Crimson Peak - Blu-ray

Blu-ray Start: 25.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min

Crimson Peak Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

England im 19. Jahrhundert: Die junge Autorin Edith Cushing (Mia Wasikowska) ist noch nicht lange mit Sir Thomas Sharpe (Tom Hiddleston) verheiratet, doch schon kommen ihr erste Zweifel, ob ihr so ungemein charmanter Ehemann wirklich der ist, der er zu sein scheint. Edith spürt immer noch die Nachwirkungen einer schrecklichen Familientragödie, und sie merkt, dass sie sich immer noch zu ihrem Jugendfreund Dr. Alan McMichael (Charlie Hunnam) hingezogen fühlt. Durch ihr neues Leben in dem einsamen Landhaus im Norden Englands versucht sie, die Geister der Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Doch das Haus auf Crimson Peak – und seine übernatürlichen Bewohner – vergessen nicht so einfach... denn zwischen Begehren und Finsternis, Geheimnissen und Wahnsinn liegt die Wahrheit unterhalb von Crimson Peak.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures
Tonformate:
DTSX 7.1 Master Audio (GB)
DTS Digital Surround 5.1 (D, F, I, E)
Untertitel:
D, GB, F, I, E, P, DK, NL, FIN, N, S, IS, Arab, Hindi
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Unveröffentlichte Szenen (04:43)
- Ich erinnere mich an CRIMSON PEAK (19:37)
- Die Grundlage für Schauerromane (05:34)
- Licht und Dunkelheit von CRIMSON PEAK (07:51)
- Handgenähte Gotik (08:56)
- Ein lebendiges Wesen (12:09)
- Vorsicht vor CRIMSON PEAK (07:49)
- Die Phantome von Crimson (07:00)
- Filmkommentar mit Co-Autor/Regisseur Guillermo del Toro

DVD und Blu-ray | Crimson Peak

Blu-ray
Crimson Peak Crimson Peak
Blu-ray Start:
25.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Crimson Peak Crimson Peak
DVD Start:
25.02.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 114 min.

Blu-ray Kritik - Crimson Peak

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 8/10
Extras: | 9/10
Gesamt: | 7/10


Es ist ein Markenzeichen von Guillermo del Toro das Morbide mit dem Schönen zu verbinden und auf dieser Grundlage Geschichten zu erzählen. Diese Kombination funktionierte schon bei Guillermo del Toro's düsterem Märchen Pan's Labyrinth aus dem Jahre 2007 und brachte im damals eine Oscarnominierung. In Crimson Peak versucht del Toro diese Gleichung erneut anzuwenden, aber das Ergebnis ist ein anderes.

Crimson Peak Szenenbild Buffalo im Jahre 1901, ein Glanzbeispiel für den Fortschritt in der neuen Welt und Heimat der jungen Autorin Edith (Mia Wasikowska). Die Grundlage ihres ersten Romans bildet ein Besuch ihrer verstorbenen Mutter und einer Warnung, die schon bald in Vergessenheit gerät. Als Tochter des erfolgreichen Firmenchefs Carter Cushing (Jim Beaver) kann sie den ausbleibenden Erfolg zwar finanziell verkraften, fühlt sich aber dennoch von allen missverstanden. Erst mit dem Auftauchen des mysteriösen Thomas Sharpe (Tom Hiddleston),einem britischen Aristokraten, scheint jemand in ihr Leben zu treten, der sie wirklich versteht. Dieser ist zusammen mit seiner Schwester Lucille (Jessica Chastain) nach Amerika gekommen, um Investoren für ein Bauprojekt in seiner Heimat zu finden. Nach dem sich aber eine Romanze zwischen Edith und Thomas entwickelt, kehrt Thomas mit mehr als nur den Mitteln für sein Vorhaben nach England zurück. Als frischgebackene Ehefrau, muss sich Edith nun England, der Vergangenheit und dem geheimnisumwobenen Allerdale Hall, dem alten Familiensitz der Familie Sharpe, stellen.

Es ist keine Geistergeschichte, nur eine Geschichte in der ein Geist vorkommt. Mit diesem vollgewählten Satz legt Guillermo del Toro, Regisseur und Autor des Filmes, seiner Protagonistin die Grundthese und gleichzeitig Problematik des Projekts in den Mund. Wenn man diesen Film, in Erwartung einen Horrorfilms zu sehen, sieht, kann man nicht überzeugt werden, da dies kein Horrorfilm ist. Es ist eher eine Liebesgeschichte die einen sehr düsteren Ton trifft. Dieser wird durch Gestaltung, Inszenierung und Ausstattung hergestellt und wurde zu Gunsten der Verkaufszahlen, als er in Deutschland in die Kinos kam, mit Absicht falsch beworben. Da sich ein klassischer Horrorfilm besser vermarkten lässt als ein experimentelles Liebesdrama, scheint es fast verständlich, warum sich das Marketing dafür entschieden hat, den Film so zu umwerben wie sie es getan haben. Crimson Peak SzenenbildAber das hat im Nachhinein dafür gesorgt, dass mehr als nur ein Zuschauer mit falschen Erwartungen ins Kino gegangen ist.

