Colossal - Blu-ray

Blu-ray Start: 01.12.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min

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Inhalt

Katastrophenalarm in Seoul: Ein gigantisches Monster taucht plötzlich nachts aus dem Nichts auf, verwüstet die Stadt und verschwindet wieder in der Dunkelheit. Als die rätselhaften Angriffe sich wiederholen, stellen sich alle die Frage, welchen Ursprung die Attacken haben könnten. Zur gleichen Zeit in den USA: Das Partygirl Gloria hat ihren Job verloren und wird von ihrem Freund Tim vor die Tür gesetzt. Gloria kehrt kurzerhand dem New Yorker Stadtleben den Rücken und zieht zurück in ihr Heimatstädtchen, um sich dort darüber klar zu werden, ob sie weiterhin ihre Zeit in schäbigen Bars verschwenden oder ihr Leben endlich verändern will. Die Entscheidung wird ihr abgenommen, als sie entsetzt feststellt, dass es eine Verbindung zwischen ihr und den Vorfällen in Seoul gibt: Das Ungeheuer reagiert auf Glorias Bewegungen!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Colossal

Blu-ray
Colossal Colossal
Blu-ray Start:
01.12.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 113 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Colossal Colossal
DVD Start:
01.12.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 109 min.

Blu-ray Kritik - Colossal

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Es ist immer so eine Sache, wenn die Trailer zu einem Film etwas suggerieren, was man am Ende dann aber doch nicht bekommt. Ich habe mich tatsächlich für die Rezension von COLOSSAL entschieden, weil der Trailer eine seichte Komödie mit der stets bezaubernden Anne Hathaway versprochen hat. In den Zeiten, in denen sich die populäreren Filme entweder zu ernst oder nicht ernst genug nehmen, war ich neugierig auf einen Film, der anscheinend weiß, was er denn sein möchte – eine seichte und sympathische Komödie halt. Doch was man hier bekommt entspricht irgendwie so gar nicht den Erwartungen, die ich an den Film hatte. Ob das jetzt was Gutes oder Schlechtes ist, erfahrt ihr hier.

Gloria (Anne Hathaway)
Gloria (Anne Hathaway) © Universum Film
COLOSSAL handelt von der arbeitslosen Schriftstellerin Gloria (Anne Hathaway), die die Kontrolle über ihr Leben verloren hat und aufgrund ihres Alkoholproblems von ihrem Freund Tim (Dan Stevens) vor die Tür gesetzt wird. Gezwungen sich eine neue Bleibe zu suchen, entscheidet sich Gloria zurück in ihr Elternhaus zu ziehen. Schnell trifft sie auf ihren früheren besten Freund Oscar (Jason Sudeikis), welcher ihr nur all zu bereitwillig unter die Arme greifen möchte, ob es nun die Einrichtung ihres Hauses oder eine Anstellung in seiner Bar ist. Ungefähr zur gleichen Zeit erscheint in Seoul ein riesiges Monster und richtet verehrende Schäden an. Es dauert nicht lange und Gloria merkt, dass sie dieses Monster kontrolliert. Doch ist sie die Einzige, die ein Monster kontrollieren kann?

Wie gesagt, COLOSSAL verspricht sich als ein simpler und routinierter Komödienabend. Zuerst hat auch alles den Anschein, das dem so wäre. Doch nach und nach entpuppt sich der Film tatsächlich als eine Art Psychothriller, der mehr Tiefe besitzt, als man es erwarten würde. Wenn man denn nun wissen möchte, um was für ein Genre es sich bei diesem Film handelt, kann an dieser Stelle nur von einem Hybriden aus Komödie, Fantasy und Psychothriller die Rede sein. Das ist nicht nur eine spannende Mischung, nein, es führt auch zu einer wirklichen Spannung bei der Rezeption des Films, wobei die einzelnen Genres nicht parallel zueinander existieren. Sie fließen eher ineinander über und schaffen so einen nahtlosen Übergang von einem zum anderen. Das muss gekonnt sein und ist hier wirklich gelungen und das derart, dass man sich im Laufe der Zeit fragt, wie es denn jetzt plötzlich so weit gekommen ist. Wirklich gut und spannend.

Colossal: Das Monster
Colossal: Das Monster © Universum Film
Da stellt sich doch die Frage, was für Themen kann ein Film, in dem ein Kaiju vorkommt, schon haben, dass man von Tiefe sprechen kann? Es sind Themen wie „die Verantwortung für die eigenen Handlungen übernehmen“ und „die Kontrolle über das eigene Leben behalten“, die diese Tiefe erzeugen. Dies in einem solchen Genremix zu verarbeiten erfordert Mut und muss gekonnt sein. Ersterer zahlt sich aus und gekonnt umgesetzt ist er auch, denn letzten Endes entfaltet der Film sein unterschätztes Potenzial.

Es ist also offensichtlich, dass ich dieser „falschen“ Versprechung durchaus zugeneigt bin. Dass ein solcher Coup jedoch gelingt, ist nicht zuletzt den Schauspielern und Schauspielerinnen geschuldet, die die Story zum Leben erwecken. Sicherlich erwartet jetzt jeder ein dickes Lob für die bezaubernde Anne Hathaway, doch ist es eher Jason Sudeikis, den ich an dieser Stelle loben möchte. Bekannt aus seichten Komödien, wie z. B. KILL THE BOSS hilft seine Besetzung vorzüglich dabei, die Erwartungen der Zuschauer in die Irre zu führen. Sein Spiel jedoch konterkariert diese Erwartungen, die mit seiner Personalie einhergehen, in bemerkenswerter Art und Weise, denn ihm gelingt eine charakterliche Wendung, die ich von ihm bisher noch nie wahrgenommen habe. Er spielt charmant, er spielt zum Teil auch in seiner gewohnten Routine und doch trägt gerade er am meisten zu der sich stetig aufbauenden Spannung bei. Aber die gute Anne Hathaway soll auch nicht zu kurz kommen. Natürlich spielt sie toll, charmant und irgendwie zum Verlieben. Sie wirkt in keiner einzigen Szene über- oder unterfordert, was ebenfalls den Plot trägt und verstärkt.

Tim (Dan Stevens)
Tim (Dan Stevens) © Universum Film
Bild und Ton bewegen sich auf einem soliden Niveau. Mehr braucht es auch für einen solchen Film nicht. Er bietet nicht den Bombast, der eine bessere technische Ausstattung der Blu-ray nötig macht, kommt aber doch mit einer tollen Detailschärfe und einem ordentlich ausbalancierten DTS-HD 5.1 MA daher. An dieser Front gibt es ebenfalls nicht viel zu meckern.

Einzig und allein die Extras sind etwas mau ausgefallen. Lediglich eine Behind-the Scenes-Featurette begleitet den Film ins Heimkino. Bei solch einem klein angelegten Film ist aber auch das zu verschmerzen.


Fazit:
Bei COLOSSAL haben wir es mit einer kleinen Mogelpackung zu tun. Die Mogelei entpuppt sich jedoch als ein Glücksgriff. Zwei tolle Hauptdarsteller schaffen es, dem Film seine nötige Tiefe zu verleihen. In einer Zeit, in der Bombast und Zerstörung einen Hauptteil des Mainstreamkinos ausmachen, kann man sich über solch kleine Perlen immer wieder erfreuen. Hier haben wir einen kleinen aber wirklich feinen Streifen. Wenn man als Zuschauer nicht erpicht darauf ist, ein größeres Universum angeteasert zu bekommen, und sich auch über abgeschlossene Storys freut, spricht nichts gegen diesen tollen Film.

by Martin Fischer
Bilder © Universum Film