Dave Made a Maze (Pappschuber mit Booklet) - Blu-ray

Blu-ray Start: 31.05.2019
Digital VoD: 31.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 83 min

Dave Made a Maze (Pappschuber mit Booklet) Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Der erfolglose Träumer Dave baut in seinem Wohnzimmer ein gigantisches Labyrinth aus Pappkartons und verirrt sich darin heillos. Daves Freundin Annie macht sich mit einem Team von Freunden und Kurzentschlossenen an seine Rettung. Doch das Labyrinth entwickelt ein magisches Eigenleben und ist gespickt mit fiesen Fallen, fantastischen Kreaturen und einem blutrünstigen Minotaurus. In all dem irrwitzigen Durcheinander versucht Dave, wenn schon nicht den Ausgang, dann doch zumindest zu sich selbst zu finden.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Pandastorm Pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.00:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
16-seitiges Booklet, Kommentare, Dokumentation vom Slamdance-Festival, drei entfallene Szenen

DVD und Blu-ray | Dave Made a Maze (Pappschuber mit Booklet)

Blu-ray
Dave Made a Maze (Pappschuber mit Booklet) Dave Made a Maze (Pappschuber mit Booklet)
Blu-ray Start:
31.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 83 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Dave Made a Maze Dave Made a Maze
DVD Start:
31.05.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 80 min.

Blu-ray Kritik - Dave Made a Maze (Pappschuber mit Booklet)

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 7/10


Dave (Nick Thune) hat ein Labyrinth aus Pappe gebaut. Als seine Freundin Annie (Meera Rohit Kumbhani) nach einem langen Wochenende bei ihren Eltern nach Hause kommt, bemerkt sie, dass Dave schon seit drei Tagen im Labyrinth feststeckt, da er sich verlaufen hat. Um ihn daraus zu holen, fragt sie den gemeinsamen Freund Gordon (Adam Busch). Er kommt allerdings nicht allein, sondern bringt noch dutzend weitere Personen mit, inklusive eines Dokumentar-Filmteams, einem Obdachlosen, einem flämischen Touristenpaar und viele schaulustige Bekannte. Zusammen begeben sie sich in das Labyrinth, um Dave zu helfen. Doch dort drinnen erwarten sie nicht nur Pappwände, sondern auch gefährliche Fallen und sogar einen blutrünstigen Minotaurus.

Zu welchem Genre der Film genau zugeteilt werden kann, kann wohl niemand so genau sagen. In diesem Film befindet sich Genre-Merkmale aus der Komödie, dem Horror, dem Drama und vor allem aus der Fantasy. Der Film lässt sich dabei keinesfalls in diese einzelnen Aspekte unterteilen, denn der Film besteht vielmehr aus einer Ansammlung von alldem. Das Setting stammt ganz klar aus der Fantasy. Es ist ein gigantisches Labyrinth aus Pappe im Wohnzimmer des Paares. Doch irgendwie hat es ein Eigenleben gewonnen und verändert sich kontinuierlich, sodass Dave sich darin verlaufen hat. Auf der Rettungsmission begegnen die Gruppe nicht nur tödliche Fallen, sondern paranormale Wesen, mitunter ein Minotaurus. Dieser möchte das Herz des Labyrinths beschützen und geht dabei über Leichen. Bei den Tötungen und den Dialogen geht der Film ins Komödiantische über, denn dort nimmt sich der Film überhaupt nicht ernst. Durch das Filmteam werden die Dialoge meistens vorgegeben und wenn sich doch mal ein emotionaler Moment anbahnt, greift der Filmteam-Regisseur Harry (James Urbaniak) ein und zerstört jeden Funken an ernsten Gefühlen.

Annie (Meera Rohit Kumbhani) und Dave (Nick Thune)
Annie (Meera Rohit Kumbhani) und Dave (Nick Thune) © Pandastorm Pictures
Die Todesszenen werden auch nicht in ihrer üblichen Form dargestellt, sondern statt Blut setzt der Film lieber auf die Verwendung von roter Wolle. Die ganze Geschichte lässt sich eigentlich mit dem Überbegriff Drama zusammenfassen. Die offensichtliche Handlung zeigt eigentlich nur die Suche von Annie nach ihrem kindischen Freund Dave. Wenn man aber genauer schaut, sieht man eine Charakterstudie über einen verzweifelten Künstler, der an seiner Kunst erstickt. Seine Freundin versucht ihn zwar zu unterstützen, scheitert aber selbst am Irrgarten der Liebe, sodass sie erst einmal gemeinsam ihre inneren Probleme und Fragen klären müssen, um danach den Reiz des Gegenübers zu finden. Diese Suche auf verschiedenen Ebenen fängt anfangs noch mit einer Horrorfilm-typischen Spannung an, verliert sich aber leider schnell zum Ende hin. Die Anzahl an emotionalen Events nimmt einfach so drastisch ab, dass sich der Film mit ganz viel Mühen zum Finale hinschleppen muss. Leider bekommen auch nicht alle Figuren einen gleichen Grad an Aufmerksamkeit, sodass oftmals Figuren in Vergessenheit geraten beziehungsweise sehr unglücklich aus dem Film gestrichen werden. Im Grunde entwickeln sich auch nur die beiden Protagonisten und jede andere Figur bleibt sehr charakterlos. Die Personen im Labyrinth brauchen zwar eigentlich auch keine weiteren Hintergründe zu ihnen als Nebencharaktere, da sie durch gewisse Eigenschaften ziemlich schnell in ein striktes Klischee gerutscht werden, allerdings würde mehr Tiefe und die damit einhergehende Bindung einen Mehrwert bringen.

