Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche! - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.09.2020
Digital VoD: 11.09.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min

Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche!  Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Ester (Camila Mendes) und ihre Mutter Teresa (Adriana Barraza) leben in einer verlassenen texanischen Stadt nahe der Grenze zu Mexiko, wo sie eine kleine Frühstückspension betreiben. Als die Frauen eines Nachts von zwei Mitgliedern eines Drogenkartells überfallen und mit einer Waffe bedroht werden, müssen sie um ihr Leben fürchten. Doch Tochter und Mutter haben ein dunkles Geheimnis, das den ungebetenen Gästen zum Verhängnis werden soll ...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch/Spanisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche!

DVD und Blu-ray | Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche!

Blu-ray
Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche! Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche!
Blu-ray Start:
18.09.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche! Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche!
DVD Start:
18.09.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

Blu-ray Kritik - Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche!

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Die junge Frau Ester (Camila Mendes) und ihre Mutter Teresa (Adriana Barraza) betreiben eine kleine Pension an der Grenze zu Mexiko, am namensgebendem "Coyote Lake" Doch hinter diesem vermeintlich friedlichen Leben verbergen die beiden ein gefährliches Geheimnis. Als eines Nachts zwei Mitglieder eines mexikanischen Drogenkartells (Manny Perez, Andres Velez) auftauchen und die beiden Frauen bedrohen, müssen diese um ihr Leben fürchten. Ihr Geheimnis droht ans Licht zu kommen und vor allem Ester ist es, die die Autorität ihrer Mutter und ihre Moralvorstellungen nach und nach hinterfragt….

Coyote Lake: Ester (Camila Mendes)
Coyote Lake: Ester (Camila Mendes) © capelight pictures
Direkt am Anfang des Filmes wird klar, mit welcher Sorte Frauen man es hier zu tun hat. Kompromisslos und kommentarlos werden die nächtlichen Aktivitäten der beiden in Szene gesetzt. In den darauffolgenden 30 Minuten führt der Film die beiden Frauen und ihren Angestellten Dirk (Neil Sandilands) ein und nimmt den Zuschauer mit in die Umgebung um die Pension und den "Coyote Lake".

Eines Nachts wird die vermeintliche Harmonie und Friedlichkeit durch zwei Drogenhändler gestört. Einer der Verbrecher kommt Ester näher und sät in ihr Zweifel an der Autorität und Position ihrer Mutter Teresa. Denn diese lässt Ester kaum Freiraum und stellt die Ehre der Familie über alles. Dafür ist sie bereit, über Leichen zu gehen, was Ester zunächst nicht hinterfragt. Sie hilft ihr sogar dabei, diese verdrehte Moralvorstellung in die Tat umzusetzen. Doch durch das Eintreffen der Verbrecher werden diese Anschauungen hinterfragt. Der Film greift hier Handlungsmotive wie Mündigkeit, Emanzipation aber auch Religion auf, wenn es darum geht, wie Teresa ihre Taten rechtfertigt. Nicht umsonst ist sie nach der heiligen Mutter Theresa benannt, was den Bezug zur Religion erneut verdeutlicht. Großes Lob an dieser Stelle an die beiden Hauptdarstellerinnen. Denn diese liefern in den ruhigen Dialogszenen, von denen es im Film einige gibt, eine großartige Performance ab. Und auch in den Szenen, in denen es zu Mutter – Tochter Konflikten kommt, spielen die beiden ihre Rolle glaubwürdig. Nicht umsonst ist Adriana Barazza, welche Esters Mutter spielt, für den Oscar nominiert gewesen.

Charlie Weber in Coyote Lake
Charlie Weber in Coyote Lake © capelight pictures
Eine Spannung der Autoritäten, wenn auch in einer anderen Auslegung, kann man auch in der Beziehung der beiden Verbrecher wiederfinden. Somit stellen diese einen Kontrast zu Ester und ihrer Mutter dar. Tatschlich werden alle vier Personen sowie der Angestellte der Pension, Dirk (Neil Sandilands), vor allem in der zweiten Hälfte des Filmes wie Bewohner einer WG inszeniert, was dem ganzen einen leicht absurden Touch gibt, da Paco und Ignacio die Pension ja eigentlich gewaltsam übernommen haben.

