Byzantium - Blu-ray

Blu-ray Start: 27.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min

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Inhalt

Als Vampire gejagt, befinden sich Eleanor (Saoirse Ronan) und ihre Mutter Clara (Gemma Arterton) seit über 200 Jahren stets auf der Flucht. Während Clara ein Auge auf die Zukunft richtet und kein Interesse an der Vergangenheit hat, ist Eleanor nach der langen Zeit des Fliehens und Versteckens erschöpft und möchte sich endlich an einem Ort niederlassen. Als sie ihr Weg in ein verschlafenes britisches Seebad verschlägt finden sie in dem heruntergewirtschafteten Hotel Byzantium ihre neue Bleibe. Schon bald hat Clara das Etablissement zu einem gut laufenden Bordell umfunktioniert. Ihr Kommen bleibt jedoch nicht unbemerkt: Die mysteriöse Bruderschaft, die ihren Spuren folgt, zieht immer engere Kreise. Das Mutter-Tochter-Gespann muss sich eingestehen, dass sie vor ihrer Vergangenheit nicht ewig fliehen können...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.35:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Interviews mit Cast & Crew

DVD und Blu-ray | Byzantium

Blu-ray
Byzantium Byzantium
Blu-ray Start:
27.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 118 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Byzantium Byzantium
DVD Start:
27.12.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 113 min.

Blu-ray Kritik - Byzantium

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Kaum ein Vampirfilm kam sinnlicher und stilvoller daher als Neil Jordans Meisterstück „Interview mit einem Vampir“. Sex, Liebe und ewiges Leben waren die bestimmenden Themen in diesem Werk, das wegen den Schauspielern Tom Cruise und Brad Pitt auch darstellerisch zu einem echten Erlebnis wurde. In sehr ähnlichen Gefilden bewegt sich der Regisseur nun mit seinem neuesten Streich und der thematischen Fortführung seines 90er Jahre Kultvampirfilmes, dem düsteren Vampirdrama „Byzantium“.

Menschliches Blut ist das Einzige, was Clara (Gemma Arterton) und ihre Tochter Eleanor (Saoirse Ronan) am Leben halten kann – sie sind über 200 Jahre alte Vampire. Während Eleanor vor allem daran interessiert ist, endlich ein normales Leben zu führen, gibt es bei Clara immer nur einen Vorwärtsdrang, der mit ihrer unglaubliche Ruhelosigkeit verbunden ist. Aufgrund des unkonventionellen Lebensstils sind häufige Umzüge für die Beiden völlig normal. So verschlägt es die ungleichen Vampire eines Tages in ein kleines englisches Küstenstädtchen, das Eleanor aus ihrem Leben als „Mensch“ bereits zu kennen scheint. Sie war einst im finsteren Waisenhaus des Städtchens aufgewachsen und schreibt ihre damaligen Erfahrungen für ihren Kommilitonen Frank (Caleb Landry Jones) auf. Allerdings kann sie nicht ahnen, dass es eine geheimnisvolle Vampirbruderschaft auf sie und ihre Mutter abgesehen hat...

Schon zu Beginn stellt sich eine bedrückende Atmosphäre ein, die immer wieder einem rauschhaften Sog weicht, der den Zuschauer tiefer hinein in die düstere Geschichte zieht und auch emotional zu involvieren weiß.
Was in seinem 90er Jahre Vampirfilm nur am Rande thematisiert wurde – ein kindlicher Körper als Gefängnis und der mit dem Vampirismus einhergehende Verlust der Unschuld- wird nun zum alles bestimmenden Mittelpunkt von Neil Jordans neuem Film und so ist es auch Eleanores Kampf gegen den eigenen Vampirismus, der den Film so faszinierend macht. Ihre verzweifelten Versuche ein normales Leben zu führen und soziale Kontakte aufzubauen scheinen von vornherein zum Scheitern verurteilt zu sein und verleihen dem Film eine zutiefst melancholische Note. Darüber hinaus entwickelt sich aus dem höchst ambivalenten Verhältnis zu ihrer völlig anders denkenden Mutter Clara eine intensive Spannung, die in einem grandiosen Finale kulminiert. Neil Jordan erforscht mit „Byzantium“ wieder einmal schmerzhaft konsequent seelische Abgründe und konnte für sein Vorhaben zwei tolle Schauspielerinnen gewinnen. Gemma Arterton und Saoirse Ronan meistern die schwierigen Rollen mit Bravour und lassen die Geschichte auf der Leinwand funktionieren.
Das Drehbuch vermischt wie beim „Interview“ oft und gern verschiedene Zeitebenen, bleibt dabei aber stets nachvollziehbar. Die bildgewaltige Opulenz seines ersten Vampirfilmes kann Neil Jordan allerdings nicht reproduzieren, was aber auch mit dem über weite Strecken modernen Handlungszeitraum zusammenhängt. Trotzdem kann der Film auch visuelle Highlights setzen, was vor allem in den eher surrealen Sequenzen sehr oft gelingt – so gibt es beispielsweise einen blutigen Wasserfall zu bestaunen.
Untermalt wird das Vampirdrama von einem zumeist beunruhigenden Soundtrack, der perfekt mit den finsteren Bildern zusammenarbeitet und eine unglaublich düstere Atmosphäre entstehen lässt. Neil Jordan gibt nicht viel auf Genrekonformität und setzt auch einige narrative Grundregeln ganz bewusst außer Kraft, um seine Vision konsequent umsetzen zu können. Daher wird der Film sicherlich kein großes Publikum finden (es gab ja auch kein Kino-Release), dafür aber ein kleines hellauf begeistern.

Die Blu-ray bietet eine sehr ansprechende Bild- und Tonqualität. Lediglich die deutsche Synchronisation wirkt manchmal etwas uninspiriert, weshalb man eher die Originalfassung schauen sollte. Sehr gelungen ist die Bonusausstattung ausgefallen, die mit diversen Interviews und B-Roll Material ganze 72 Zusatzminuten zu bieten hat.

Fazit:
Neil Jordan hat mit „Byzantium“ ein gelungenes Vampirdrama gedreht, das virtuos mit den Zeitebenen jongliert und konsequent finstere Unterhaltung bietet. Getragen wird der Film zudem vom überzeugenden Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen, die ihre höchst ambivalenten Figuren mit Bravour meistern.

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by Jonas Hoppe
Bilder © Universum Film