Billionaire Boys Club - Blu-ray

Blu-ray Start: 13.09.2019
Digital VoD: 13.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min

Billionaire Boys Club Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Das aus einfachen Verhältnissen stammende Finanzgenie Joe und sein Kumpel Dean gründen im poppigen Los Angeles des Jahres 1983 eine Investment-Firma für elitäre, wohlhabende Anleger. Ihr hochriskantes Konzept geht auf und sie verprassen ihren üppigen Gewinn mit einem ausschweifenden Lebensstil. Doch bald schon stellt sich heraus, dass ihr Erfolgsrezept auf einem wackligen Schneeballsystem beruht, und sie auch selbst von ihrem suspekten Hauptinvestor betrogen wurden. Um nicht aufzufliegen, schrecken sie am Ende selbst nicht vor Mord und Entführung zurück.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / SquareOne Entertainment
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailer

Video on demand - Billionaire Boys Club

DVD und Blu-ray | Billionaire Boys Club

Blu-ray
Billionaire Boys Club Billionaire Boys Club
Blu-ray Start:
13.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 108 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Billionaire Boys Club Billionaire Boys Club
DVD Start:
13.09.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 104 min.

Blu-ray Kritik - Billionaire Boys Club

Blu-ray Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 7/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Kevin Spacey gehört zu den besten Schauspielern in Hollywood. Innerhalb von fünf Jahren gewann er zwei Oscars und weitere dutzende Preise für Performances in Filmen wie „American Beauty“ und „Die üblichen Verdächtigen“. Seit 2013 ist er in der Rolle seines Lebens zu sehen, als Frank Underwood in der Netflix-Serie „House of Cards“. Doch am 03. November 2017 kündigte Netflix an, Spacey wegen der gegen ihn erhobenen Belästigungsvorwürfe als Hauptdarsteller der Serie zu entlassen. Des Weiteren hat der Streaming Service einen schon abgedrehten Film des Schauspielers gecancelled und wird ihn nicht veröffentlichen. „Billionaire Boys Club“ ist bisher Spacey’s letzter Film und floppte gnadenlos an den Kinokassen. Am Startwochenende in den USA spielte der Film nur 600 Dollar ein. Zwar ist der Film nicht so schlecht, wie das Einspielergebnis zu vermuten lässt, doch gut ist er ebenfalls nicht. Hier hat man einiges an Potenzial verschwendet.

Ansel Elgort in Billionaire Boys Club
Ansel Elgort in Billionaire Boys Club © SquareOne Entertainment
Die Karriere von Regisseur James Cox ist wirklich interessant. Nachdem er Anfang der 2000er Jahre seine Karriere mit zwei Filmen begonnen hat, pausierte er 10 Jahre lang, bevor er mit einem weiteren Streifen zurückkehrte. Danach vergingen wieder sechs Jahre, bis er dann mit diesem Film sein Comeback feierte. Diese Details sagen eigentlich alles über den Gelegenheitsregisseur aus. An der Inszenierung ist zwar nichts zu bemängeln, doch es gibt auch keine Elemente, die diesen Streifen von ähnlichen Filmen abgrenzt. Viel schlimmer ist da das schwache Drehbuch. Die Charaktere besitzen keinen Tiefgang, dünne Charakterzeichnung lautet hier die Devise. Des Weiteren liegt hier der Fokus darauf, wie die Charaktere sich durch exzessiven Drogenkonsum und übertriebenem Lifestyle ihr Leben zerstören, als sich über die Konsequenzen ihrer Handlungen zu fokussieren. Auch die Romanze zwischen Hunt und Evans ist alles andere als glaubwürdig geschrieben. Man kann nur hoffen, dass Cox bis zum nächsten Mal gelernt hat, ein anständiges Drehbuch zu verfassen.

