Dark Skies - Sie sind unter uns - Blu-ray

Blu-ray Start: 29.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min

Dark Skies - Sie sind unter uns Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Barretts sind eine typisch amerikanische Familie in einem typisch amerikanischen Vorort. Das ändert sich drastisch, als unerklärliche Phänomene das Leben von Lacy und Daniel sowie das ihrer beiden Söhne aus den gewohnten Bahnen werfen. Schlafwandel und Erinnerungslücken sind nur der harmlose Anfang. Was als „paranormale Aktivitäten“ beginnt, nimmt bald schon lebensbedrohliche und möglicherweise extraterrestrische Ausmaße an, in dieser mehr als nur unheimlichen Begegnung der dritten und vierten Art.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit Regisseur und Produzenten, alternative und geschnittene Szenen (ca. 15 Minuten), original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Dark Skies - Sie sind unter uns

Blu-ray
Dark Skies - Sie sind unter uns Dark Skies - Sie sind unter uns
Blu-ray Start:
29.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Dark Skies - Sie sind unter uns Dark Skies - Sie sind unter uns
DVD Start:
29.01.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

Blu-ray Kritik - Dark Skies - Sie sind unter uns

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Der Regisseur Scott Stewart kommt ursprünglich aus der Spezialeffekt-Branche (Mitbegründer der Visual-Effects-Schmiede „The Orphanage“) und wirkte an Filmen wie „Mars Attacks“ (1996) und „Sin City“ (2005) mit. Mit „Dark Skies – Sie sind unter uns“ (Originaltitel: „Dark Skies“, US, 2013) erscheint nun der dritte Film nach „Legion“ (2010) und „Priest“ (2011) unter seiner Regie.

Lacy (Keri Russell) und Daniel Barrett (Josh Hamilton) leben mit ihren Söhnen Jesse (Dakota Goyo) und Sam (Kadan Rockett) in einer gutbürgerlichen Vorstadt. Ihr älterer Sohn Jesse steckt mitten in der Pubertät und durchläuft alle Phasen dieser Zeit samt Rebellion gegen die Eltern und die erste Liebe. Der kleine Sam dagegen erwähnt immer häufiger die Besuche des Sandmanns, und dass dieser verantwortlich ist für die mysteriösen Ereignisse, die in diesem Haus geschehen, wie das Verschwinden von Bildern, Markierungen auf der Haut und tote Vögel. Die Eltern versuchen dem nachzugehen und stoßen dabei auf den Fachmann Edwin Pollard (J.K. Simmons), der selbst Opfer vermeintlich außerirdischer Aktivitäten wurde. Für Lacy und Daniel beginnt nun ein scheinbar aussichtsloser Kampf gegen einen übermenschlichen Gegner.

Der Regisseur Scott Stewart schrieb wie auch schon beim Film „Legion“ das Drehbuch zum Film selber. Dabei konzentrierte sich Stewart auf die langsame Entwicklung von einer Familiengeschichte hin zu einer genregerechten Aliengeschichte. Damit sich der Zuschauer besser in die Personen hinein versetzen kann und mit ihnen mitfühlen kann, gibt Stewart gerade dem ersten Teil des Films genügend Zeit. Zwar ereignen sich in der Familiengeschichte immer wieder mysteriöse Vorfälle, doch die Gefahr bleibt gesichtslos und ist nicht greifbar. So kommt Stewart immer wieder auf die Entwicklung des Jungen Jesse zurück und verleiht dem Film so einige Coming-of-Age-Erzählmomente. Produziert wurde der Film von Blumhouse Productions, die sich für Filme wie „Paranormal Activity“ (2007) und „Sinister“ (2012) verantwortlich zeichnen. So kann man auch hier eine ähnlich gelagerte Geschichte vermuten. In diesem Sinne entwickelt sich der Film immer mehr hin zum Genrefilm und erzählt mit bekannten Versatzstücken eine Außerirdischen-Geschichte. Doch neben den typischen Elementen, wie rätselhafte Zeichen, körperliche Markierungen und Implantaten, baut der Film auch frische Ideen mit ein, wie die Fernsteuerung der Körper und die obskuren Handlungen, die dadurch vollzogen werden. So sind nicht alle Wendungen vorprogrammiert und der Film kann Überraschungen bieten. Doch das beste an der Geschichte ist der greifbare Realismus. Dieser war Stewart, wie er mehrmals im Audiokommentar betont, sehr wichtig. Bei vielen Details wurde auf ein authentisches Erscheinen geachtet (so wurde in einem richtigen Haus gedreht und die Schauspieler wurden ermutigt zu improvisieren), aber vor allem auch in der Geschichte selbst macht es sich bemerkbar. Die Hilflosigkeit der Eltern, die keine Superhelden oder Übermenschen sind, wird deutlich gemacht. Auch die Gegenwehr- und Beschützungsversuche, die sie unternehmen wirken authentisch und machen die Machtlosigkeit und Verzweiflung spürbar. Keri Russell (bekannt aus „Mission Impossible 3“ „2006“ und „Planet der Affen - Revolution“ (2014)) als Mutter Lacy fängt dabei den ganzen Schmerz, den ihre Rolle erleidet, wunderbar ein. Auch Josh Hamilton (in Nebenrollen zu sehen in Filme wie „Away we go“ (2009) und „Frances Ha“ (2012)) als Vater kann überzeugen. Seine Rolle flüchtet sich anfänglich in Unglauben und dann in Aggressivität, wie es auch reale Personen tun würden. Die Low-Budget-Produktion kann sich durch seine guten Darsteller und die realitätsnahen Bildern sehen lassen. Auch die Spezialeffekte sowie die dezente musikalische Untermalung fügen sich gut ins Gesamtbild ein. Leider wirkt die Geschichte selbst etwas träge und scheint in ihrer Entwicklung manchmal nicht voran zu kommen. Zudem schafft es der Film nicht Mitgefühl bei den Zuschauern zu evozieren, da die Handlungen und Reaktionen mancher Familienmitglieder zu unsympathisch und nicht nachvollziehbar sind.

Die Bild- und Tonqualität der Blu-ray sind sehr gut. Die Bonusausstattung besteht unter anderem aus zwei Trailern zum Film, drei weiteren Trailern und einer Sammlung geschnittener und herausgenommener Szenen (14 Minuten). Das interessanteste Extra ist der Audiokommentar von Regisseur Scott Stewart, den beiden Produzenten Jason Blum und Brian Kavanaugh-Jones, sowie dem Cutter Peter Gvozdas. Mit vielen Informationen und Details geleiten die Sprecher den Zuschauer durch den Film. Dabei wird beginnend bei den Darstellern, über die Spezialeffekte, die Locations und die Methoden, wie sie Geld sparten, alles genauestens beleuchtet. Unglücklicherweise gibt es dafür keine deutsche Untertitelspur, sodass manchem Zuschauer nicht alle Informationen zugänglich sind.

Fazit: Der Film „Dark Skies – Sie sind unter uns“ bietet dem Betrachter eine Mischung aus Familien- und Außerirdischengeschichte, diese kann durch Realitätsnähe und Aufbereitung überzeugen. Leider besitzt der Film manche Längen und schafft es nicht vollends die Zuschauer mit den Charakteren mitfiebern zu lassen. Doch für etwas ruhigere, genretypische Unterhaltung ist der Film bestens geeignet.

by Doreen Matthei
Bilder © Koch Media