Central Park - Blu-ray

Blu-ray Start: 18.04.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min

Central Park Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Die Schule ist langweilig und das Familienleben unerträglich – anstatt Zeit zu Hause zu verbringen, hängt die High-School-Clique um Harold (Justiin A. Davis) und seine Freundin Leyla (Grace van Patten) lieber im New Yorker Central Park ab. Sie ahnen jedoch nicht, dass ihr kommender Ausflug dorthin das absolute Grauen bereithält, denn ein rachsüchtiger Killer wartet nur darauf, sie für die Sünden ihrer Väter bezahlen zu lassen!

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Pierrot Le Fou
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer, Wendecover

DVD und Blu-ray | Central Park

Blu-ray
Central Park Central Park
Blu-ray Start:
18.04.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

zur Blu-ray Kritik
Central Park (uncut) (limitiertes Mediabook #15) Central Park (uncut) (limitiertes Mediabook #15)
Blu-ray Start:
18.04.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.
DVD
Central Park Central Park
DVD Start:
18.04.2019
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

Blu-ray Kritik - Central Park

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Central Park ist der neueste Ableger der beliebten Pierrot LeFou Uncut Reihe und erscheint unter der Nummer 15 im Keep Case und in der etwas edleren Mediabook Variante. Folgende Kritik bezieht sich auf die Standard Keep Case Version ohne jeglichen Bonus.

Pierrot LeFou hat es bereits von Anfang an mit Daddys little Girl deutlich gemacht, dass sie sich weit ab vom Mainstreamkino bewegen und gezielt Freunde von Andersartigem und im Allgemeinen speziellen Randerscheinungen sind. Durch die einheitliche Aufmachung wird die bislang 15 teilige und nummerierte Reihe zusätzlich für die Allgemeinheit ins rechte Licht gerückt. Von knallharten Horrorperlen (Let us Prey), über experimentelle Erstlingsveröffentlichungen (Raze - Fight or Die) bis hin zu subtilen Gruselperlen (Pyewacket) ist eigentlich für jeden etwas dabei. Jeder bislang erschienene Titel variiert qualitativ von unzumutbar (Our Evil) bis überragend (The Wailing) und spricht überwiegend Genreorientiertes Publikum an. Central Park reiht sich nahtlos in das Schema ein und bildet ein feines Tribut an die Slasherwelle der 80er, ohne dabei skandalträchtig oder gar jugendgefährdend zu sein wie seine großen, klar erkennbaren Vorbilder.

Szene aus Central Park
Szene aus Central Park © Pierrot Le Fou
Nachdem sein stinkreicher Vater einige Menschen um ihr Erspartes gebracht hat und nun dafür in den Knast wandert, versucht Harold (Justiin A. Davis) mit Hilfe seiner Freundin und einer um sich gescharten Clique dem Medienrummel zu Hause zu entfliehen und trifft sich mit ihnen nach Einbruch der Nacht am Ground Zero im Central Park. Nach ein paar Joints und reichlich Alkohol geht Harolds paranoider Freund Mikey (Deema Aitken) in den Wald um sich zu erleichtern und kommt nicht zurück. Erst geraume Zeit später fällt dem Rest der Truppe auf, dass er noch nicht wieder da ist und begibt sich in den umliegenden Wald um ihn zu suchen. Als Harold auf Mikeys Leiche stößt wird bald klar, dass der nächtliche Central Park doch nicht so verlassen ist, wie sie anfangs glaubten und ein maskierter Unbekannter die Jagd auf die übrigen Teenager eröffnet. Er hat sich das Ziel gesetzt hat, alle zu eliminieren, bevor der Morgen anbricht.

Szene aus Central Park
Szene aus Central Park © Pierrot Le Fou
Allein anhand der Inhaltsangabe könnte man meinen, man hat es mit einem 08-15 Film zu tun, der in leicht abgewandelter Form schon X Mal den Weg in den heimischen Player gefunden hat. Das stimmt allerdings nur bedingt, denn nicht umsonst erscheint er in einer Reihe extravaganter Titel, die alle ihre kleinen Besonderheiten aufweisen. Wenn man dem Streifen einmal eine Chance gibt, fällt gleich zu Beginn schon auf, dass Harold und seine Freunde nicht, wie gewohnt, stumpf klischeebehaftete Opfer ihrer eigenen Hormone zu sein scheinen, sondern tatsächlich als Gruppe dynamisch funktionieren wollen und das auch schaffen. Die Dialoge sind und aus dem alltäglichen Leben gegriffen und klingen zu keiner Zeit aufegesetzt oder inszeniert. Das bewirkt, dass die Teens nicht nur auf hübsches Kanonenfutter degradiert werden und ermöglicht dem Zuschauer eventuell sogar noch mit dem ein oder anderen Charakter zu sympathisieren. Des Weiteren fällt positiv auf, dass der kanadische Regisseur Justin Reinsilber sich große Mühe gibt, seine Geschichte als solche logisch durch zu strukturieren und damit wieder einmal mit den Konventionen des typischen Slashers bricht.

