Dallas Buyers Club - Blu-ray

Blu-ray Start: 22.07.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min

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Inhalt

Dallas, 1985: Der Cowboy Ron Woodroof (Matthew McConaughey) führt ein exzessives Leben auf der Überholspur. Rodeos, Alkohol, Koks und Frauen bestimmen seinen Alltag. Als Woodroof wegen einer Schlägerei im Krankenhaus landet, eröffnet ihm der Arzt nach einer Routineuntersuchung, dass er HIV-positiv ist und nur noch 30 Tage zu leben hat. Die Welt des homophoben Texaners bricht zusammen - für ihn ist es unfassbar, dass er sich mit dieser "Schwulenkrankheit" infiziert haben soll. Nachdem ihm das von seiner Ärztin Dr. Eve Saks (Jennifer Garner) verschriebene, einzige legale Medikament AZT mehr schadet als nutzt, sucht er nach Alternativen. Ron wird in Mexiko fündig und beginnt, die in den USA illegalen Medikamente im großen Stil ins Land zu schmuggeln. Um sein Geschäft noch lukrativer zu machen, lässt er sich auf einen Deal mit dem homosexuellen Rayon (Jared Leto) ein: Gemeinsam gründen sie den "Dallas Buyers Club", durch dessen kostenpflichtige Mitgliedschaft man unbegrenzten Zugang zu den Präparaten bekommt. Mit dem Geschäft ihres Lebens entsteht nach und nach eine besondere Beziehung zwischen dem ehemals rücksichtslosen Hedonisten und dem sensiblen Homosexuellen. Der Club wird in Windeseile landesweit bekannt und die Medikamenten-Flatrate findet bei Rons und Rayons Leidensgenossen reißenden Absatz. Mit dem Erfolg gerät die Organisation allerdings schnell ins Visier der FDA (Food and Drug Administration). Denn die Gesundheitsbehörden sind, ganz im Sinne der Pharmaindustrie, nicht gewillt, das rentable Geschäft mit den Kranken aus den Händen zu geben. Ron beschließt, sich gegen das System zu stellen und nicht nur für das Recht der Kranken, sondern für das Leben zu kämpfen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Featurette

DVD und Blu-ray | Dallas Buyers Club

Blu-ray
Dallas Buyers Club Dallas Buyers Club
Blu-ray Start:
22.07.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Dallas Buyers Club Dallas Buyers Club
DVD Start:
22.07.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 117 min.

Blu-ray Kritik - Dallas Buyers Club

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Einstmals auf den Typus des gutaussehenden Mainstreamstars festgelegt, beginnt sich Matthew McConaughey seit einigen Jahren aus diesen Ketten zu befreien und als anerkannter Charakterdarsteller zu etablieren. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Shia LaBeouf verzichtet er dabei jedoch auf selbstzweckhafte Pseudoskandale und setzt dieses Vorhaben einzig und allein durch sein schauspielerisches Können in die Tat um. Mit Filmen wie „Killer Joe“ oder „Bernie“, streckt er all jenen, die versuchen ihn in ein vorgeformtes Image zu zwängen, munter den Mittelfinger entgegen und macht außerdem durch interessante Rollen in Indieproduktionen („Mud“) von sich reden. Doch seinen größten Coup, der gleichsam den vielleicht bedeutendsten Schritt in seinem Imagewechsel darstellt, landete er mit seiner Oscar-Prämierung für das Aids-Drama „Dallas Buyers Club“, das von Ascot Elite hierzulande am 22.07.2014 im Heimkino veröffentlicht wird.

Der Film basiert größtenteils auf tatsächlichen Ereignissen:
Der homophobe Texaner Ron Woodroof (Matthew McConaughey) führt in den 80er Jahren ein Leben als Macho, bei dem auch der Konsum von Alkohol und Drogen eine bedeutende Rolle spielen. Allerdings wird diesem Lebensstil ganz plötzlich ein Riegel vorgeschoben, als Ron erfährt, dass er an Aids erkrankt ist. Zunächst wehrt er sich vehement den Ärzten glauben zu schenken, schließlich ist er nicht schwul und will mit dieser Bevölkerungsgruppe auch nicht das Geringste zu tun haben. Als die Symptome jedoch immer eindeutiger werden, beginnt Ron seine HIV-Erkrankung zu akzeptieren und will sich daher behandeln lassen. Er muss jedoch schnell feststellen, dass wirksame Medikamente in Amerika gar nicht zugelassen sind, weshalb er beginnt Arzneien aus dem Ausland zu benutzen, die er mit großem Aufwand über die Grenze schmuggelt. Gemeinsam mit dem Transsexuellen Rayon (Jared Leto) gründet er den „Dallas Buyers Club“ und versorgt alle Aids-Kranken, die im Monat 400 Dollar zahlen können, fortan mit den dringend nötigen Medikamenten. Den Krankenhäusern und Behörden ist das natürlich ein Dorn im Auge, schließlich setzen sie selbst weiterhin auf Medikamente, die sich noch in einer Testphase befinden und in ihrer Wirkung keineswegs zuverlässig sind. Nur die Ärztin Eve Saks (Jennifer Garner) steht auf Rons Seite und unterstützt ihn im Kampf gegen die Behörden…

