Blob - Schrecken ohne Namen - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 83 min

Blob - Schrecken ohne Namen Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Eine Kleinstadt in Pennsylvania. Während eines romantischen Dates beobachten Steve und Jane einen Meteoritenschauer. Doch was sie für eine Sternschnuppe halten, entpuppt sich schon bald als todbringende Masse aus dem All.
Unbeschreiblich... Unzerstörbar... Nichts kann es aufhalten! DER BLOB
Haftungsausschluss: Die Filmemacher übernehmen keine Verantwortung für Herzinfarkte, Ohnmachtsanfälle oder sonstige Verletzungen in Folge des Filmgenusses von Blob - Schrecken ohne Namen

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch PCM 2.0
Englisch PCM mono
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: (1,66:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Audiokommentare, Trailer, VHS-Titelsequenz, Bildergalerie, Super 8-Fassung

DVD und Blu-ray | Blob - Schrecken ohne Namen

Blu-ray
Blob - Schrecken ohne Namen (restaurierte 2-Disc Limited Collectors Edition) Blob - Schrecken ohne Namen (restaurierte 2-Disc Limited Collectors Edition)
Blu-ray Start:
24.04.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 167 min.

zur Blu-ray Kritik
Blob - Schrecken ohne Namen Blob - Schrecken ohne Namen
Blu-ray Start:
02.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 83 min.

zur Blu-ray Kritik
Blob - Schrecken ohne Namen - Limited Collector's Edition im VHS-Design Blob - Schrecken ohne Namen - Limited Collector's Edition im VHS-Design
Blu-ray Start:
18.10.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 83 min.
DVD
Blob - Schrecken ohne Namen Blob - Schrecken ohne Namen
DVD Start:
02.10.2015
FSK: 12 - Laufzeit: 79 min.

Blu-ray Kritik - Blob - Schrecken ohne Namen

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Irvin S. Yeaworth Jr.s „Der Blob“ kann sicher als Inbegriff des augenzwinkernden 50er-Jahre Monster-B-Movie gesehen werden. Der Film über eine außerirdische rote Glibbermasse, die sich im Schneckentempo durch eine amerikanische Kleinstadt in Pennsylvania bewegt und alles verzehrt, was ihr in die Quere kommt, hat sicher nichts Furchterregendes mehr, sondern ist ein kultiges Kuriosum, ein amüsantes Kleinod. Im Gegensatz zu vielen anderen B-Movies, die zur damaligen Zeit für sehr wenig Geld und oft nur als Zweitfilm in einem Double-Bill produziert wurden, hat sich „Der Blob“ merkwürdig gut gehalten und ist sogar ein kleiner Klassiker. Kleine Info am Rande: Der Begriff B-Movie stammt eben aus dieser Zeit, als solche Filme speziell für Double Features hergestellt wurden, also eben im Schatten des teureren A-Movies standen. Von filmhistorischem Interesse ist der Film unter anderem daher, da Steve McQueen, der King of Cool, hier seine erste Hauptrolle spielen durfte. Zum etwas unfreiwillig komischen Ton des Films passt es dann auch, dass der 27-jährige McQueen (der wohl eher aussieht wie Mitte 30) einen Teenager spielt, ebenso wie seine gleichaltrigen Co-Akteure. „Der Blob“ war sogar der renommierten Criterion Collection würdig, in ihre illustre Reihe aufgenommen zu werden. Von eben diesem Master stammt auch diese Veröffentlichung der Capelight, die dem Streifen wie gewohnt eine sehr liebevolle Umsetzung zu Gute kommen ließen. Neben der Standard-DVD und -Blu-ray gibt es auch hier wieder ein schönes limitiertes Mediabook mit zusätzlichem Booklet.

Was ist nun „Der Blob“? Weder der Film noch die titelgebende außerirdische Bedrohung lassen sich kaum in herkömmliche Schubladen packen. „Der Blob“ selbst ist eine geleeartige Masse, die in einem Meteorit auf die Erde gestürzt ist und fortan für Schrecken sorgt (einer der ursprünglichen Titelvorschläge war „The Molten Meteor“). Sein erstes Opfer ist ein Farmer, der am Einschlagsort des Meteoriten von der Masse angefallen wird. Dorthin begeben sich auch das junge Liebespaar Steve (McQueen) und Jane (Aneta Corseaut), die den schwer traumatisierten und geschwächten alten Mann zum Dorfarzt (Stephen Chase) bringen. Kurze Zeit nachdem die Hand des Farmers riesig blobbig angeschwollen ist und von der außerirdischen Götterspeise überzogen wurde, verschwindet er spurlos. Der Blob hat ihn einfach in sich aufgenommen. Alles Lebendige, was mit ihm in Kontakt kommt, teilt das selbe Schicksal und der Blob wächst und wächst und bahnt sich seinen unaufhaltsamen Weg.

Das klingt natürlich so absurd wie nur vorstellbar. Der Film bewegt sich zudem in einem enorm gemächlichen Tempo, hat zwischendrin immer sehr viel Zeit für ausschweifende Dialoge und wenig für Horror. Mehr als die Hälfte vom „Blob“ besteht so darin, dass Steve versucht, den Erwachsenen des Ortes, vor allem den Polizisten, glaubhaft zu machen, dass der Blob überhaupt existiert. So gibt es immer wieder ein ausgiebiges Hin und Her, die Polizei glaubt bis fast zuletzt, dass Steve ihnen nur einen Scherz spielt. Der Blob selbst taucht nur etwa alle zwanzig Minuten auf, jedes Mal in etwas anderem Farbton, mal Himbeer, mal Erdbeer. Irgendwann zieht er dann auch sehr marmeladig aus und wird immer größer. Die Momente, in denen der Blob zu sehen ist, machen von den 83 Minuten Laufzeit vielleicht vier aus. Eine der denkwürdigsten Szenen spielt sich in der Arztpraxis ab: Der Blob zeigt sich in seiner ganzen Pracht und die Arzthelferin soll auf Kommando des Arztes Trichloessigsäure auf die Masse geben – ohne Erfolg. Daraufhin stößt sie nur den hilflosen Satz aus: „Doktor, nichts kann es aufhalten!“ Angesichts der wenig rasanten Fortbewegungsgeschwindigkeit des außerirdischen Gelees und der problemlos möglichen Flucht kann man den Film spätestens hier nicht mehr ernst nehmen. Trichloessigsäure wird übrigens zur Behandlung von Genitalwarzen verwendet, was wohl ein weiteres Indiz für die augenzwinkernde und nicht ganz ernst gemeinte Haltung des Films sprechen sollte. Trotzdem: Die Zeiten haben sich geändert und für sein damaliges Publikum wirkte der Film sicher auch bedrohlich. Dazu muss man den „Blob“ auch in einen historischen Kontext setzen: Durchaus, wie auch andere Monsterfilme der damaligen Zeit, kann der Film als Allegorie auf die latente Angst und die Paranoia vor den Bedrohungen des Kalten Krieges verstanden werden. Vielleicht ist der Blob nicht umsonst Rot, bekanntlich die Farbe des Kommunismus. Die rote Bedrohung wird zudem immer größer, kann nicht aufgehalten werden. Man kann dieses Spiel natürlich immer so weiter spielen und dem Film einen größeren Kontext geben, wie es unter anderem der amerikanische Autor Jeff Sharlet in seinem Buch „The Family“ ausführlich getan hat – was von Rudy Nelson, einem der Autoren des Films übrigens alles als Humbug abgetan wurde. Letztlich ist „Der Blob“ eben ein Film über eine glibberige Masse, die Leute verzehrt, alles andere bleibt Interpretation.

Um dem Film etwas abzugewinnen, muss man natürlich ein Faible für diese ganz bestimmte Art von B-Movie haben. Für solche Fans ist „Der Blob“ aber sicher der Nostalgie-Himmel. Man kriegt hier auch eine Art Zeitreise in das Kleinstadt-Amerika der 50er geboten, ein echtes Stück Americana, mit Lover's Lane, Straßenrennen unter Jugendlichen und der verzückten Freude an einem Horrorabend im Kino. Die Dialoge sind wunderbar ernsthaft und laden damit entsprechend zum Schmunzeln ein und mit dem Blob als wohl langsamste Bedrohung der Filmgeschichte hat man sicher ein ganz außerwöhnliches Monster im Mittelpunkt. Die Miniatureffekte sind sehr charmant und in Anbetracht ihres Alters sehr gelungen. Auch toll: Der beschwingte Titelsong des amerikanischen Sängers Bernie Knee (unter dem Namen The Five Blobs), der über dem psychedelischen Intro gespielt wird. Schon bei diesem eingängig-fröhlichen Song wird eigentlich klar, dass der Film kaum bedrohlich wirken will. Der Film eignet sich wunderbar als gemeinsames kitschiges Partyseherlebnis, bei dem man einfach nur Spaß haben kann. Ob „Der Blob“ nun im herkömmlichen Sinne ein guter Film ist, kann man sicher bezweifeln, er hat jedoch einfach eine liebevoll gemachte und sympathische Art, der man sich letztlich nur schwer entziehen kann.

Bild
Auffällig bei dem Bild sind seine wunderbar kräftigen Technicolor-Farben und ein im Allgemeinen sehr scharfer Bildeindruck. Produktionsbedingt gibt es einige Unschärfen, das liegt jedoch nicht an der Blu-ray-Umsetzung selbst. Die Blu-ray schnitt in anderen Kritiken sehr gut ab, jedoch ergab unser Test recht häufiges Rauschen (eher digitales Rauschen, kein Filmkorn), was hin und wieder sogar zu einem flackernden Eindruck geführt hat. Kontraste und Schwarzwerte sind dem Alter entsprechend gut.

Ton
Am PCM Ton gibt es überhaupt nichts zu bemängeln. Die Dialoge ertönen in bester bereinigter Klarheit und Lautstärke, auch ansonsten hört sich die Tonspur sehr ausgewogen an.

Extras
Auf Featurettes muss man leider verzichten, jedoch bietet die Blu-ray ganze drei Audiokommentare: Beim ersten kommt Produzent Jack H. Harris und Filmhistoriker Bruce Eder zu Wort, beim zweiten Regisseur Irvin S. Yeaworth Jr. und Schauspieler Robert Fields, beim dritten die deutschen Filmjournalisten Ingo Strecker (Der geheimnisvolle Filmclub Buio Omega) und Daniel Perée (Wicked-Vision Magazin). Letzterer ist dank sehr leidenschaftlicher, anekdotenreicher und wunderbar nerdiger Art sehr zu empfehlen. Ansonsten gibt es noch einige andere nette Fundstücke zum Film. Hier noch die Übersicht:
Audiokommentar mit Jack H. Harris und Filmhistoriker Bruce Eder
Audiokommentar mit Regisseur Irvin S. Yeaworth Jr. und Schauspieler Robert Fields
Audiokommentar mit Ingo Strecker (Der geheimnisvolle Filmclub Buio Omega) und Daniel Perée (Wicked-Vision Magazin)
Original-Kinotrailer (01:59 Min.)
Deutscher Trailer (02:27 Min.)
VHS-Titelsequenz (01:32 Min.)
Super 8-Fassung (07:33 Min.)
Bildergalerie (03:02 Min., Promomaterial)
Filmtipps (5 Capelight Trailer)


Fazit:
„Der Blob“ ist ein wunderbares, einzigartiges B-Movie Kuriosum mit der wohl langsamsten Bedrohung der Filmgeschichte. Ein junger Steve McQueen in einem bizarr-charmanten Kleinod der Monsterfilmgeschichte auf liebevoller Blu-ray-Umsetzung.

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by Florian Hoffmann
Bilder © Alive / Capelight Pictures