Minotaurus
Minotaurus © Pandastorm Pictures
In dem Debütfilm von Bill Watterson hat er sich ein paar Filmschaffende ausgesucht, die zuvor noch an keinen großen Projekten teilgenommen haben. Der ganze Stab besteht aus Freunden, welche aus Liebe zum Film dieses Projekt erstellt haben. Allerdings haben sie sich ein paar bekannte Schauspieler genommen: Nick Thune („Venom“/„The Possession of Hannah Grace“) spielt in den Protagonisten und gibt mit Meera Rohit Kumbhani („Eine nutzlose und dumme Geste“) ein interessantes Pärchen ab. Beide entwickeln sich aufgrund des vorherigen Unverständnisses zueinander hin und bilden während des Films einen schönen Leitfaden für den Umgang mit frustrierenden Problemen in einer Beziehung. Der Charakter von Adam Busch („Léon – Der Profi“) bildet sich zwar anfangs als Identifikationsfigur heraus, wird aber zum Schluss fallen gelassen und endet als Running Gag. James Urbaniak („Across the Universe“) ist zwar eine perfekte Figur für alle Filminteressierte, hat aber im Film leider keine große Relevanz und stört ab einem gewissen Zeitpunkt nur noch, da er kontraproduktiv zum Verlauf der Geschichte handelt.

Kameramann (Scott Narver), Annie (Meera Rohit Kumbhani) und Gordon (Adam Busch)
Kameramann (Scott Narver), Annie (Meera Rohit Kumbhani) und Gordon (Adam Busch) © Pandastorm Pictures
Bild:
Was einem in der ersten Sekunde schon auffällt, ist das ungewohnte Bildformat. Dieser Film wurde im Verhältnis 2,00:1 gedreht und das könnte im ersten Moment etwas komisch erscheinen. Im Laufe des Films bemerkt man das Format allerdings gar nicht mehr, da sich die Atmosphäre im Labyrinth dem Format anpasst. Da die Sets des Films zu 90% aus echter Pappe bestehen, ist das Bild sehr hell und bunt. Es gibt kaum dunkle Stellen, sodass es zu keinem Rauschen des Bildes kommt. An der Liebe zum Set lässt sich aber auch die Liebe zum Film erkennen. Der Regisseur möchte eben nicht auf viele Spezialeffekte setzen, sondern durch den handgemachten Look die Liebe zum Film verdeutlichen. Gewisse Szenen sind sogar mit Pappfiguren im Stop-Motion-Verfahren aufgezeichnet, sodass visuell ein sehr breites Spektrum abgedeckt wurde.

Ton:
Die Blu-ray beinhaltet eine DTS-HD 5.1 Master Audio in der deutschen als auch englischen Fassung. Da aber ein Großteil der Dialoge auf Humor setzen, empfiehlt sich das Schauen in der englischen Version, da viele Witze mit ihrer Bedeutung nicht ins Deutsche übertragen werden konnten. Nur der Anfang könnte auf der tonalen Ebene ein bisschen komisch sein, da dort viel mit Offsprecher gearbeitet wird, weil sich Dave im Labyrinth befindet, Annie aber außerhalb ist.

Extras:
Dieses Mediabook bietet eine Menge an Zusatz. Sowohl die Hülle der Blu-ray als auch der Schieber für die Hülle besteht aus Pappe. In der Hülle befindet sich ein hochwertiges Booklet mit einem Statement des Regisseurs, Produktionsnotizen und Anekdoten vom Dreh. Auf der Blu-ray befinden sich diverse Kommentare vom Regisseur, Co-Autor und den Schauspielern. Außerdem gibt es eine kurze Dokumentation vom Slamdance-Festival sowie drei entfallene Szenen.


Fazit:
Obwohl „Dave Made a Maze” anfangs mit ganz viel frischen Wind und Innovation startet, bekommt er zum Ende hin Probleme die Spannung und Interesse zu halten. Der Film bietet trotzdem unzählige lustige Momente und durch die Vielfalt an Genres wird jeder irgendwie schon seinen Spaß finden, auch wenn dieser vielleicht nicht bis zum Finale reichen wird.

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by René Fischell
Bilder © Pandastorm Pictures