Doch selbst wenn man mit der Erwartung an den Film herantritt keinen Horrorfilm zusehen, enttäuscht der Film zu mindestens auf erzählerischer Ebene dennoch. Die Handlung ist weder besonders innovativ, noch schafft sie es aufgrund ihrer Erzählweise sehr viel Spannung oder Interesse für die Charaktere aufzubauen. Die Geschichte plätschert leider vor sich hin und schafft es nur wenig markante Höhepunkte zu setzen.

Schauspielerisch ist der Film grundsolide bis gut. Obwohl alle Schauspieler ihr Handwerk beherrschen so leidet besonders eine Darstellerin unter dem Drehbuch. Die Rede ist von Mia Wasikowska (Alice im Wunderland, Lawless), der in der ersten Hälfte des Films zwar noch die Chance bekommt ihre Rolle zu definieren, im späteren Verlauf aber nur noch als Jungfrau in Nöten in Szene gesetzt wird. Jessica Chastain (Zero Dark Thirty, Interstellar) und Tom Hiddleston (Thor, Marvel's The Avengers) schaffen es jedoch beide zu überzeugen und ihren Charakteren, Geschichte und Leben einzuhauchen. Da der Fokus des Filmes hauptsächlich auf diesen Charakteren ist auch das Augenmerk des Zuschauers auf sie gelenkt, dennoch ist die Leistung der Nebendarsteller ganz in Ordnung. So nimmt man zum Beispiel Charlie Hunnam (Sons of Anarchy), der auch schon in Pacific Rim mit Regisseur del Toro zusammengearbeitet hat, die Rolle als Vertrauter und Jugendfreund von Edith durchaus ab.

Doch der eigentlich Star des Films ist definitiv die Ausstattung der Sets und die Kostüme, welche dem Film sein Leben einhauchen. Crimson Peak SzenenbildAlles von der Mode der Bevölkerung des modernen Buffalo bis zu den Dielen des Herrenhauses der Sharpes wirkt definiert und authentisch. Und es ist diese Liebe zum Detail die Guillermo del Toro auszeichnet und die einen dazu anhalten sollten, diesem Film doch eine Chance zu geben. Es kann passieren, dass man sich in der Kulisse und der Szenerie verliert und das ist in Anbetracht der doch etwas dünnen Geschichte kein Problem. Das Set, welches eigens für den Dreh gebaut wurde, verbreitet so eine morbide Schönheit, dass es die ganze Stimmung des Films prägt. Weiterhin sind auch die Kostümbildner lobend zu erwähnen, die unter del Toros Hand den Geistern ihren einzigartigen Charme verleihen und es schaffen das Thema Geister neu zu interpretieren.

Technisch gesehen gibt es fast gar nichts zu meckern. Die Bildqualität ist gut genug, um die Bilder del Toros detailgenau einzufangen und somit die Grundstimmung des Films wiederzugeben. Ein bisschen schwerer hat man es hier mit dem Ton, da sich auf der deutschen Tonspur Dialog und Soundtrack ein Duell liefern, welches deutlich zu Gunsten des Soundtracks ausfällt. Häufiger muss man die Fernbedienung hervorkramen, um entweder die Musik etwas herunter oder den Dialog etwas hoch zu regeln. Auf der englischen Tonspur fällt dieses Problem fast kaum bis gar nicht ins Gewicht.

Die enthaltenen Extras auf der Disc sind wirklich sehr umfangreich. Neben ein paar nicht enthaltenen Szenen, welche der Geschichte ein bisschen mehr Tiefe gegeben hätten, ist auch ein umfassendes Making-of enthalten. Crimson Peak SzenenbildDieses liefert einen guten Einblick in die Produktion des Filmes und zeigt wie viel Herzblut Guillermo del Toro in dieses Projekt gesteckt hat. Jeder Aspekt , der diesen Film so visuell beeindruckend macht, wird dort näher beleuchtet und kann sich anhand des Personals auch zu Wort melden. Außerdem kann man den Film auch mit dem Audiokommentar von Guillermo del Toro erneut sehen. Diese sind in so weit interessant, dass del Toro noch einmal ausführlicher über den Dreh berichtet und klar macht, welche Intentionen und Visionen er bei manchen Szenen hatte. Dabei ist er sogar teilweise selbstkritisch und geht auf Probleme des Films ein, wie zum Beispiel die schwache Handlung.


Fazit:
Crimson Peak ist kein Horrorfilm, aber das will er auch gar nicht sein. Es ist viel mehr eine weitere Vision von Guillermo del Toro, welche leider nicht so ganz aufgehen will. Die Handlung ist nicht auf dem Niveau, dass sie der Ausstattung gerecht wird. Wer dennoch einen optisch anspruchsvollen Film und ein gutes Beispiel für detaillierte Kulissen und Kostüme sehen will, kann das mit Crimson Peak gerne machen.

by Marvin Schmidt
Bilder © Universal Pictures