Damit kommen wir zu einem Kritikpunkt in der Geschichte. Der Film bietet im größten Teil des Filmes kaum Überraschungen außer das Antreffen der Verbrecher an der Pension nach der ersten halben Stunde. Und auch das Ende ist recht vorhersehbar, da der Film für dieses früh genug Hinweise gibt und sich der Kreis zum Anfang des Films in den letzten Minuten wieder schließt. Positiv zu betrachten ist hier aber, dass alle Handlungsverläufe elegant zum Abschluss gebracht werden. Und trotz der Vorhersehbarkeit lässt das Ende einen das Blut in den Adern gefrieren. Aber das kann jeder selbst schauen! Vergleicht man "Coyote Lake" außerdem mit anderen Thrillern/Dramen in der heutigen Zeit, sind seine 93 Minuten Laufzeit wirklich kurz und erfrischend. Vor allem in Kombination mit der Musik klebt man in dieser Zeit förmlich am Bildschirm und wird durchweg unterhalten.

Camila Mendes in Coyote Lake
Camila Mendes in Coyote Lake © capelight pictures
Bild:
Die Altersfreigabe von FSK 16 ist durchaus gerechtfertigt, da es einige sehr brutale Szenen in diesem Film gibt. Wenn jemand mit einer Waffe erschlagen wird, wird das sehr anschaulich und realitätsnah dargestellt. Und auch sonst wird der Film seinen Thriller- und Dramenelementen definitiv gerecht! Die Pension sieht sowohl von innen als auch von außen, eingewoben in ein Waldsetting, fabelhaft aus und lässt das einsame Leben von Ester und ihrer Mutter glaubwürdig erscheinen. Die Einrichtung ist liebevoll gestaltet und sehr detailreich. Besonders das Gebetszimmer von Teresa bringt eine mysteriöse und düstere Stimmung rüber, was man aber auch der genau richtigen Lichtsetzung verdankt. Kontrast zur Frühstückspension und zur Abgeschiedenheit im Wald bieten einige Szenen in einem kleinen Ort in der Nähe des Hauses, die aber keine starke Gewichtung in der Dramaturgie einnehmen. Die Kameraarbeit ist sehr ruhig. Manche Natur- und Gesichtsaufnahmen werden lange mithilfe von Standbildern lange gehalten, um die Dramatik, die Bedrohung des Filmes zu unterstreichen. Daher ist auch der namensgebende Coyote Lake als Ort des Verderbens sehr elegant in Szene gesetzt. Außerdem gibt einige Kamerafahrten, die vom Himmel auf den Boden filmen bzw. langsam auf diesen zusteuern, was sehr wertig aussieht.

Ton:
Die Musik ist dramenüblich in einem sehr ruhigen Ton gehalten und baut gleichzeitig Spannung in den einzelnen Szenen auf, ganz thrillertypisch eben. Denn obwohl das Geheimnis der Frauen zum Anfang des Filmes klar wird und der Film ansonsten nicht die allergrößten Überraschungen außer das Ende bietet, lässt die düstere Musik sowie das kühle und sehr realistisch gehaltene Setting einem das Herz schneller schlagen. Ansonsten bleibt der Film von der Soundkulisse her recht nüchtern und realitätsnah, eben ganz ein Vertreter seines Genres. Die Dialoge sind verständlich und die Sprachen im Film wechseln ab und zu von Englisch zu Mexikanisch.

Extras:
Das Bonusmaterial beinhaltet den Filmtrailer sowie einige weitere Trailer für andere Filme.


Fazit:
Der Regisseurin Sara Seligman ist hier ein mehr als solider Film gelungen, der trotz seiner geringen Überraschungsmomente aufgrund seiner Inszenatorik wie der Musik genügend Spannung aufweist, um thrillertypisch mitzufiebern. Die größten Stärken des Filmes liegt aber in seinen ruhigen und dramatischen Aspekten wie eben Esters Charakterwandlung, ihrer Wandlung zu einer selbständigen Frau, losgelöst aus dem Griff ihrer Mutter. Auch die anderen Figuren bekommen eine umfassende Charakterisierung und durch sie werden anschaulich Themen wie Religion oder Familie aufgegriffen. Anstatt die Verbrecher eben als durchgehende Bedrohung darzustellen, werden sie im Verlauf der Handlung in ein anderes Licht gerückt, welches dem Film eine andere Tonalität verleiht. Das Ende führt alle Figuren und Handlungsstränge elegant zusammen, allerdings ist es sehr vorhersehbar. Darüber hinaus hätte ich persönlich gerne noch mehr von den Aktivitäten Esters und ihrer Mutter vor dem Überfall durch die Verbrecher erfahren, da meiner Meinung nach schon der Anfang des Filmes Stoff für eine Geschichte bietet, in der man die Taten der beiden Frauen noch mehr veranschaulicht und ausführlicher erklärt. Aber das würde die ganze Thematik natürlich entmystifizieren!


by Leon Röttger
Bilder © Alive / capelight pictures




Coyote Lake - Die Wahrheit liegt unter der Oberfläche! - Trailer