Belleville Cop - Blu-ray

Blu-ray Start: 23.05.2019
Digital VoD: 23.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min

Belleville Cop Blu-ray Cover -> zur Blu-ray Kritik

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Inhalt

Baaba Keita (Omar Sy) ist Polizist im multikulturellen Pariser Stadtteil Belleville. Er ist noch nie aus seinem Viertel rausgekommen - ihm gefällt das Leben dort. Seine Freundin Lin (Diem Nguyen) allerdings hat darauf keine Lust mehr. Sie will hinaus in die Welt, auch wegen Baabas dominanter Mutter Zohra (Biyouna), die sich ständig in alles einmischt. Eines Abends wird Roland (Franck Gastambide) vor den Augen seines Jugendfreundes Baaba erschossen. Um den Mördern auf die Spur zu kommen, übernimmt Baaba Rolands Job – und zwar in Miami, am französischen Konsulat. Doch ständig kommt der französische Bulle mit dem amerikanischen Gesetz in Konflikt, ständig muss sein neuer Partner Ricardo (Luis Guzmán) ihn bei den Cop-Kollegen raushauen.

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Blu-ray Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures / Constantin Film
Tonformate:
DTS-HD 5.1 (Deutsch, Französisch/Englisch)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 Widescreen (2.40:1) 1080p HD
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | Belleville Cop

Blu-ray
Belleville Cop Belleville Cop
Blu-ray Start:
23.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.

zur Blu-ray Kritik
DVD
Belleville Cop Belleville Cop
DVD Start:
23.05.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.

Blu-ray Kritik - Belleville Cop

Blu-ray Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Hauptdarsteller Omar Sy ist vielen am meisten bekannt durch „Ziemlich Beste Freunde“ und wird schon lange als der französische Eddy Murphy bezeichnet. Das mit BELLEVILLE COP nun eine Verfilmung erscheint, deren Filmtitel und der Schriftzug an Murphys größten Erfolg „Beverly Hills Cop“ erinnert, wirkt zunächst einfach nur wie die französische Kopie desselben und erinnerte mich an einen anderen Spielfilm mit Sy in der Hauptrolle. Schon 2012 in „Ein Mordsteam“ wirkte er wie ein französischer Axel Foley Ableger. Dieses Mal entfremdet er sich allerdings optisch von dieser Rolle. Stattdessen sieht man ihn auf dem Filmplakat im Hawaiihemd, was dann wieder vielmehr an „Magnum“ erinnert. In jedem Fall geht es in dem Film um einen Polizisten, der die Ganoven mit Scharm hochnehmen möchte. Dass er sich aber nicht nur beim Filmtitel und Schriftzug bei „Beverly Hills Cop“ bedient, fällt schnell auf.

Omar Sy in Belleville Cop
Omar Sy in Belleville Cop © Constantin Film
BELLEVILLE COP beginnt nämlich gleichartig wie der Achtziger-Klassiker und zeigt eine ähnliche Motivation wie einst bei Axel Foley. Darüber hinaus ist Hauptfigur Babba Keita (Omar Sy) ebenfalls ein Polizist mit sehr unkonventionellen Methoden, aber dessen ungeachtet äußerst effektiv. Mitunter deswegen und vielen weiteren Handlungen, schwebt auch immer der Gedanke im Raum, dass die französischen Filmmacher ganz dreist und ungeniert von den Action-Buddy-Cop-Komödien der Achtziger- und Neunzigerjahre kopiert haben.

Doch je länger man den Film schaut, desto offensichtlicher wird, dass BELLEVILLE COP viele Ähnlichkeiten besitzt, aber sich eher als Hommage dieser Genreklassiker versteht und diese auch mal gerne auf die Schippe nimmt. So sind die optischen Gleichnisse nicht die einzigen Referenzen, die auffallen. Immer mal wieder fallen Zitate aus „Lethal Weapon“ oder auch aus „Bad Boys“, was durchaus passend ist, da Keita nicht alleine ermittelt.

Omar Sy in Belleville Cop
Omar Sy in Belleville Cop © Constantin Film
Als seine Figur nach Miami reist, um der Spur der Verbrecher zu folgen, wird ihm ein Partner Widerwillen zur Seite gestellt. Die Konstellation, des in Ungnade gefallenen Detective (Luis Guzman bekannt u.a. aus „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“) der sich um den im fremden Land befindlichen Polizisten kümmern muss, erinnert sehr stark an „Rush Hour“. Und wie in jeder anderen Verfilmung dieses Genre gilt auch hier, dass sich dieses ungleiche Duo erst einmal zusammenraufen muss, um den Fall zu knacken.

Der Fall ist dabei tatsächlich gar nicht mal so banal, wie andere Filme, die sich an ähnlichen Ausführungen versucht haben, dennoch merkt man schnell BELLEVILLE COP seine Schwäche an. Größter Schwachpunkt des Films ist nämlich das Drehbuch, das vermutlich gerade deswegen, weil man viele Filme ehren wollte, zu sehr zusammengestückelt wirkt und dann zuweilen wie gewollt, aber nicht gekonnt.

 Eriq Ebouaney und Maïmouna Gueye in Belleville Cop
Eriq Ebouaney und Maïmouna Gueye in Belleville Cop © Constantin Film
Der Glücksfall von BELLEVILLE COP sind indessen seine Darsteller und denen natürlich voran, seine zwei Hauptdarsteller, die diesem Trend entgegenwirken und ein absolut charismatisches und spaßiges Duo zu Tage bringen. Das Zusammenspiel der beiden wirkte für mich als Zuschauer absolut liebenswert und charmant und hilft über die offenkundigen Fehler hinweg.

Dieses Gefühl runden die Nebenrollen dann noch ab, wo neben dem bekannten Gesicht von Eriq Eboaney („Hitman – Jeder stirbt alleine“) vor allem eine Figur in Erinnerung bleibt: Die algerische Darstellerin Biyouna als Keitas Mutter ist besonders witzig und erinnert mit „Stop, oder meine Mami schießt“, dann noch an einen weiteren Filmklassiker von Anfang der Neunziger.

Omar Sy und Luis Guzmán in Belleville Cop
Omar Sy und Luis Guzmán in Belleville Cop © Constantin Film
Bild:
Das Bild ist scharf und selbst bei dunklen Szenen klar erkennbar.

Ton:
Mit einem DTS-HD 5.1 Sound ist der Ton gut abgemischt, so dass die Actionszenen ordentlich krachen, man danach aber noch die Dialoge versteht, ohne wieder lauter drehen zu müssen. Kurioserweise befindet sich auch eine Dolby Digital 2.0 Tonspur auf der Blu-ray.

Extras:
Bis auf eine Trailershow, gibt es keine Extras auf der Blu-ray.


Fazit:
BELLEVILLE COP wird im Vergleich zu den viel rezensierten Genreklassikern selber keiner werden, aber hat dank seiner Unterhaltsamkeit und der guten Chemie seiner beiden Hauptdarsteller genügend gepunktet, dass man ihn ohne Probleme als unverfängliche und angenehme Abendunterhaltung bezeichnen kann.

by Christian Willach
Bilder © Universal Pictures / Constantin Film