Black and Blue - Blu-ray

Blu-ray Start: 02.04.2020
Digital VoD: 02.04.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min

Black and Blue Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Polizistin Alicia (Naomie Harris) ist noch neu im Job, als sie versehentlich den Mord an einem jungen Drogendealer mit ihrer Körperkamera festhält. Nachdem sie bemerkt hat, dass der Mord von korrupten Polizisten begangen wurde, schließt sie sich mit Milo (Tyrese Gibson) zusammen, der bereit ist, ihr zu helfen, sowohl den Verbrechern als auch der Polizei zu entkommen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Französisch, Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Russisch (voice-over) (Dolby Digital 5.1)
Englisch für Sehgeschädigte (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte, Französisch, Arabisch, Dänisch, Estnisch, Finnisch, Holländisch, Lettisch, Litauisch, Norwegisch, Russisch, Schwedisch, Spanisch, Türkisch, Ukrainisch
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.39:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
UNTER BESCHUSS SEI DU SELBST DER WANDEL ENTFALLENE SZENEN

Video on demand - Black and Blue

DVD und Blu-ray | Black and Blue

Blu-ray
Black and Blue Black and Blue
Blu-ray Start:
02.04.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Black and Blue Black and Blue
DVD Start:
02.04.2020
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

Blu-ray Kritik - Black and Blue

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Die Zeichen stehen auf Technik und Fortschritt, was nicht nur dazu führt, dass man selber als Privatperson mittlerweile transparenter ist denn je; auch die Polizei folgt diesem Beispiel. Um den Schutz von Polizisten und Bürgern zu gewährleisten und sowohl den Verbrechen auf der Straße, aber auch der Korruption innerhalb der Polizei entgegenzuwirken, sind die Polizisten teilweise mit einer „Bodycam“ ausgerüstet und nehmen jeden Einsatz digital auf. Alicia West hat gerade nach ihrem Militärdienst bei der Polizei in New Orleans angefangen und ist Teil dieser Offensive. Als sie die Doppelschicht ihres neuen Partners übernimmt, wird sie für die Schicht einem Officer zugeteilt, der aus zunächst unerfindlichen Gründen überhaupt nicht begeistert davon ist. Während dieser Schicht sucht der Ersatzkollege von Alicia einen Informanten auf und verdonnert sie dazu, im Streifenwagen zu warten, bis dieser er zurück ist. Als sie plötzlich Schüsse hört, beschließt sie, der Sache auf den Grund zu gehen und nimmt unerwartet einen Mord eines korrupten Polizisten auf, der mit vielen weitern Polizeikollegen in illegale Machenschaften verstrickt zu sein scheint. Als diese von der Aufnahme Wind bekommen, eröffnet einer von ihnen ohne zu zögern das Feuer auf sie und versucht, an das Videomaterial zu gelangen. Alicia kann gerade noch verletzt fliehen, doch das ist erst der Anfang.

Black and Blue: Naomie Harris
Black and Blue: Naomie Harris © Sony Pictures Entertainment
„Black and Blue“ bedient sich an einem klassischen Konzept in Polizeithrillern. Jemand hat eine Straftat gesehen, muss flüchten und versuchen, die Beweise zu veröffentlichen, während er oder sie von Personen gejagt wird, die genau das verhindern möchten. Wäre der Film ein weiterer schnörkelloser Beitrag dieses Konzepts gewesen, hätte man hier einen spannenden und kurzweiligen Thriller gehabt, der vielleicht nicht lange im Kopf geblieben wäre, der aber für zwei Stunden solide und kurzweilige Unterhaltung bietet. Doch leider muss man sagen, dass „Black and Blue“ zahlreiche Störfaktoren beinhaltet, welche ihn leider zu einer herben Enttäuschung machen.

Dabei ist der Film bereits zu Beginn, was die Darstellung von Rassismus angeht, wahnsinnig plump und aufdringlich und verwendet jedes erdenkliche Klischee, bis auch der letzte, sich im Halbschlaf befindende Zuschauer begriffen hat, dass Rassismus ein zentraler Bestandteil dieses Films ist. Billigste Hilfsmittel werden zur Spannungserzeugung verwendet, um diese aufrecht zu erhalten und die Figurenzeichnung ist unter den ganzen Stereotypen im besten Fall mäßig. Das ist tatsächlich sehr schade, da die Darsteller einen ordentlichen Job machen und unter ihrer Figur leiden. Besonders Naomi Harris sticht aus dem Cast heraus und ist ein Grund dafür, zumindest nicht komplett das Interesse am Film zu verlieren. Auch ihre Figur ist nicht besonders stark geschrieben, doch wird es dem Zuschauer leicht gemacht, sie als große Sympathieträgerin anzuerkennen und mit ihr mit zu fiebern. Gerade in den Momenten, in denen sie beteiligt ist, gelingt es dem Film immer mal wieder, packende und intensive Momente zu kreieren, die selten lange anhalten oder in einen weiteren fragwürdigen Drehbuchentscheidung münden. Die Darsteller hatten Lust, doch das Drehbuch macht ihnen einen Strich durch die Rechnung.

Black and Blue: Tyrese Gibson
Black and Blue: Tyrese Gibson © Sony Pictures Entertainment
Inszenatorisch spielt der Film des Öfteren mit der Bodycam, aus dessen Blickwinkel der Zuschauer das Geschehen hautnah mit der flüchtigen Hauptfigur wahrnimmt. Die dadurch entstehenden Actionmomente ist allgemein routinierte und gut gemeinte Standardkost. Subtilität war auch beim Einsatz des Scores nur wenig vorhanden. Er ist zwar dominant, treibend und energetisch, unterstützt allerdings leider auch den forcierten Spannungsaufbau.

Im letzten Drittel dreht der Film beim Tempo nochmal ordentlich auf und mündet in einem großen und überzogenen Actionspektakel. Und obwohl ich es befürworte, dass gegen Ende 1vs.1 Kämpfe stattfinden, verlieren diese schnell ihren Reiz, wenn der wahnsinnig taffe „Badboy“ nach zahlreichen Schlägen mit der Faust, mit einem Nagelbrett, einer Eisenstange und selbst nach einem mehrere Meter hohem Sturz aus die Windschutzscheibe eines Autos wieder aufsteht, als wäre fast nichts geschehen. Das hat letzten Endes den Einfluss auf die Geschichte, dass diese Person unabdingbar ist und eine tragende Säule zur Erhaltung der Spannung darstellt.

Black and Blue: Frank Grillo
Black and Blue: Frank Grillo © Sony Pictures Entertainment
Bild:
Scharfes und fehlerfreies Bild mit guter Auflösung

Ton:
Zufriedenstellender Sound mit den üblichen Abweichungen in der Lautstärke bei verschiedenen Szenen

Extras:
Enthalten sind mehrere Interviews mit „Behind the Szene“ Material und eine handvoll entfallender Szenen


Fazit:
„Black and Blue“ ist ein plakativer Thriller zum Thema Korruption, Rassismus und Polizeigewalt. In all seiner unsubtilität macht der Film jedoch (wenn auch ziemlich reißerisch) deutlich, dass es Sinn macht, zum Schutz aller beteiligten Personen Polizisten mit Bodycams auszurüsten. Nette, zeitgemäße und wohlmöglich gutgemeinte Idee mit enttäuschender Umsetzung. Wer Polizeithriller dieser Art mag und schätzt, ist mit dem ebenfalls kürzlich erschienenen „Les Miserables“ weitaus besser bedient.


by Marcel Windisch
Bilder © Sony Pictures Entertainment




Black and Blue - Trailer