwarzwerte und Kontraste bewegen sich ebenfalls meist im sehr guten Bereich. Gewisse Bildfehler, die den Film oft recht billig aussehen lassen, seien es leichte Nachzieheffekte, Ruckler oder auch eine leichte Konturbildung durch Überschärfung in sehr hellen Szenen, trüben den guten Gesamteindruck allerdings, liegen aber wohl eher an der Produktion selbst als an der Blu-ray.

Daylights End Szenenbild Ton/b>
In akustischer Hinsicht präsentiert sich die Blu-ray ebenfalls solide. Die Surround-Lautsprecher werden gerade in den zahlreichen Actionszenen durchgehend befeuert, Explosionen, Schusswechsel und die auf Dauer recht monotone Filmmusik erhalten über den Subwoofer anständigen Nachdruck. Die Stimmen im Original sind im Vergleich zum Rest der Tonspur etwas leise geraten, in der deutschen Fassung aber auf gut verständlichem Niveau.

Extras
Außer dem Trailer hat es leider kein Bonusmaterial auf die Disc geschafft.


Fazit:
„Daylight’s End“ punktet bei sehr geringen finanziellen Möglichkeiten mit sichtbar leidenschaftlicher Inszenierung, kann aber trotz filmisch recht solider Machart nie richtig überzeugen. Dafür mangelt es an interessanten Figuren und einer originellen Handlung, die von vorne bis hinten überdeutlich bei weit besseren Vorbildern abkupfert. Für Hardcore-Genrefans könnte der Endzeit-Streifen dennoch einen Blick wert sein.

by Florian Hoffmann
Bilder © Eurovideo