Emma Roberts in Billionaire Boys Club
Emma Roberts in Billionaire Boys Club © SquareOne Entertainment
Die besten Freunde Joe Hunt (gespielt von Ansel Elgort) und Dean Karny (verkörpert von Taron Egerton) haben es satt, von ihren reichen Freunden herablassend behandelt zu werden. Mit der finanziellen Unterstützung des Geschäftsmannes Ron Levin (Kevin Spacey) gründen sie eine Finanzfirma, die sie BBC nennen. Joe und Dean versprochen, in der Lage zu sein, ihren Investoren innerhalb kürzester Zeit gigantische Gewinne ausschütten zu können. Alles läuft bestens, bis dann alles anfängt, schiefzugehen. Man kann von Spacey als Privatperson halten was man möchte, aber es ist einfach nicht zu leugnen dass der Mann ein begnadeter Schauspieler ist. Diese moralisch fragwürdigen Charaktere kann er perfekt spielen und auch die schwachen Dialoge bringt er überzeugend rüber. Dass dies wahrscheinlich sein letzter Film sein wird, wird dem zweifachen Oscargewinner bestimmt nicht schmecken. Ansel Elgort hat mich persönlich bisher in nur einem Film überzeugt (Baby Driver), aber ansonsten ist meiner Meinung nach seine Leinwandpräsenz viel zu schwach. Das zeigt auch wieder einmal dieser Film. Es tut einem Streifen nicht gut, wenn der Hauptdarsteller von den anderen Schauspielern gegen die Wand gespielt wird. Hier machen Spacey und auch Egerton als bester Kumpel eine bessere Figur als Elgort. Emma Roberts wird hier verschwendet und bekommt kein gutes Material, um ihr Talent zur Schau zu stellen.

Ansel Elgort and Taron Egerton in Billionaire Boys Club
Ansel Elgort and Taron Egerton in Billionaire Boys Club © SquareOne Entertainment
Als „Billionaire Boys Club“ angekündigt wurde, waren sich einige Experten schon sicher, dass dieser Film genauso erfolgreich werden könnte wie „The Wolf of Wall Street“. Denn wie auch der Film von Martin Scorsese hat BBC einen ähnlichen Plot, zudem wird hier ebenfalls ein starker Drogenkonsum und exzessives Feiern glorifiziert. Doch dieser Film ist nicht mal annähernd so gut wie der oscarnominierte Film von Scorsese. Die Rahmenbedingungen von BBC sind eigentlich nicht schlecht. Die Kostüme sehen gut aus, die Kamerarbeit ist gut und auch sonst hat man die Achtziger gut getroffen, ohne dass es klischeehaft rüberkommt. Aber das war es auch dann mit den guten Aspekten, denn ansonsten kann nur der Großteil der Schauspieler überzeugen, der Rest des Films ist eine Enttäuschung. Regisseur James Cox bleibt über die gesamte Laufzeit nur auf der Oberfläche der Geschichte, indem er auf Party, schnelle Autos und schöne Frauen setzt. Die Handlungen der Charaktere werden nie hinterfragt und auch sonst werden ihre Motivationen nicht durchleuchtet. Hier hätte ein bisschen mehr Tiefgang dem Film für getan. Die Dialoge sind schwach und prätentiös und auch sonst kann das Drehbuch nicht überzeugen. Ironisch, dass einzig allein Spacey in guter Form ist, der aber aufgrund den Missbrauchsvorwürfen wahrscheinlich nie wieder in einem Film mehr mitspielen wird.

Bildqualität
Ist für einen Film dieser Art recht gut, die 80er kommen auf der Blu-ray besonders gut zur Geltung. Das Schwarz hätte besser sein können, an manchen Stellen wirken die Farben etwas blass.

Tonqualität
Es gibt nichts zu bemängeln.

Bonusmaterial
Es finden sich nur Programmtipps des Anbieters sowie der Trailer zum Film. Eine Enttäuschung auf ganzer Linie.


Fazit:
Wer diese Geschichte auf gelungene Art und Weise präsentiert haben möchte, dem empfehle ich Fernseh-Zweiteiler des US Senders NBC.


by Denizcan Sürücü
Bilder © Universum Film / SquareOne Entertainment