Das Märchen der Märchen - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.03.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min

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Inhalt

Der Film erzählt drei Geschichten zwischen Faszination und Erschrecken: Die Sehnsucht der Königin von Longtrellis (Salma Hayek) nach einem Erben, die sie das Leben ihres Mannes (John C. Reilly) einbüßen lässt ... Zwei mysteriöse Schwestern, die die Leidenschaft des Königs von Strongcliff (Vincent Cassel) heraufbeschwören ... Die Besessenheit des Königs von Highhills (Toby Jones) von einem riesenhaften Floh, der seine Tochter ins Unglück stürzt ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Concorde Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making-of, Interviews, Blick hinter die Kulissen, Dt. und Original-Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Das Märchen der Märchen

Blu-ray
Das Märchen der Märchen Das Märchen der Märchen
Blu-ray Start:
10.03.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 134 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Das Märchen der Märchen Das Märchen der Märchen
DVD Start:
10.03.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 129 min.

Blu-ray Kritik - Das Märchen der Märchen

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 6/10


'Das Märchen der Märchen' (OT: 'Tale of Tales'), ist eine italienisch-französisch-britische Koproduktion des Regisseurs Matteo Garrone und basiert auf einer Märchensammlung namens „Pentameron“, die zwischen 1634-1636 vom italienischen Schriftsteller Giambattista Basile verfasst wurde. Der Film orientiert sich dabei an deren drei Märchen „Die hinterlistige Hirschkuh“, „Der Floh“ sowie „Die geschundene Alte“, welche zu einer gemeinsamen Geschichte zusammengefasst wurden und die lose miteinander verbunden sind.

Das Märchen der Märchen Szenenbild Die Königin von Longtrellis (Salma Hayek) wünscht sich nichts sehnlicher, als von ihrem Gemahl (John C. Reilly) ein Kind zu bekommen, was ihr jedoch nicht vergönnt ist. Eines Abends erscheint ein mysteriöser Mann welcher dem Königspaar erklärt, das die Königin durchaus ein Kind haben könnte, allerdings müsste sie dazu ein Seeungeheuer töten, dessen Herz von einer Jungfrau kochen lassen und dieses anschließend essen. Doch er warnt sie auch vor den damit verbundenen Konsequenzen, denn jedes neu entstandene Leben, fordert wiederrum auch ein selbiges. Im Königreich Highhills hingegen, wünscht sich Prinzessin Violet (Bebe Cave) nichts sehnlicher, als endlich verheiratet zu werden, damit sie dem goldenen Käfig ihres Vaters (Toby Jones) entkommen kann. Doch dieser hat nur Augen für einen Floh, welchen er im Verborgenen wie ein Haustier hält und der zu gigantischer Größe heranwächst und sogar ganze Steaks verspeist. Als der Floh eines Tages stirbt, lässt der König ihn kurzerhand häuten und nach mutigen, schlauen und starken Männern schicken, welche um die Hand der Prinzessin anhalten können. Der König verspricht seine Tochter demjenigen, der errät von welchem Tier die Haut stammt, allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass jemand das Rätsel lösen kann, schon gar nicht ein hässlicher Oger. An einem anderem Ort, lebt der König von Strongcliff (Vincent Cassel), der sehr triebhaft ist und dem stets daran gelegen ist, seiner Lust zu frönen. Eines Tages, als er betrunken durch sein Schloss schlendert, nimmt er den süßlichen Gesang einer Unbekannten wahr und verliebt sich sofort in deren Stimme. Er macht den Wohnort seiner neuen Angebeteten ausfindig, umgarnt sie fortan unentwegt und macht ihr teure Geschenke. Doch was der König nicht weiß: Die verführerische Stimme gehört in Wirklichkeit einer faltigen, alten Frau namens Dora (Hayley Carmichael), die gemeinsam mit ihrer ebenfalls faltigen Schwester Imma (Shirley Henderson) zurückgezogen und in Einsamkeit lebt. Dora erklärt sich schließlich damit einverstanden, eine Nacht mit dem lüsternen König in dessen Schloss zu verbringen, stellt allerdings die Bedingung, dass dieser sämtliche Kerzen löschen lässt. Doch nach der gemeinsamen Nacht erkennt der König, dass er in Wirklichkeit mit einer alten Frau geschlafen hat und lässt Dora kurzerhand mitsamt dem Bettlaken aus dem Fenster werfen. Das Märchen der Märchen SzenenbildDoch Dora findet in dem Sturz nicht den Tod, sondern überlebt wie durch ein Wunder und trifft auf eine Hexe, welche sie wieder in eine junge Frau verwandelt. Kurz darauf heiratet sie den König, nichtsahnend, dass Schönheit letztlich auch wieder vergänglich ist.

