Between Worlds - Blu-ray

Blu-ray Start: 28.02.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min

Between Worlds Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Joe (Nicolas Cage) ist ein heruntergekommener Trucker, den die Erinnerungen an seine verstorbene Frau und Tochter plagen. Zufällig trifft er auf Julie (Franka Potente), die eine besondere Gabe besitzt und sich in der Welt zwischen Leben und Tod bewegen kann. Joe hilft ihr bei dem verzweifelten Versuch, ihre komatöse Tochter Billie (Penelope Mitchell) zurück zu holen. Doch der Geist von Joes verstorbener Frau ergreift Besitz von Billies Körper, um eine offene Rechnung in der Welt der Lebenden zu begleichen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD

DVD und Blu-ray | Between Worlds

Blu-ray
Between Worlds Between Worlds
Blu-ray Start:
28.02.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 90 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Between Worlds Between Worlds
DVD Start:
28.02.2019
FSK: 16 - Laufzeit: 87 min.

Blu-ray Kritik - Between Worlds

Blu-ray Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 8/10
Ton: | 9/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Nicolas Cage hat mit seinen regelmäßigen Heimkinoveröffentlichungen, die ja fast schon im Monatstakt erscheinen, quasi schon sein eigenes Genre gegründet. Größtenteils zeichnen sich diese durch sein erstaunliches Talent zum Overacting (Mandy), eine wahnswitzige Story (Mom and Dad) oder einfach stumpfe Langeweile (Vengeance - A Love Story) aus. Von dem einst so großartigen Charakterdarsteller ist traurigerweise nicht mehr allzu viel übrig geblieben. Früher bedacht auf Qualität, setzt er heute auf Quantität. Between Worlds bildet da keine Ausnahme, auch wenn zumindest die Handlung so abgedreht und überspitzt dargestellt wurde, dass er über einen gewissen Zeitraum recht unterhaltsam ist.

Nicolas Cage in Between Worlds
Nicolas Cage in Between Worlds © Eurovideo
Cage spielt den abgefuckten Trucker Joe (wie auch sonst), der gerade eine Lieferung ausfährt, als er plötzlich an einem Pit-Stop sieht, wie eine hilflose Frau von einem Mann gewürgt wird. Er sieht es als seine Pflicht an einzuschreiten, und gibt dem Frauenschläger einen auf die Mütze. Doch entgegen jeder Erwartung bedankt sich das Opfer nicht bei seinem Retter, sondern fragt ihn allen Ernstes was das denn soll. Völlig verblüfft lauscht er dann einer aberwitzigen Geschichte, die sie ihm erzählt, nachdem sie sich ihm als Julie (Franka Potente) vorgestellt hat: Nachdem sie als Kind um Haaresbreite dem Tod durch Ertrinken entrinnen konnte fand sie heraus, dass sie die Begabung hat, zwischen der Welt der Lebenden und der Toten zu wandeln, sofern sie jemand in einen ähnlichen Zustand versetzt wie damals als Kind. Der Mann, den Joe eben von ihr weggezerrt hat, sollte sie in diesen Zwischenzustand versetzen, damit sie die Seele ihre Tochter Billie (Penelope Mitchell), die nach einem Motorradunfall ins Koma gefallen ist, zurück in ihren Körper holen kann, bevor sie stirbt. Aus unerfindlichen Gründen glaubt Joe ihr und hilft ihr dabei. Das Unterfangen gelingt und Billie erholt sich schnell, auch wenn sie seit ihrer Rückkehr ein seltsames Verhalten an den Tag legt. Joe, der nach dem Verlust seiner Frau und Tochter sein Leben und seine Finanzen nicht mehr im Griff hat, kommt für eine Weile bei Julie unter, mit der er dann auch ein Verhältnis beginnt. Das passt Billie gar nicht, denn eben jene ist bei der merkwürdigen Rettungsaktion gar nicht zurückgekommen, sondern die Seele von Joes verstorbener Frau. Diese findet das ganz und gar nicht lustig und versucht mit allen Mitteln und Wegen ihren Mann zurückzubekommen...

