Daredevil (Director's Cut) - Blu-ray

Blu-ray Start: 17.03.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min

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Inhalt

Nachdem Matt Murdock durch einen Unfall mit radioaktivem Müll erblindet ist, entwickeln sich seine verbliebenen Sinne in übermenschlichem Maße. Als sein Vater brutal ermordet wird, schwört Matt seine Fähigkeiten zum Schutz der Schwachen einzusetzen. Am Tag fordert er als Anwalt Gerechtigkeit, nachts wird er zum maskierten Rächer Daredevil, der in den Straßen von New York einschreitet, wo das Gesetz versagt.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Kinowelt Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte Extras
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of, Vom Comic zum Film, Der Bösewicht Kingpin, Gag Reel, Probeaufnahme Jennifer Garner, 3 Musikvideos, Reise durch die Schattenwelt, Ein Tag mit Tom Sullivan, Männer ohne Furcht – Die Entstehung von Daredevil, Trailer, Wendecover

Video on demand - Daredevil

DVD und Blu-ray | Daredevil (Director's Cut)

Blu-ray
Daredevil (Director's Cut) Daredevil (Director's Cut)
Blu-ray Start:
17.03.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 133 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Daredevil (Director's Cut) Daredevil (Director's Cut)
DVD Start:
17.03.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 128 min.

Blu-ray Kritik - Daredevil (Director's Cut)

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 10/10
Gesamt: | 8/10


Stargespickte aber durchwachsene Comicverfilmung des blinden Helden aus dem Marvel Universum „Daredevil“!

Er lebt in einer Welt der ewigen Finsternis – doch diese Finsternis ist erfüllt von Geräuschen, und Gerüchen, geschmacklichen Feinheiten und Oberflächenstrukturen die, die meisten Menschen nicht einmal wahrnehmen. Obwohl der Anwalt Matt Murdock nicht sehen kann, funktionieren seine anderen vier Sinne mit übermenschlicher Präzision. Tagsüber vertritt er die Unterdrückten. Nachts jedoch wird er zu Daredevil, dem maskierten Rächer, der die dunklen Straßen der Stadt als ruheloser Vertreter der Gerechtigkeit durchstreift.
Für Daredevil kennt Gerechtigkeit keine Unterschiede...
... doch die Schuldigen und oft auch er selbst, zahlen einen hohen Preis dafür.

Endlich ist „Daredevil“ im Directors Cut auf Blu Ray erhältlich und so kann der Film- und Comic-Fan die bessere Version in der gut 30 Minuten längeren Fassung mit mehr Freude genießen.
Als der Film damals in Produktion ging und es bekannt wurde das Ben Affleck („Armageddon - Das jüngste Gericht “) die Hautrolle spielen sollte war der Aufschrei in der Fangemeinde groß. Da Mister Affleck bis dahin sich schauspielerisch eher im seichten Blockbuster und Romcom Kino zum „No Go“ beim Film-Fan etablierte und seine mediale Beziehung zu Jennfier Lopez das übrige dazu tat um in Ungnade zu fallen. Tatsächlich war „Daredevil“ der letzte Hit den Ben Affleck in einer Hauptrolle verbuchen konnte, da viele andere Werke mit ihm danach floppten oder er nur noch in Nebenrollen zu sehen war. Mit „The Town“ kam er letztes Jahr jedoch eindrucksvoll und in Eigenregie zurück an den Box Office Thron. „Daredevil“ ist einer der wenigen Comichelden der eine „Behinderung“ hat, die er mit seinen anderen Sinnen wieder wett macht und beim allgemeinen Comic-Fan gehört dieser Held zu einem der Lieblinge, weil dieser Charakter, der auf zwei Ebenen als Gerechtigkeits-Fanatiker kämpft auch eine tragische Figur ist. Er verliert nach und nach immer wieder Personen, die ihm nahe stehen und verbittert immer mehr. Ich finde, dass diese Aspekte in der ersten Verfilmung dieses genialen Comic Charakters leider nicht gut ausgearbeitet wurden. Der Film „Daredevil hat Atmosphäre, dass kann man ihm nicht abschreiben, er wurde trotz allen Bedenkens von Affleck, sogar solider dargestellt aber es fehlt der Tiefgang, jedenfalls weit über eine MTV-Optik hinaus.

Ich denke das Grundproblem liegt an der Inszenierung, Regisseur Mark Steven Johnson der auch den nicht gut geratenen „Ghost Rider“ Leben einhauchte, scheint gerne Comic Verfilmungen, mit humoristischen Einlagen, zu überzeichnen, so wie man sie in den 90iger Comic Adaptionen machte. Nur wirken diese in einer post „X-Men“ und „Batman begins“ Ära nicht mehr und dadurch haftet solchen Filmen halt auch der Makel der Albernheit an.
„Ghost Rider“ und auch „Daredevil“ gelten beim allgemeinen Comic Fan als misslungene Adaptionen. Was „Daredevil“ angeht nur zum Teil zu Unrecht. Zum Schauspiel, irgendwie wirken alle Charaktere hier überzeichnet bis grotesk, wobei Colin Farrell hier den Vogel völlig abschießt, obwohl er damals auf dem Papier der Talentierteste war. Das die eigentlich weiße Figur des Crime Lords Kingpin in eine Afro-Amerikanische Version umgemodelt wurde, war dazu auch völlig überflüssig und wurde von Michael Clarke Duncan nicht ausreichend bedrohlich genug dargestellt. Die ewige süße Zuckerschnute Jennifer Garner als Elektra zu besetzen war auch eindeutig keine gute Casting-Entscheidung.
Einzig Ben Affleck hat in dem Werk Momente, wenn auch geringer Natur und wenn der Film sich selber etwas ernster genommen hätte, wäre er auch richtig gut geworden. Leider sind die Scherz-Einlagen und der Grund-Humor bei so einem tiefgründigeren Comichelden völlig fehl am Platz. Ein Highlight ist eindeutig der Soundtrack und machte nicht umsonst die Band Evanescence fast über Nacht zu einer Größe, die diesem Film 2 Hits zu verdanken hat.
Ingesamt gesehen ist das Werk aber um es fairerweise zu nennen, in Ordnung jedoch gehört er, was Comic Verfilmungen angeht, eher zum Durchschnitt und nicht in die Top 10.

Die Bildqualität ist mit gut zu bewerten, da der Film oft im Dunkeln spielt, nicht immer komplett scharf. Die Soundqualität ist stark und weiß wirklich zu gefallen, besonders bei den Soundtrack-Einlagen.
Das Bonusmaterial lässt absolut keine Wünsche offen und bekommt eine 10 von 10!

Mein Fazit, hätte ein genialer Film werden können mit dem nötigen Tiefgang, so aber wurde es eher wie die Klamauk „Batman“ Filme aus den 90igern, unterhaltsam aber ohne das nötige Etwas.


by Marc Engel
Bilder © Kinowelt Home Entertainment




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