Der mürrische und semi-rassistische Cowboy Ron Woodroof ist im Drehbuch eigentlich als ziemlicher Unsympath angelegt, dessen Verhalten keineswegs dem einer typischen Identifikationsfigur entspricht. Dass „Dallas Buyers Club“ den Zuschauer dennoch emotional zu involvieren weiß, ist einzig und allein dem schauspielerischen Talent McConaugheys und seinem daraus resultierenden, überaus authentischem Spiel zu verdanken, das die homophobe Macho-Figur einer simplen moralischen Schwarz/Weiß-Beurteilung entzieht und ihr somit zu einer erfreulichen Ambivalenz verhilft. So entsteht der Titel gebende Dallas Buyers Club beispielsweise auch nicht ausschließlich aus einem altruistischen Impuls heraus, sondern dient zunächst einmal primär den kapitalistischen Interessen der Hauptfigur und ihres Partners. Ron Woodroof ist eben in vielerlei Hinsicht ein Arschloch, aber er hat definitiv auch eine nicht zu verleugnende gute Seite, die in regelmäßigen Abständen immer wieder zum Vorschein kommt. Dass eine plakative 180-Grad Wandlung der Hauptfigur jedoch trotzdem ausbleibt, ist für einen Film dieser Art eher unkonventionell und macht einen Großteil der Qualität des Streifens aus. Denn „Dallas Buyers Club“ ist nicht nur einer der berührendsten Filme des Jahres geworden, sondern entwirft darüber hinaus auch noch eine der realistischsten Krankheitsdarstellungen, die im Kino je zu sehen waren. McConaugheys Leistung beschränkt sich hierbei keineswegs auf die physische Belastung (auch wenn sein Gewichtsverlust zugegebenermaßen beeindruckt!), da vor allem die psychischen Schmerzen der Hauptfigur im Mittelpunkt stehen. Eine schauspielerische Herausforderung, die er mit Bravour meistert. Die Darstellung des Krankheitsverlaufes und Rons Kampf gegen die Behörden kommt zudem angenehm unpathetisch daher, was dafür sorgt, dass der Film zu keiner Sekunde ins Kitschige abdriftet – somit entgeht er erfreulicherweise dem Schicksal vieler anderer, thematisch ähnlich gelagerter Dramen. Neben Matthew McConaughey hat „Dallas Buyers Club“ mit Jared Leto außerdem einen überzeugenden Co-Star zu bieten, dessen Leistung völlig zu Recht ebenfalls mit einem Oscar gewürdigt wurde und gegen Ende des Filmes zu Tränen rührt. Seine Figur Rayon ist gleichsam tragisch wie faszinierend geraten und glänzt immer wieder durch ihren ganz eigenen, höchst erheiternden Sinn für Humor. In schauspielerischer Hinsicht gehört „Dallas Buyers Club“ daher definitiv zum Besten, was das bisherige Kinojahr so zu bieten hatte. Cineasten und Freunde guter Dramen sollten den Film keinesfalls verpassen!

Ascot Elite präsentiert den Film in einer angemessenen Schärfe, die von einer überzeugenden Tonqualität begleitet wird. Hinsichtlich des Bonusmaterials muss jedoch konstatiert werden, dass in Anbetracht der interessanten Thematik etwas ausführlichere Extras durchaus wünschenswert gewesen wären.

Fazit:
Jean-Marc Vallée ist mit „Dallas Buyers Club“ ein beeindruckendes Drama gelungen, das neben einem gelungenen Drehbuch vor allem durch seine tollen Darsteller glänzen kann. Die drei Oscars hat der Film definitiv verdient!

by Jonas Hoppe
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment