Bloodsport - Eine wahre Geschichte - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.06.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 92 min

Bloodsport - Eine wahre Geschichte Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Zu Ehren seines im Sterben liegenden Meisters reist Ninjutsu-Experte Frank Dux (Van Damme) nach Hongkong, um am Kumite teilzunehmen, einer geheimen Weltmeisterschaft im Vollkontakt-Kampf - "Blutsport" im wahrsten Sinne des Wortes, bei dem jedes Mittel erlaubt ist.
Nachdem Dux sich mit eiserner Disziplin und eindrucksvoller Akrobatik bis ins Finale gekämpft hat, muss er erkennen, dass der Sieg ihm möglicherweise einen höheren Preis abfordert, als er sich je hätte vorstellen können.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox
Tonformate:
Englisch DTS HD Master Audio 2.0 Surround
Deutsch DTS HD Master Audio 1.0 Mono
Untertitel:
Englisch für Hörgeschädigte, Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
- Original Kinotrailer

DVD und Blu-ray | Bloodsport - Eine wahre Geschichte

Blu-ray
Bloodsport - Eine wahre Geschichte Bloodsport - Eine wahre Geschichte
Blu-ray Start:
28.06.2013
FSK: 18 - Laufzeit: 92 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Bloodsport - Eine wahre Geschichte (Action Cult, Uncut) Bloodsport - Eine wahre Geschichte (Action Cult, Uncut)
DVD Start:
20.01.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 88 min.

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Blu-ray Kritik - Bloodsport - Eine wahre Geschichte

Blu-ray Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 7/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Mit „Bloodsport“ gelang Jean-Claude van Damme in den späten 80er Jahren der Durchbruch als gefragter Actionstar, was aber augenscheinlich wenig mit der Qualität des Streifens zu tun hat...

Die angeblich auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte handelt vom amerikanischen Soldat Frank Dux (Jean-Claude van Damme), der in seiner Kindheit die Bekanntschaft mit dem Kampfsportmeisters Tanaka gemacht hat und seither den Traum verfolgt, am Kumite – einer brutalen, geschichtsträchtigen Kampfsportveranstaltung, in der die besten Kämpfer der Welt im Vollkontakt gegeneinander antreten - teilzunehmen. Unterstützt wird er dabei von seinem amerikanischen Kollegen Ray Jackson (Donald Gibb) und der attraktiven Journalistin Janice Kent (Leah Ayres). Obwohl Frank zweifellos einer der besten Kämpfer ist, steht ihm mit Chong Li (Bolo Yeung) ein mindestens ebenbürtiger Gegner gegenüber, dessen Bezwingung kein leichtes Unterfangen darstellt. Als dieser schließlich Ray beinahe zu Tode prügelt, übermannt Frank eine kaum zu kontrollierende Wut und es kommt zu einem alles entscheidenden Kampf...

Bereits der erste Dialog des Films lässt einen vor Dummheit erschauern:
„Jackson, gehst du wirklich nach Hongkong?“ – „Ich liebe alles, was Vollkontakt ist und ich brauche noch ein paar Narben im Gesicht“ – „Du kannst drauf gehen bei dieser Kumite-Konkurrenz!“ – „Nur wenn man sich blöd anstellt“
Im Ernst?! So oder so ähnlich muss mein erster Gedanke gewesen sein, als die zwei untalentierten Schauspieler auf der Leinwand so einen Blödsinn von sich geben. Sicherlich erwartet man in einem Jean-Claude van Damme – Film keine große Schauspielkunst, doch dieser Film beweist, dass er in seiner Karriere durchaus eine positive Entwicklung gemacht hat, da er beispielsweise in „JCVD“ sogar mit echtem Schauspiel oder im letzten „Universal Soldier“-Film durch eine erstaunlich diabolische Präsenz punkten konnte. Doch in „Bloodsport“ ist davon nicht einmal ansatzweise etwas zu erahnen. Auch wenn Van Damme nicht den anfangs zitierten Dialog von sich geben muss, sind die Sätze, die ihm in den Mund gelegt werden, keinesfalls intelligenter geschrieben. Außerdem marschiert er den ganzen Film über mit dem immer gleichen, leicht dümmlichen Gesichtsausdruck durch die Sets, während er hier und da mal banale Kampfsportweisheiten von sich geben muss. Die Naivität, mit der er auftritt, geht einem schnell auf die Nerven und macht das Fertigschauen zu einer wirklich herausfordernden Angelegenheit. Franks Einfältigkeit wird durch die grausige deutsche Synchronisation noch verstärkt, manch Softporno hat da vermutlich sogar bessere Dialoge zu bieten. Am schrecklichsten sind aber die gemeinsamen Szenen von van Damme und dem von Donald Gibb gespielten Charakter Ray Jackson, der einen so hohlen Amerikaner abgibt, dass es stellenweise wie die reinste Parodie wirkt. Das ständige Zertrümmern von Backsteinen mit seinem Kopf scheint die Denkzentrale von Ray eklatant verletzt zu haben und ist als Metapher programmatisch für den ganzen Film.
Und selbst die Kampfszenen, die den Film eventuell noch auf ein solides Niveau hätten heben können, wissen nicht so recht zu begeistern: Man sieht nichts, was Bruce Lee und Co. nicht schon mal besser gemacht hätten und das Finale erzeugt mit den vielen Zeitlupeeinstellungen des grotesk verzerrten Gesichtes von van Damme jede Menge unfreiwilligen Komik. Warum der Film heute noch ab 18 Jahren ist, wollte sich mir auch nicht so recht offenbaren – die viel intensiveren Kampfszenen der Bourne Reihe haben heutzutage ja beispielsweise lediglich zu einer FSK 12 Freigabe geführt.
Das Ende übertrifft dann noch die kühnsten Befürchtungen und präsentiert eine der wohl dümmlichsten Abschiedsszenen der Filmgeschichte – scheinbar dachten die Verantwortlichen, dass die Denkleistung des Publikums auf dem Niveau eines 5 Jährigen stagniert wäre, anders ist die Szene nur schwer zu erklären. Nettes Detail: In einer Nebenrolle ist Forest Whitaker zu sehen, der aus diesem Part das Beste rauszuholen versucht, aber leider nicht sonderlich viele Gelegenheiten geboten bekommt. Mission „Rocky in Asien“ ist leider gescheitert.

Somit ist der Film so etwas wie der ultimative Beweis dafür, dass Kult und Qualität recht wenig miteinander zu tun haben. Allerdings muss man dem Verleiher zu Gute halten, dass er mit dem tollen Wendecover (mit Original Filmplakat auf der Rückseite) zumindest den existierenden „Fans“ eine schöne Veröffentlichung bietet, die sich echt gut im Regal macht. Was die Bildqualität angeht, hat man wohl das Beste aus dem alten Master rausgeholt, auch wenn das Bild meilenweit hinter aktuellen Referenztiteln zurück bleibt. Leider kann man das vom Ton nicht behaupten, der vor allem aufgrund der hundsmiserablen deutschen Synchronisation ein echtes Ärgernis darstellt – ich empfehle jedem, der über ausreichende Englischkenntnisse verfügt, beim Originalton zu bleiben, dann ist auch die Tonqualität einigermaßen in Ordnung. Extras gibt es außer dem Trailer leider keine.

Fazit:
Der im Fahrwasser der Rocky-Fortsetzungen entstandene Kampfsportfilm „Bloodsport“ hat keinerlei nennenswerte Qualitäten zu bieten und beleidigt den Verstand des Zuschauers mit seinen naiv dümmlichen Dialogen, die von weitgehend untalentierten Darstellern zum Besten gegeben werden. Allerdings ist der Film immerhin ein sehr schöner Beleg für die große Entwicklung, die Jean-Claude van Damme seit diesem Machwerk hinter sich gebracht hat.
Übrigens soll der Film in naher Zukunft ein Remake spendiert bekommen...

by Jonas Hoppe
Bilder © 20th Century Fox