Celeste & Jesse - Blu-ray

Blu-ray Start: 26.09.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 96 min

Celeste & Jesse Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Celeste (Rashida Jones) und Jesse (Andy Samberg) sind ein äußerst fortschrittliches Ex-Ehepaar. Trotz Trennung leben sie noch immer Tür an Tür, sind über das Tun und Lassen des Anderen stets informiert und verbringen fast jede freie Minute miteinander.
Sie verstehen sich so gut, dass selbst ihre besten Freunde den innigen Umgang der beiden ‚offiziell Getrennten‘ nicht mehr ertragen können. Als deshalb die erfolgreiche und selbstbewusste Celeste den mal wieder arbeitslosen und wenig zielstrebigen Jesse um die Scheidung bittet, beginnen die Schwierigkeiten: Jesse, der Celeste immer noch liebt, will keinen endgültigen Schlussstrich ziehen. Doch auch Celeste merkt mit der Zeit, dass sie Jesse nicht wirklich gehen lassen will – schon gar nicht mit einer neuen Frau an seiner Seite.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo / dcm
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Making of;,Interviews

DVD und Blu-ray | Celeste & Jesse

Blu-ray
Celeste & Jesse Celeste & Jesse
Blu-ray Start:
26.09.2013
FSK: 0 - Laufzeit: 96 min.

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Blu-ray Start:
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DVD
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DVD Start:
26.09.2013
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Blu-ray Kritik - Celeste & Jesse

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Paare, deren Liebe sich leider als sehr endlich entpuppt hat, gehen mit der unvermeidbaren Trennung auf sehr unterschiedliche Arten um. Manche hassen sich, andere begegnen dem ehemaligen Partner mit Indifferenz, wieder andere pflegen sporadischen Kontakt wegen gemeinsamen Kindern, doch alle gehen größtenteils betont getrennte Wege.
Zumindest fast alle. Denn Lee Toland Krieger und seine Drehbuchautoren stellen sich in ihrer Tragikomödie „Celeste und Jesse“ die Frage, ob eine enge Freundschaft nach einer Trennung auch eine funktionierende Möglichkeit für die Betroffenen wäre. Ihre Antwort kommt in Form eines originellen Liebesfilmes daher, der neben sehr lustigen Momenten auch eine ganze Menge tieftrauriger Szenen zu bieten hat und insgesamt ziemlich gut zu unterhalten weiß.

Obwohl sie ihre (Liebes-) Beziehung eigentlich beendet haben, bleiben Celeste (Rashida Jones) und Jesse (Andy Samberg) beste Freunde und verbringen einen Großteil ihres Lebens miteinander. Dabei entwickeln sie sich jedoch in völlig unterschiedliche Richtungen und bald scheint eine solch enge freundschaftliche Beziehung, wie sie die beiden pflegen, nicht mehr möglich zu sein. Auch wenn Jesse noch immer in Celeste verliebt ist und die Trennung gerne rückgängig machen würde, wird er schon bald mit einer anderen Frau ein Baby bekommen, was eine endgültige Scheidung der beiden geradezu erzwingt. Und zu allem Überfluss bemerkt auch Celeste, dass sie ihrer Beziehung mit Jesse gerne eine zweite Chance geben würde. Allerdings scheint es dafür schon viel zu spät zu sein…

„Celeste und Jesse“ erinnert nicht selten an die großen Werke des Ausnahmeregisseurs Woody Allen und kann folgerichtig vor allem mit gut geschriebenen Dialogen punkten. Gleichzeitig wird auch die für Allen typische, wohl dosierte Melancholie übernommen und mit den lustigen Momenten in einen harmonischen Ausgleich gebracht. Der Humor kommt (ebenfalls wie bei Woody Allen) sehr subtil daher, auch wenn einige Charaktere ab und an etwas arg überzeichnet wurden und wie reine Karikaturen wirken – Emma Roberts Rolle ist dafür das beste Beispiel, obgleich sich ihr Charakter später dann doch als etwas tiefgehender erweist, als zunächst geglaubt. Als eine Hommage an Woody Allen (vor allem seinem Meisterwerk „Der Stadtneurotiker“ wird die Ehre erwiesen) funktioniert der Film also wunderbar, auch wenn er das Niveau des offenkundigen Vorbildes zu keiner Sekunde erreicht.

Die Geschichte ist wunderbar originell geschrieben und wird trotz des tragikomischen Themas relativ unsentimental, ja beinah nüchtern erzählt. Dieser Ansatz ist neu und macht über weite Strecken des Filmes ziemlich spaß. Aber leider ist diese Stärke des Filmes auch gleichzeitig sein größtes Problem. Denn der unleugbare Wille der Drehbuchautoren, um jeden Preis möglichst originell zu sein, wirkt sich leider auch etwas negativ auf das Gesamtwerk aus. Denn die Diktatur der üblichen Liebesfilm-Genreregeln wurde lediglich durch die durchaus ebenso zwanghafte Diktatur der Originalität und Überraschung ersetzt, weshalb der hier verfolgte Ansatz viel dogmatischer wirkt, als es die Genreregeln bei einer herkömmlichen Liebeskomödie je sein könnten. Wirklich nichts darf so verlaufen, wie man es als typischer Liebesfilmzuschauer erwarten würde. Das fällt nach einer Weile ein wenig störend auf, da das Unkonventionelle so zur Stereotype wird und daher ungemein an Faszination einbüßt. Allerdings klingt das jetzt weitaus schlimmer, als es letzten Endes wirklich ist. Obgleich es die Autoren mit ihren Ambitionen also etwas übertrieben haben, steht am Ende nämlich dennoch ein weitestgehend überzeugendes Endresultat, das zwar kein Klassenprimus für ein neues Genre, dafür aber ein nettes, irgendwie anderes Filmchen geworden ist. Das ist vor allem den beiden tollen Hauptdarstellern zu verdanken, die aus ihren Rollen definitiv das Meiste herausgeholt haben und als Ex-Liebespaar wunderbar harmonieren. Andy Samberg, bekannt geworden durch den unerhört erfolgreichen Youtube-Kanal „The Lonely Island“, spielt seine Rolle ziemlich überzeugend und auch die Harmonie zwischen ihm und der großartigen Rashida Jones, die auch am Drehbuch mitgeschrieben hat, stimmt. So schaffen es die beiden Darsteller dann auch, den Film trotz seiner offensichtlichen Schwächen doch weit über den Durchschnitt zu heben und zu einem sehenswerten Filmerlebnis zu machen.

Technisch gibt es nichts zu bemängeln, da Bild- und Tonqualität ein solides Niveau erreichen. Wenn man an einigen Hintergrundinfos über den Film interessiert ist, findet man diese in Form eines etwa 35 Minuten langen Bonusmaterials, das sich mit auf der blauen Scheibe befindet – hier wäre aber etwas mehr drin gewesen.

Fazit:
Bei „Celeste und Jesse“ handelt es sich um eine unkonventionelle Tragikomödie, die toll gespielt ist und ziemlich gut zu unterhalten weiß. Vor allem Fans von Woody Allen dürften an dem Film ihre Freude haben.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Eurovideo / dcm