Szene aus Central Park
Szene aus Central Park © Pierrot Le Fou
Das gelingt soweit auch, nur dass dadurch die wesentlichen Hauptaugenmerke des Selbigen arg drunter leiden. Somit haben wir zwar eine gut konstruierte, wenn auch vorhersehbare, Rahmenstory, dafür aber einen viel zu kurzen und unspektakulären Slasher-Anteil. In knapp 45minütiger Einleitung in zugegebenermaßen malerischen Kulissen in und um den New Yorker Central Park, der besonders in dunklen Momenten mit der 80er Jahre typischen Körnung nostalgische Erinnerungen weckt und sich auch in Punkto Kameraführung und Einstellung an diese Zeit anlehnt, werden Harold und seine Freunde vorgestellt. Langsam wird es dunkel, die Menschenmassen werden weniger und ein maskierter Killer macht sich die Dunkelheit und den alkoholisierten Zustand seiner Opfer zu nutze, um sie erst zu isolieren und dann zu dezimieren. Dies geschieht leider ohne großartigen Einfallsreichtum und vermittelt eher den Eindruck, er wolle seine Exekutionsmission möglichst schnell und unspektakulär hinter sich bringen. Die Tötungen passieren vorwiegend im Off und mit blutigen Details oder kreativen Weisen ins Gras zu beißen kann der Streifen wirklich nicht punkten. Das ist zwar ebenfalls genreuntypisch, tut dem Gesamteindruck jedoch nicht besonderst gut. Interessant zu erwähnen wäre sicherlich der Fakt, dass Central Park an sich gar nicht ab 18, wie auf dem Frontcover abgebildet, freigegeben ist, sondern bereits ab 16 Jahren. Die höhere Freigabe ist einem Trailer zu verdanken, den man aus Marketing Gründen sicher angeheftet hat, um durch den roten 18er Stempel eventuell größere Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Szene aus Central Park
Szene aus Central Park © Pierrot Le Fou
Bild: Das Bild im 1080p High Definition (16:9) vereint das beste aus Retro-Film und Moderne. In der hellen, freundlichen ersten Hälfte besticht das Bild durch eine lupenreine Tiefenschärfe, kristallklare Farben und keine Spur von Bildverunreinigungen oder Anderem. In der deutlich dunkleren zweiten Hälfte hat man häufig das Gefühl einen Jahrzehnte alten Schinken vor der Nase zu haben: Bildkörnung und gelegentliche aber gewollte Unschärfen lassen das Nostalgieherz höher schlagen. Alles in allem das wohl stärkste Element der Scheibe.

Ton: Der Ton ist in zwei Audiospuren (deutsch, englisch) DTS-HD 5.1, hat ein vernünftiges und ausgewogenes Verhältnis von Gesprochenem und Effektlaugstärke und ist zudem, passend zum Look, mit coolen Oldies und stimmungsfördernden Sounds hinterlegt. Das runder das Gesamtbild passend ab.

Extras: Diese gibt es, bis auf ein paar Trailer keine. Wer Extras will, muss sich für ein paar Euros mehr die umfangreichere Mediabook-Edition zulegen.


Fazit:
Central Park bietet atmosphärisch und handwerklich eigentlich fast alles, was eine neumoderne Hommage an das 80er Jahre Slasherkino ausmachen sollte. Besonders die Kameraführung, der absichtliche Einsatz von körnigen Einstellungen in dunklen Momenten zeigen, dass beim Dreh mit Liebe fürs Detail vorgegangen wurde. Vorwerfen kann man ihm lediglich das Ausbleiben der kompromisslosen Härte, die mindestens genauso dazu gehört wie feiernde, triebgesteuerte Jugendliche. Wer darauf verzichten kann oder vielleicht sogar genau das will, für den ist das genau der richtige Streifen, dessen Stärken besonders in gut gezeichneten Charakteren und einer nennenswerten Story bestehen.

by Christoph Berger
Bilder © Alive / Pierrot Le Fou