Bernadette - Blu-ray

Blu-ray Start: 10.04.2020
Digital VoD: 10.04.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 109 min

Bernadette Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Bernadette Fox (Cate Blanchett) ist anders als die perfekt organisierten Mütter aus der Nachbarschaft. Sie ist chaotisch, exzentrisch, sensibel – und schläft schlecht. Bernadette braucht nach Jahren der Fürsorge für ihre Familie dringend mal wieder etwas Zeit für sich. Die einstige Stararchitektin hat Los Angeles den Rücken gekehrt und ist ihrem Mann Elgie (Billy Crudup), einem erfolgreichen IT-Manager, nach Seattle gefolgt. Dort leben die beiden mitsamt der 15-jährigen Tochter Bee (Emma Nelson) in einer von Brombeerhecken umrankten alten Villa, die viel zu groß und obendrein sanierungsbedürftig ist. Als Bernadettes penible Nachbarin Audrey (Kristen Wiig) darum bittet, die wuchernden Brombeerbüsche an der Grundstücksgrenze zu entfernen, setzt das eine Kette von Missgeschicken in Gang, die Bernadettes Leben endgültig auf den Kopf stellen. Und plötzlich ist sie verschwunden. Elgie und Bee nehmen die Suche auf – und ihre Reise endet schließlich mitten in der Antarktis mit einer überraschenden Entdeckung...

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: LEONINE
Tonformate:
DTS-HD 5.1 Master Audio (Deutsch, Englisch)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 Widescreen (1,85:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Bringing Bernadette to Life, Who is Bernadette

Video on demand - Bernadette

DVD und Blu-ray | Bernadette

Blu-ray
Bernadette Bernadette
Blu-ray Start:
10.04.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 109 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Bernadette Bernadette
DVD Start:
10.04.2020
FSK: 6 - Laufzeit: 105 min.

Blu-ray Kritik - Bernadette

Blu-ray Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 8/10


Bernadette Fox (Cate Blanchett) war eine erfolgreiche Architektin, doch sie zog sich zurück. Das aufregende Leben gefällt ihr überhaupt nicht und sie hasste es im Mittelpunkt zu stehen. Nun lebt sie mit ihrem Mann Elgie (Billy Crudup) und ihrer Tochter Bee (Emma Nelson) zusammen und kümmert sich um den Haushalt und die Familie. Doch eine Kaskade aus schrecklichen Dingen reißt Bernadette aus ihrer Schutzzone, weshalb sie sich auf in die Antarktis macht.

Auf der Suche nach sich selbst: Cate Blanchett als Bernadette.
Auf der Suche nach sich selbst: Cate Blanchett als Bernadette. © LEONINE
„Bernadette“ ist eine amerikanische Verfilmung des Romans „Wo steckst du, Bernadette?“ von Maria Semple. Der Film folgt Bernadette und wie sie in ihrem Leben zurechtkommt. Sie ist aber keine normale Frau: Sie hat diverse soziale Ängste, ist narzisstisch, egoistisch und hasst eigentlich alle Menschen, vor allem ihre Nachbarin Audrey (Kristen Wiig). Vor der Geburt ihrer Tochter war sie eine der erfolgreichsten Architektinnen, doch ihre Karriere hat sie selbst schlagartig beendet. Obwohl sie jetzt nicht die typischen Charaktereigenschaften als Protagonistin hat und dementsprechend in anderen Filmen bestimmt einem Antagonisten ähnelt, ist sie die absolute Identifikationsfigur. Gerade durch ihre Art ist sie unglaublich sympathisch. Es gibt sehr viele Momente, wo man deutlich merkt, dass sie leidet, aber auch Momente, wo sie durch ihre Art anderen Schaden zufügt. Durch diese sehr verschiedenen, alltäglichen Handlungen lernt man sie extrem stark kennen. Ihr Leben kann man eigentliche als permanente Flucht bezeichnen. Durch ihre Soziophobie hasst sie es erkannt, geschweige denn auf ihren ehemaligen Erfolg angesprochen zu werden. Ihr einziger Rückzugsort ist neben ihrer Familie, ihr Handy. Sie hat vor vielen Jahren eine indische Assistentin eingestellt, die über Bernadettes Handy ihr Leben regelt. Diese Assistentin ist sehr zuverlässig, antwortet aber nicht, was Bernadette sehr gefällt. Bernadettes Mann Elgie ist zwar Entwickler bei Microsoft, doch hält von dieser digitalen Kontrolle nichts. Er unterstützt jedoch Bernadette trotzdem in allen möglichen Situationen, denn gerade wegen ihrer Art schätzt er sie.

