Choral des Todes - Blu-ray

Blu-ray Start: 06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min

Choral des Todes Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

In einer Pariser Kirche wird der Leiter eines Kinderchores tot aufgefunden. Der Pfarrer zieht den frisch pensionierten Polizeikommissar Lionel Kasdan (Gérard Depardieu) zu Rate. Kasdan bemerkt die ungewöhnliche Todesursache: Das Trommelfell des Toten ist geplatzt. Am Tatort befindet sich eine verstörende Fußspur, die von einem Kind zu stammen scheint. Kasdan beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.
Kurze Zeit später taucht der vom Dienst suspendierte Interpol-Agent Frank Salek (JoeyStarr) in der Kirche auf. Er ermittelt in einem internationalen Fall von Kinderhandel und fand sonderbarerweise den Namen des Toten im Handy eines gesuchten Menschenhändlers. Salek und Kasdan bilden von nun an eine Zweckgemeinschaft und finden immer erschreckendere Details heraus. Doch Salek ist weitaus tiefer in den Fall verstrickt, als er zugibt. Weitere Morde geschehen und ihre Ermittlungen führen die beiden unkonventionellen Polizisten zurück in Europas dunkelste Vergangenheit. Sie kommen der grausamen Wahrheit gefährlich nahe: Der Schlüssel zu dem Fall scheint ein Knabenchor zu sein …

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Senator Home Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Französisc)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of, Featurettes

DVD und Blu-ray | Choral des Todes

Blu-ray
Choral des Todes Choral des Todes
Blu-ray Start:
06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 105 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Choral des Todes Choral des Todes
DVD Start:
06.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

Blu-ray Kritik - Choral des Todes

Blu-ray Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 5/10


Nachdem der französische Autor Jean-Christophe Grangé mit seinen Thrillern „Die purpurnen Flüsse“ große Erfolge feierte, folgt nun die Verfilmung des verstörenden Titels „Choral des Todes“. Unter der Regie von Sylvain White („Stomp the Yard“), der das Drehbuch gemeinsam mit Laurent Turner („Glück auf Umwegen“) geschrieben hat, ermittelt ein ungleiches Duo in einer Mordserie.

Nachdem sich ein Menschenhändler in Algerien während dem Verhör das Leben genommen hat, wird Frank Salek (Joey Starr) von seiner Vergangenheit heimgesucht. Er wird vom Dienst suspendiert und begibt sich auf den Weg nach Paris. Dort hat der pensionierte Polizeikommissar Lionel Kasdan (Gérard Depardieu) bereits die Ermittlungen in seiner Kirche aufgenommen, wo Chorleiter Wilhelm Götz (Joe Sheridan) tot aufgefunden wurde. Als auch Götz´ junger Geliebter auf ebenfalls mysteriöser Weise ums Leben kommt, fühlen sich Kasdan und Salek zur Zusammenarbeit genötigt. Die Indizien, dass die Chorknaben in dem Fall eine entscheidende Rolle spielen, verdichten sich immer mehr. Der Spur folgend gelangen die Ermittler nach Europa, wo sie auf eine alte Nazi-Verbindung stoßen, die während der Colonia Dignidad Kinder zur Folterungszwecken gefangen hielt.
Nach anfänglichen Auseinandersetzungen gelingt es den Ermittlern nicht nur den Fall zu lösen, sondern auch die privaten Probleme mit der gegenseitigen Unterstützung in den Griff zu bekommen. Die dunklen Bilder von Kameramann Denis Rouden („Largo Winch“) fügen nach und nach die einzelnen Puzzleteilchen zu einem mehr oder minder stimmigen Konzept zusammen, das sich dem Zuschauer schon in den ersten der insgesamt 106 Minuten erschließt. Die düstere Grundstimmung wird durch den funktionellen Soundtrack des deutschen Komponisten Max Richter („Waltz with Bashir“) verstärkt. Dennoch gelingt es dem Thriller nicht, eine konstante Spannung zu erzeugen.
Gérard Depardieu („Asterix & Obelix“), Frankreichs bekanntester Schauspieler, verkörpert den pensionierten Polizeikommissar Lionel Kasdan. Als Mitglied der Kirchengemeinde fühlt sich der Armenier persönlich angegriffen. Er ermittelt auf eigene Faust, um die schuldigen Täter dingfest zu machen. Star-Rapper Joey Star („22 Bullets“) übernimmt die Rolle von Kasdans unfreiwilligen Partner Frank Salek. Gemeinsam bilden sie ein ungleiches Duo wie zuletzt in der Komödie „Ein MordsTeam“. Allerdings schlägt der Thriller „Choral des Todes“ wesentlich düstere Klänge an. Mit der Figur Frank Saleks wird eine grausame Vergangenheit offenbart, die nicht nur das daraus resultierende Drogenproblem erklären, sondern auch den Fall einen historischen Hintergrund verleihen.

Die zwei Hauptdarsteller liefern souveräne Figuren ab, die leider an den Schwächen des Drehbuchs kranken. Der Großteil der Handlung ist offensichtlich und wenig innovativ gestaltet. Während der Zuschauer bereits von Beginn an die Zusammenhänge erkennt, übersehen die Ermittler diese immer wieder. Auch die Nutzung jeglicher Klischees und die fortwährenden Rückblenden in die Kindheit Saleks können die Spannung kaum mehren. Die Verbindung von Privatleben und Beruf folgt den heutigen Standards des Genres und kann demnach auch nur wenig Neuland präsentieren.
Der Transfer ist klar und deutlich. Dennoch mischt sich immer wieder ein leichtes Grieseln in die Bilder. Die Kontraste sind nicht immer ideal und lassen die Farben leicht schmutzig und matt erscheinen. Bei schnelleren Bewegungen kommt es zu Detailverlusten und unruhigen Kanten. In Close-ups können die Feinheiten der Gesichter deutlich wiedergegeben werden. Der Ton ist von einem leichten Grundrauschen bedingt. Die Dialoge sind gut zu verstehen, erscheinen aber zwischenzeitlich etwas schwach. Die Effekte, wie splitterndes Glas, sind hingegen wesentlich kräftiger untermalt. Verkehrslärm lässt sich ebenso gut verfolgen, wie das schrille Klingeln des Handys. Als Bonus findet man ein sehr kurzes Making Of, das in seiner fünfminütigen Laufzeit gerade mal einen groben Einblick in die Produktion liefert. Auch der Trailer und die Online-Features sind kaum einer Erwähnung wert.

Fazit: Ein recht spannungsarmer Thriller, dessen Hauptdarsteller das Beste aus der vorhersehbaren Geschichte herausholen wollen.

by Sandy Kolbuch
Bilder © Universum Film / Senator Home Entertainment