Penelope Mitchell in Between Worlds
Penelope Mitchell in Between Worlds © Eurovideo
Wild, Crazy und voller peinlicher Momente präsentiert sich Between Worlds schon in den ersten einleitenden Minuten, in denen sich Nicolas Cage von seiner abgewracktesten Seite zeigt: Langhaarig, geistig nicht ganz da aber im Herzen ein guter Kerl. Mehr zufällig kreuzen sich seine Wege mit denen von Julie, die durch eine kaum wieder zu erkennende und von oben bis unten zutattowierte, nicht minder schräg daherkommende Franka Potente verkörpert wird. Gesteigert wird das Ganze dann schon wenige Augenblicke später, als erklärt wird, dass sie durch Würgen in eine Zwischenwelt gelangt, Seelen sehen und sie wieder in die Körper zurückholen kann. Wem das noch nicht abgedreht genug ist braucht nur eine gute viertel Stunde weiter zu schauen und sieht den King-of-Overacting live, weitestgehend nackt und in Farbe, wie er erst Sex mit Julie und wenig später mit ihrer Tochter Billie hat, in der ja jetzt die Seele von Joes verstorbener Frau wohnt. Spätestens wenn er inmitten des Koitus aus den Memories of Nicolas Cage vorliest und dabei ausflippt wie ein Schimpanse auf Ecstasy sollte dann auch dem Letzten klar sein, wie wenig Mr. Cage von sich selbst und seinem Publikum verlangt diesen Film ernst zu nehmen. Ob das so gut für die Karriere ist, wage ich ja zu bezweifeln, sympathisch macht es ihn aber allemal. Auch wenn ich mir seinen Anblick im Tigerschlüpper in Nahaufnahme gern erspart hätte. Penelope Mitchell macht ihre Sache als Femme Fatal extrem gut. Man nimmt ihr die verschlagene, Sex besessene und Besitz ergreifende Persönlichkeit von Anfang bis Ende ab, was der Dynamik der Geschichte sehr gut tut. Geht man jetzt mal von der Substanz des Streifens selber aus bleibt, sich selbst erklärend, nicht wirklich viel übrig. Zwar ist es, auch über einen längeren Zeitraum, sehr unterhaltsam das bunte Treiben zu verfolgen, leider kannibalisiert sich das zum Ende hin zunehmend selbst und führt in eine zwar unvorhersehbare Richtung, die aber im Vergleich zum vergangenen Rest nicht recht passen will.

Nicolas Cage und Franka Potente in Between Worlds
Nicolas Cage und Franka Potente in Between Worlds © Eurovideo
Bild: Das Bild im 1080p 16:9 zeigt keine offensichtlichen Mängel und besticht durch auffallend grelle Farben mit psychedelischen Akzenten, die gut den Zustand der agierenden Personen unterstreichen, ohne wie beispielweise in Mandy in den Vordergrund geschoben zu werden.

Ton: Der Ton ist in zwei Tonspuren (deutsch, englisch DTS-HD Master 5.1) vorhanden und fällt nicht durch große Lautstärkenunterschiede zwischen gesprochenem Wort, Effekten und Hintergrundkulisse negativ ins Gewicht. Auch die ebenso fetzigen wie trashigen Musikstücke unterstreichen die abgefahrene Stimmung und wirken wie eigens für diesen Film gemacht.

Extras: Extras sind keine vorhanden.


Fazit:
Das Cover suggerierte eine Anlehnung an vergangene Cagestreifen wie Drive Angry und Ghost Rider und war in Bezug dazu natürlich eine völlige Enttäuschung, als dem dann ganz und gar nicht so war. Wenn man dem Film selbst aber, unter der Berücksichtigung dessen, dass es sich hierbei um eine rein auf Trash ausgelegte Fantasykomödie handelt, eine Chance gibt, kann man des Öfteren herzhaft Lachen. Die Konstellation Cage/Mitchell funktioniert einwandfrei, wenn man den ersten Schock über das Gesehene verarbeitet hat, und auch Franka Potente scheint noch mal alles zu geben. Der Film ist definitiv Geschmackssache. Es wird die eine Seite geben die bereits nach den ersten 15 Minuten aus macht und "den Schmarrn nicht mehr erträgt" und es wird die andere Seite geben, die sich von der skurrilen Grundidee mitnehmen lässt und spaßige 1 1/2 Stunden verbringen kann. Ich persönlich habe mich, bis auf das Ende gut unterhalten gefühlt, auch wenn ich was komplett anderes erwartet hatte. Am meisten gefreut hat es mich zu sehen, dass vielleicht für Cage doch noch nicht aller Tage Abend ist.

by Christoph Berger
Bilder © Eurovideo