Gespräch unter vier Augen: Bernadette (Cate Blanchett) und ihr Mann Elgie (Billy Crudup).
Gespräch unter vier Augen: Bernadette (Cate Blanchett) und ihr Mann Elgie (Billy Crudup). © LEONINE
Eigentlich war geplant, dass die Familie eine Reise zur Antarktis macht, doch die Dinge kommen anders und Bernadette reist allein. Der Film zeigt in der ersten Szene schon, dass Bernadette angekommen ist und erzählt danach erst, wie es dazu gekommen ist. Innerhalb von der Rückblende gibt es dann noch mehrere Rückblenden von ihren erfolgreichen Arbeiten und es kommen oftmals Kollegen und Freunde zu Wort, die ihr Schaffen beurteilen. Stellenweise ähnelt der Film stark einer Mockumentary. Durch diese Dynamik entsteht eine wunderbare Atmosphäre und Spannung. Natürlich möchte man wissen, warum sie allein gereist ist und weshalb sie überhaupt ihr erfolgreiches Leben beendet. Der Film beantwortet diese Fragen auch, nimmt sich dafür aber zu viel Zeit. Vor allem im letzten Drittel kommen verschiedene Handlungsstränge zusammen, doch die Zusammenführung zieht sich. Im Film werden dann Dinge erklärt, deren Antwort sich logisch aus dem Gesamtkonstrukt zusammengebaut haben. Dadurch entwickeln sich einige Längen und das Finale wirkt dadurch nicht so stringent. Außerdem werden gewisse Personen im Laufe der Handlung anscheinend vergessen und einige bekommen eine wichtige Bedeutung, obwohl der Film sie ganz klar als unrelevant abstempelt. Rückblickend ergeben sich dadurch noch mehr Längen und fühlt sich trotz seiner Laufzeit von 103 Minuten recht lang an.

Steht Bernadette mit Rat zur Seite: Laurence Fishburne als Paul Jellinek.
Steht Bernadette mit Rat zur Seite: Laurence Fishburne als Paul Jellinek. © LEONINE
Umgesetzt wurde die Romanverfilmung vom Regisseur Richard Linklater („Boyhood“/„Before Sunrise“-Reihe). Er ist bekannt für seine sehr emotionale Erzählweise, doch diesmal rutscht er fast schon in die Dramedy ab. Vor allem gelingt ihm das durch die ganzen Witze, die unfreiwillig von der Protagonistin gemacht werden. Cate Blanchett („Herr der Ringe“-Reihe/„Carol“) spielt diese Rolle grandios und leistet viel zu dem Gesamtwirken des Films bei. Aber auch die weiteren Darsteller leisten eine tolle Arbeit, wie Billy Crudup („Watchmen“/„Jahrhundertfrauen“), Kristen Wiig („Her“/„Der Marsianer – Rettet Mark Watney“), Lawrence Fishburne („Matrix“-Reihe/„John Wick“-Reihe) und Emma Nelson, die in ihrem ersten Film schon eine wunderbare Arbeit leistet.

Emma Nelson in der Rolle von Bernadettes Tochter Bee.
Emma Nelson in der Rolle von Bernadettes Tochter Bee. © LEONINE
Bild:
Das Bild bietet zwar keine visuellen Höhepunkte, ist aber trotzdem zu keinem Zeitpunkt mangelhaft. Die Farben sind eher warm und hell. Zu dunklen Stellen kommt es kaum. Da der Kameramann Shane F. Kelly („Boyhood“) schon einmal mit Richard Linklater zusammengearbeitet hat, kennt er die Inszenierungsart von Charakteren mit einer tiefen Persönlichkeit und dementsprechend ist seine Kameraarbeit bei den emotionalen Szenen sehr wertig.

Ton:
Der Ton wurde auf DTS-HD Master Audio 5.1 abgemischt und es kommt zu keinen Störungen. Da der Film oftmals in Räumen spielt, ist der Ton meistens sehr klar. Die Musik von Graham Reynolds („Before Midnight“) passt wunderbar zur auditiven Untermalung, da sie vor allem mit bekannten Songs kombiniert wurde.

Extras:
Bei den Extras befinden sich zwei Featurettes, die ein paar mehr Hintergrundinformationen über die Protagonisten geben und außerdem einige Vergleiche zwischen dem Film und der literarischen Vorlage zeigen. Dazu gibt es noch Trailer.


Fazit:
„Bernadette“ ist ein wundervoller Film, der gerade durch seine extrem sympathische Protagonistin und der großartigen Darstellung von Cate Blanchett sehr gut funktioniert. Zum Ende offenbaren sich zwar einige Längen, doch die sind durch die dynamische Erzählweise schnell vergessen.


by René Fischell
Bilder © LEONINE




Bernadette - Trailer