Inhaltlich bekommt man in Garrones-Verfilmung keinesfalls alltagstaugliche und bekannte Märchen wie beispielsweise „Schneewittchen“, „Dornröschen“ oder „Hänsel und Gretel“ vorgesetzt, stattdessen erzählt ˈDas Märchen der Märchenˈ drei Geschichten der etwas anderen Art – eben solche, welche nicht unbedingt kinder- beziehungsweise massentauglich sondern eher sogar etwas verstörend sind. Eines haben allerdings alle drei Geschichten gemeinsam, nämlich das diese verschiedene Botschaften vermitteln möchten und dem Betrachter gleichzeitig wichtige Fragen stellen. Wie weit darf der Wunsch nach dem eigenen Kind gehen? Sollte man einem Haustier mehr Beachtung schenken als der leiblichen Tochter? Ist Schönheit wirklich vergänglich oder verdirbt diese sogar den eigenen Charakter? Hinter jeder Geschichte verbirgt sich etwas Ironie und die Auflösung beziehungsweise der Ausgang jedes Märchens ist anders, als man es vielleicht erwarten würde. Inszenatorisch ist der Film, der eine Laufzeit von etwas über zwei Stunden hat, auf alle Fälle großartig gemacht, bietet tolle Sets sowie Kostüme und verzichtet dabei sogar größtenteils auf aufwendiges CGI, sondern setzt vielmehr auf handgemachte Effekte. Auch die darstellerischen Leistungen von Salma Hayek, Vincent Cassel, John C. Reilly und Toby Jones sind sehenswert, aber auch die der weniger bekannten Darsteller wie beispielsweise den Zwillingen Christian und Jonah Lees oder Bebe Cave, die ihrem Vater ein sehr gefühlvolles Ständchen singt, wissen zu gefallen. Auch werden die lose miteinander verbundenen Geschichten zwar spannend jedoch eher langsam erzählt, weshalb man oftmals das Gefühl hat, das kaum etwas passiert. In der Tat passiert letztlich auch nicht wirklich viel im Film, aber das Gezeigte zieht den Zuschauer dennoch in seinen Bann, so dass man stets der Auflösung der Geschichte entgegenfiebert. Das Märchen der Märchen SzenenbildOb diese dann aber zufriedenstellt, liegt allerdings im Auge des Betrachters.

Während sich am eigentlichen Film vermutlich die Geister scheiden werden, überzeugt hingegen die Umsetzung der Blu-ray auf voller Länge. Der Transfer präsentiert sich, wie es sich für ein richtiges Märchen auch gehört, sehr farbenfroh und vermittelt eine tolle Plastizität. Die Schärfe ist meist sehr gut und lässt oftmals in Nahaufnahmen mühelos die Hautporen der Darsteller sowie auch einzelne Details der wirklich großartig designten Kostüme erkennen. Die wenigen Greenscreen-Aufnahmen, beispielsweise bei der Seeungeheuer-Szene im tiefen Wasser, mindern zwar etwas den Gesamteindruck, das wird aber von den handgemachten Effekten und Masken aber locker wieder wett gemacht. Gelungen ist auch die deutsche Tonspur, welche als verlustfreier DTS-HD Master Audio 5.1-Mix vorliegt. Zwar beschränken sich die gesprochenen Dialoge überwiegend auf den vorderen Bereich, aber das Balancing ist ausgewogen und die rar-gesäten Effekte verteilen sich exzellent auf sämtliche Kanäle. Ein Ohrenschmaus ist auch die Filmmusik des französischen Komponisten Alexandre Desplat, welche hervorragend zur Produktion passt und das Geschehen zu jeder Zeit stimmungsvoll untermalt.

Sehen lassen können sich auch die enthaltenen Extras, von denen vor allem das fast einstündige Making-of sehr interessant ist und das eigentlich alle Aspekte rund um die Produktion abdeckt. Des Weiteren enthalten sind insgesamt vier Interviews, ein kurzer Blick hinter die Kulissen sowie zwei Trailer zum Film. Der Übersichtlichkeit halber sind hier noch einmal sämtliche Extras zusammengefasst:
Das Märchen der Märchen Szenenbild ▪ Vortrailer zu 'Madame Marguerite' (2:06 min.)
▪ Making-of (56:17 min.)
Interviews:
▪ Vincent Cassel (2:39 min.)
▪ John C. Reilly (2:59 min.)
▪ Toby Jones (3:21 min.)
▪ Stacy Martin (3:06 min.)
▪ Blick hinter die Kulissen (3:07 min.)
▪ Deutscher Kinotrailer (2:05 min.)
▪ Original Kinotrailer (2:05 min.)
Programmtipps:
▪ A Royal Night Out – 2 Prinzessinnen. 1 Nacht (2:28 min.)
▪ Die Schöne und das Biest (2:07 min.)
The Last Witch Hunter (1:57 min.)
▪ Watership Down – Unten am Fluss (1:16 min.)


Fazit:
'Das Märchen der Märchen' ist ganz klar ein Film, an dem sich die Geister scheiden werden. Bei der Produktion, welche ich eher als Kunstwerk anstatt als normalen Film bezeichnen würde, verhält es sich wie im wahren Leben. Kunst trifft eben nicht jeden Geschmack und da bildet auch Garrones-Märchen-Verfilmung keine Ausnahme. Einige werden garantiert den Kopf schütteln und sich abwenden, andere hingegen dieses handwerklich einwandfreie und inszenatorisch ohnehin beeindruckende Gesamtwerk feiern.

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by Roland Nicolai
Bilder © Concorde Home Entertainment